[Mittelalter / Renaissance] ConFilius - One Morning ...It Was The Middle Ages (2019)
#1
[Bild: confilius.jpg]


Release: 21.11.2019
Label: ConFilius


Tracklist:
01. Kopanica
02. Douce Dame
03. Skarali
04. Ductia/Bandari
05. Sao Roma
06. Kesselflicker
07. Osman
08. Pasha
09. Vogelfänger
10. Fuglefanger
11. Hauerdude
12. Vitrum Nostrum
13. Bransle
14. Je Ne L'ose Dire
15. Saltarello/Bärentanz
16. Bonus: Ederlezi


10 Jahre nach dem Erscheinen ihres Debütalbums "Sopra" legen ConFilius mit "One morning ...It Was The Middle Ages" ein neues Album nach. Die 16 Lieder setzen sich aus Musik des Mittelalters, der Renaissance und traditionellen Liedern aus dem Balkan zusammen. Damit spiegelt das Album nicht nur die Vielfalt der Band wider, sondern repräsentiert auch das aktuelle Marktprogramm von Conny Fuchs und Philipp Aaron Fuchs. Zu einer echten Angelegenheit wurde das Album für ConFilius auch durch die vielen großartigen Musikerkollegen und Freunden, die bei "One Morning ...It Was The Middle Ages" mitgewirkt haben.


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ConFilius sind:
Cornelia Fuchs: Dudelsack, Flöten, Schalmei & Gesang
Philipp Aaron Fuchs: Cister, Davul, Darbuka, Perkussion & Gesang
Gastmusiker:
Timmy Björn Timmermann: Drums und Percussion
Teufel: Sprache (Vogelfänger)
Fabula / Brain Haase: Dudelsack, Hümmelchen & Schalmei (Pasha) Dudelsack (Douce Dame Jolie)
Fabula / Benni Brückner: Davul (Pasha) Gesang (Osman, Ederlezi)
Fabula / Steffano di Pannoptico: Gesang (Osman, Ederlezi)
Piers Ford: Harfe & Gesang (Ederlezi)
Chris Schwarz: Kontrabass & e-Bass (Je Ne L'ose Dire, Ederlezi)
Kira Langlott: Tamborello (Saltarello) Gesang (Skarali, Ederlezi)
Freyja Herold: Sprache (Vogelsänger) Gesang (Ederlezi)
Anna Pursche: Gesang (Ederlezi)
Mariella Barf: Gesang (Je Ne L'ose Dire)
Jule Moritz: Gesang (Ederlezi)
René Marik: Maulwurf


Bei den meisten Bands, die 10 Jahre zwischen 2 Alben vergehen lassen, wirkt dieser Zeitraum merkwürdig und eigentlich erwartet man schon nichts mehr. Bei ConFilius ist dies eine andere Sache, da die CD damals gezielt vor dem Stimmbruch von Philipp produziert worden ist. Dadurch wurde "sopra" zu einem Album, das bis heute viele Fans in der Mittelalterszene hat. Nun liegt das zweite Album "One Morning ...It Was The Middle Ages" vor und es schließt qualitativ nahtlos an seinen Vorgänger an. ConFilius haben insgesamt 16 Lieder aufgenommen, die sie auch auf vielen Mittelaltermärkten live spielen. Zusammen mit Freunden und Kollegen haben sie diese gemeinsam eingespielt und erneut etwas Außergewöhnliches erschaffen. Schon mit "Kopanica" wird man in eine vergangene Welt geführt, die zum Tanzen und Träumen einlädt. Während andere oft ein Best Of der Mittelalterszene auf Alben packen, sind ConFilius sehr sparsam mit Liedern umgegangen, die man gefühlt schon von hundert anderen Bands gehört hat. Dadurch wird auch das Interesse der Hörer geweckt, die sonst vielleicht nur auf die Tracklist geschaut und müde gelächelt hätten, was sehr schade wäre. Musikalisch bietet das Album nämlich alles, was Fans von mittelalterlicher Marktmusik zu schätzen wissen. Dudelsäcke sorgen für ordentlichen Druck im Sound, Schlagzeug und Perkussion bringen den richtigen Schwung und durch Gesang und gesprochenen Passagen wird auch noch für viel Abwechslung gesorgt. ConFilius machen damit nicht nur Lust auf einen Marktbesuch. "One Morning ...It Was The Middle Ages" ist ein Gewinn für jede Playlist und kann sowohl in Tavernen, als auch bei privaten Festen für die richtige musikalische Untermalung sorgen. Dass dann ausgerechnet der Maulwurf von René Marik noch einen Gastauftritt hat, damit habe ich wirklich nicht gerechnet und an welcher Stelle dies geschieht, muss jeder Hörer selbst herausfinden.

Mein Fazit: ConFilius haben zusammen mit ihren Freunden ein wunderschönes Album erschaffen, das sich allein schon durch die Liederauswahl aus der Menge der mittelalterlichen Alben abhebt. Wenn man wie ich beide Alben besitzt, ist es außerdem faszinierend, wie sich ConFilius in den letzten 10 Jahren weiterentwickelt haben. Die auffälligste Veränderung ist natürlich die mittlerweile erwachsene Stimme von Philipp Aaron Fuchs. Diese klingt sehr charismatisch und schafft es spielend leicht, den Hörer in ihren Bann zu ziehen. Gleiches gilt aber auch für Conny Fuchs' Stimme, die einen tollen Kontrast bildet. Musikalisch werden die meisten Hörer das Album in die mittelalterliche Marktmusik einordnen und diese klingt wirklich gut. ConFilius selbst bringen selbst schon einiges an Instrumenten in ihre Musik ein und dieses Spektrum wird durch die Gastmusiker noch erweitert. Die Einsätze der Gäste verteilt sich über das gesamte Album und so bekommt jedes Lied eine sehr persönliche Note. Die meisten kommen als Gastsänger bei "Ederlezi" zum Einsatz, bei dem besonders die süße, kindliche Stimme von Jule Moritz auffällt. Jeder, der Marktmusik mag, wird an "One Morning ...It Was The Middle Ages" seine Freude haben, denn neben bekannteren Stücken wie "Douce Dame", "Saltarello/Bärentanz" und "Sao Roma", gibt es sehr viel zu entdecken, das man nicht auf jedem Mittelaltermarkt hören kann. Meine Anspieltipps sind "Sao Roma", "Vogelfänger" und "Ederlezi".


[Bild: bewertung4_5.png]
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