[Deutscher Metalcore] Stunde Null - Alles voller Welt (VÖ: 28.06.)
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[Bild: snavw.jpg]



Tracklist:
01. Wir sind bei dir
02. Du brichst mich nicht
03. Alles voller Welt
04. Engel im Exil
05. Augen auf die Nacht beginnt
06. Unser Weg Richtung Horizont
07. Nein aus Liebe
08. Nur mein Gesetz ist mein Gesetz
09. Wunden der Zeit
10. Zieh los
11. Die Arche gibt es nicht
12. Das wird unser Denkmal sein
13. Unsere Tränen aus deinem Gesicht


Noch melodischer, noch größer, noch besser - noch mehr Stunde Null! So präsentiert sich das am 28.06. erscheinende neue Album „Alles voller Welt“ der fünf Südtiroler. Nachdem die Band im April 2018 ihr Debütalbum „Vom Schatten ins Licht“ veröffentlichte und im Anschluss daran praktisch pausenlos auf den Bühnen dieser Republik unterwegs war, ging es vom Tourbus direkt ins Studio - Stunde Null gönnt sich keine Auszeit, nein, hier wird weiter auf Angriff gesetzt! Nur knapp fünf Monate blieben der aufstrebenden Band, um den Nachfolger von „Vom Schatten ins Licht“ zu produzieren. Dieser Zeitdruck erwies sich jedoch in keinster Weise als problematisch, ganz im Gegenteil, das facettenreiche Album ist bis ins letzte Detail ausgereift - es scheint, als wäre das Kind erwachsen geworden. Während das Debütalbum eine Reise durch mehrere Genres war, zeigt sich Stunde Null auf „Alles voller Welt“ mit eigenem, ausdrucksvollem Charakter. Einer Schublabe lässt sich der passende Mix aus harten und melodischen Parts immer noch nicht zuordnen, doch wirkt das Album harmonischer, kompakter, wie aus einem Guss. Ein roter Faden zieht sich durch die 13 Songs, Monotonie kommt dabei nicht auf: „Alles voller Welt“ ist abwechslungsreich und doch in sich stimmig. (Pressetext)


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Stunde Null sind:
Aaron Puntajer: Gesang
Jonas Rabensteiner: Gitarre
Markus Aichner: Gitarre
Michael Schweigkofler: Bass
Stefan Gantioler: Schlagzeug


Dass Südtirol immer wieder qualitativ hochwertige Bands hervorbringt, die sich deutschsprachigem Rock und Metal widmen, weiß man nicht erst seit Unantastbar oder Frei.Wild. Stunde Null bilden da keine Ausnahme und mit ihrem zweiten Studioalbum "Alles voller Welt" machen sie einen großen Schritt nach vorn. Dies ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Band für dieses Album gerade mal fünf Monate Produktionszeit hatte. Die Leidenschaft und das Herzblut, das in die Musik und in die Texte eingeflossen ist, springt sofort auf den Hörer über. Schon der Opener "Wir sind bei dir" tritt ordentlich aufs Gaspedal und ist ein Versprechen an die Fans, dass die Band auch in Zukunft noch viel vor hat. Harte Gitarren leiten "Du brichst mich nicht" ein und während die Strophen nichts an Härte verlieren, ist der Refrain deutlich melodischer. Doch selbst die ruhigen Passagen täuschen nicht darüber hinweg, dass hier eine musikalische Abrechnung mit einer zerflossenen Liebe vorgenommen wird. "Alles voller Welt" ist ein Song, mit einer sehr positiven Message, die sich auch im dazugehörigen Musikvideo widerspiegelt. Mit "Engel im Exil" gibt es die erste Ballade des Albums, der "Wunden der Zeit", "Zieh los" und "Unsere Tränen aus deinem Gesicht" folgen. Dass die Texte nicht nur einmal für Gänsehaut sorgen, haben alle Balladen gemeinsam und bei Konzerten werden diese Lieder sicherlich immer wieder für Tränen der Rührung sorgen. Wer jetzt aber befürchtet, das Album könnte von Lied zu Lied Schwung verlieren, der sollte sich zum Beispiel "Augen auf die Nacht beginnt" und "Nur mein Gesetz ist mein Gesetz" anhören. Noch mehr möchte ich aber nicht vorweg nehmen, da gerade das erste Durchhören des Albums ein Erlebnis für sich sein sollte, ohne dass man bei jedem Lied weiß, was man erwarten darf. Deshalb sollte man am 28.6. bereit sein, die heimische Anlage oder den Player ordentlich aufzudrehen und ohne jegliche Ablenkung ins Album eintauchen.

Mein Fazit: Wenn man "Alles voller Welt" mit seinem Vorgänger "Vom Schatten ins Licht" vergleicht, ist die Weiterentwicklung der Band nicht zu überhören. Stunde Null sind vielseitiger geworden, trauen sich neue Sachen auszuprobieren und klingen dabei verdammt gut. Das Album profitiert auch sehr stark davon, dass sich sowohl die Musik, als auch Aarons Stimme sehr stark vom typischen Klang der meisten Deutschrockbands abheben. Die Texte sind hervorragend geschrieben und einige gehen stark unter die Haut, während andere Texte deutlich klar machen, dass man sie auf Konzerten laut mitsingen soll und Spaß machen sollen. Die musikalische Achterbahnfahrt, die man als Hörer so erlebt, hält geschickt die Waage zwischen schnellen und ruhigeren Liedern. Dadurch sind die knapp 47 Minuten schneller vorbei als einem lieb ist. Allerdings wird so auch dafür gesorgt, dass man "Alles voller Welt" immer wieder hören möchte und es sich sehr lange im Player halten wird. Fans von deutschsprachigem Rock sollten sich "Alles voller Welt" auf jeden Fall anhören und die Band mit dem Kauf des Albums supporten. Wer sich vorab ein Bild machen möchte, dem empfehle ich "Alles voller Welt", "Du brichst mich nicht", "Engel im Exil", "Augen auf die Nacht beginnt" und "Zieh los" als Anspieltipp. 

[Bild: bewertung5.png]
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