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[Grunge / Alterntive] WEILAND - Glücklich vegetieren (VÖ:19.10.2018) - Druckversion

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[Grunge / Alterntive] WEILAND - Glücklich vegetieren (VÖ:19.10.2018) - Tommy2Rock - 11.10.2018

[Bild: weiland.jpg]



Tracklist:
01. Glücklich vegetieren
02. Herzschlägt
03. Weltuntergang
04. Hör das Gift singen
05. Kleine Reden
06. Klau mir nicht die Smiths
07. In der schönsten Form
08. Auf Papier
09. Kein Meter mehr
10. Nein als Sein
11. Wie hoch
12. Von Kreisen und Quadraten


Nette Lieder säuseln, hübsch aussehen und Rockstar spielen – das ist nichts für WEILAND. Lieber bewerfen die drei Leipziger ihre Popsongs solange mit Schmutz, bis sie genug Profil haben, um zu greifen. Ursprünglich am Seattle-Sound der 90er orientiert, entwickelten WEILAND so schnell ihren eigenen Alternative-Stil: Drückend schwer, kompromisslos und trotzdem tierisch tanzbar. Im April 2016 gegründet, produzierte das Trio bereits im Januar 2017 in Eigenregie die Debüt-EP „Trümmerpark“ (VÖ 06.10.2017, NOIZGATE Records). Der nächste Streich der Leipziger folgt am 19.10.2018 (VÖ): „GLÜCKLICH VEGETIEREN“ haben WEILAND ihr im Oktober erscheinendes Full-Length-Debüt betitelt. Mit eingängigen Melodien, umspielt von knackig reduzierten Riffgitarren und einem mächtigen Groove, zeichnen die stets zynischen Texte der zwölf neuen Songs ein musikalisches Spiegelbild der Gesellschaft – nachdenklich, in sich versunken, irgendwie mitreißend und trotz allem voller Hoffnung.„Als wir letztes Jahr mit ‚Trümmerpark‘ zur NOIZGATE-Familie gestoßen sind, war das ein Quantensprung für uns als Band. Mit ‚Glücklich vegetieren‘ haben wir noch mal eine ordentliche Schippe draufgelegt: Das Album spiegelt wirklich die pure Essenz von WEILAND wieder. Wir sind gespannt, wie es jetzt weitergeht und freuen uns schon riesig auf den Herbst“, so Frontmann und Bassist der Band, Peter Döchert. (Quelle: NOIZGATE Records)


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Weiland sind:
Peter Döchert: Bass & Gesang
Sebastian Caspar: Drums & Gesang
Steffen Börner: Gitarre


Wer sich schon immer gefragt hat wie Nirvana, Bush, Alice In Chains oder auch Soundgarden klingen würden, wenn sie aus Leipzig kommen würden, der bekommt von WEILAND die passende Antwort. Eine große Portion dieser Einflüsse ist in den Stil der Band eingeflossen, der sich stark von anderen deutschen Bands abhebt. Der schwermütige Grungesound verhindert aber nicht, dass die Lieder zum Tanzen einladen und auch für Partys einen ordentlichen Soundtrack abliefern. Wie man das Gefühl der Lieder empfindet, hängt von zwei Faktoren ab. Entweder man konzentriert sich auf die harten Gitarren und den von Bass und Schlagzeug erzeugten Druck in den Liedern, oder man lässt die Texte auf sich wirken. Im zweiten Fall geht man auf eine emotionale Reise, die sich in den Texten nicht sofort offenbart und die man deshalb mehrfach antreten sollte. Für einen ordentlichen und satten Sound sorgt nicht nur die Band selbst, denn das Mastering sorgt für die perfekte Balance zwischen Instrumenten und Gesang.

Mein Fazit: WEILAND ist eine Band, deren Stil man beim ersten Hören vielleicht nicht ganz versteht. Das Songwriting wirkt wild und die Aussage der Texte ist nicht immer sofort klar. Das könnte dazu führen, dass einige das Album einmal hören und sich dann ein Urteil bilden. Wenn man sich auf das Album einlässt und es mehrfach hört, merkt man nach und nach, dass hier ein geplantes Chaos vorliegt und die Lieder brennen sich immer tiefer in die Gehörgänge ein. Peter Dörchert zeigt im Laufe des Albums, das seine Stimme sehr vielseitig ist und neben der passenden dreckigen Härte auch viel Gefühl darin liegen kann. Das der Stil trotz seines Modernen Klangs an die ein oder andere Band aus der Grungehochzeit in den 90ern erinnert, sorgt dafür, dass die Musik mehrere Genrationen begeistern kann. Meine Anspieltipps sind "Herzschlägt", "Kleine Reden" und "Kein Meter mehr".

[Bild: bewertung4.png]