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09: H. G. Francis - Im Bann der Monsterspinne - Druckversion

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09: H. G. Francis - Im Bann der Monsterspinne - Tommy2Rock - 27.11.2018

[Bild: gs09.jpg]



Hörspiel von H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 34 Minuten Laufzeit


Rätsel um das wissenschaftliche Institut von Dr. Wyman. Hat er wirklich vergessen, dass er die junge Wissenschaftlerin zu sich ins Institut eingeladen hat? Wer stöhnt und schreit in diesem Haus? Was verbirgt sich unter dem Forschungslabor? Angie Stevenson kann ihre Neugier nicht zähmen. Sie öffnet die Luke im Boden des Labors - Entsetzen packt sie: die Monsterspinne wird frei...


Sprecher:
Gabi Libbach: Angie Stevenson
Horst Stakr: Duke Douglas
Gottfried Kramer: Mr. C. Wyman
Siegfried Wald: Wyman
Ernst von Klippstein: Ben
Renate Pichler: Spinne
Gerhard Fiedler: Affe
Joachim Richert: Verkäufer
Hans Meinhardt: Parkwache
Christian Rode: Sheriff
Günther Ungeheuer: Erzähler


Seit den 1950er Jahren sind Riesentiere ein sehr beliebtes Thema für Science-Fiction- und Horrorgeschichten. Schon Folge 5 "Der Angriff der Horrorameisen" beschäftigte sich mit diesem Subgenre. Wie im Hollywoodvorbild "Tarantula", so ist auch hier ein Wissenschaftler am Werk, dessen Forschung den Nebeneffekt hat, dass Tiere wesentlich größer werden als dies normalerweise der Fall ist. Dr. Wymans Forschungen beschäftigen sich eigentlich mit einem Mittel zur Intelligenzsteigerung. Neben der Größe wird auch der Appetit der Tiere unnatürlich groß. Wie Angie Stevenson bei der heimlichen Durchsuchung des Labors festellt, sind besonders ein Affe und eine Vogelspinne zu enormer Größe gewachsen und können sogar sprechen. Dies soll die Intelligenz unterstreichen, anatomisch ist es allerdings in Wirklichkeit nicht möglich. Da die Spinne versichert, dass sie durch Stromstöße gequält wird, schaltet Angie aus Mitleid den Strom ab und verursacht einen Großbrand, bei dem die Spinne als einziges Tier entkommen kann. Bei ihrer Flucht findet Angie einen eingeschlossenen Mann, der Dr. Wyman zum verwechseln ähnlich sieht und der auf die Rettung seiner Aufzeichnungen besteht. In diesen findet Angie Erklärungen für Ungereimtheiten und findet heraus, das der Gerettete in Wirklichkeit Dr. Wyman ist, während der Mann, der sich als Wyman ausgegeben hat, dessen Bruder war und im Lauf der Ereignisse im Labor ums Leben gekommen ist. Doch die Gefahr ist nach dem Großbrand nicht vorbei, denn das Entlaufen der Spinne bleibt nicht unbemerkt. Diese sucht in den Wäldern nach Nahrung und steuert dabei auf eine Menschenmege zu, die sich eine Theateraufführung auf einer Waldbühne anschaut. Angie muss zusehen wie die Spinne ein Kind in ihren Fängen hat und stellt sich der Spinne entgegen.

Mein Fazit: "Im Bann der Monsterspinne" gehört zu meinen persönlichen Lieblingsfolgen. Die Geschichte ist spannend erzählt und neben Kleinigkeiten, die der Geschichte aber nicht schaden, gibt es nichts zu bemängeln. Eine dieser Kleinigkeiten ist zum Beispiel, dass der Feuerwehrchef des Ortes erstaunt ist, dass eine Großveranstaltung im Wald von seinen Leuten bewacht wird. Als Feuerwehrchef müsste es dies nicht nur wissen, sondern auch angeordnet und die Truppe eingeteilt haben. Eine großartige Lösung für die üblichen Selbstgespräche in Hörspielen ist das Hobby von Angie, alles mögliche auf einem Tonbandgerät aufzuzeichnen und für ihre späteren Notizen festzuhalten. Dies wäre heutzutage allerdings sehr schwierig, da man Gespräche nicht einfach ohne Einwilligung aufnehmen darf, was Angie im Lauf der Geschichte ständig macht. Etwas zu kurz kommt meiner Meinung nach die Spinne. Ein kurzer Auftritt im Labor, eine kleine Szene nach dem Großbrand und das Auftreten beim Finale ist alles, was man von ihr mitbekommt. Bei 34 Minuten Laufzeit wäre noch etwas Luft gewesen, um die Gefährlichkeit der Spinne zu betonen. Dies wird im Film "Tarantula" immer wieder gezeigt, ohne auf brutale Effekte zu setzen und dies wäre auch hier möglich gewesen. Anders, als in den meisten Folgen der Serie, gibt es hier durch die Hauptgefahr nämlich keine Opfer. Es gibt zwar zwei Todesfälle im Lauf des Hörspiels, aber diese hängen nicht mit der Spinne zusammen. So gibt es zwar am Ende das Gefühl einer Bedrohung, dieses wird aber durch das schnelle Eingreifen der Beteiligten schnell wieder aufgelöst. Im Ganzen ist "Im Bann der Monsterspinne" aber eine sehr gute Folge der Gruselserie, die sich durch ihre Erzählweise auch für jüngere Hörer eignet. Allein die Tatsache, dass man es mit einer riesigen Spinne zu tun hat, verursacht schnell die ein oder andere Gänsehaut.

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