[Folk / Weltmusik] The Trouble Notes - Liberty Awaits (2023)
#1
[Bild: libertyawaits.jpg]


Label: Foxy Records
Release: 19. Mai 2023


Tracklist:
01. Liberty Awaits
02. Never Dream Alone (Instrumental)
03. Magnolias
04. Pearl d’Alsace
05. Mayahuel
06. Sands of Time
07. Turkish Delight
08. Chips y Salsa
09. Forbidden Love
10. Tihany Tanc
11. The Banjolorian
12. Never Dream Alone


The Trouble Notes beginnen ihre Reise 2013 und feiern nun ihr 10-jähriges Band-Jubiläum. Bestehend aus dem Amerikaner Bennet Cerven, der Ecuadorianerin Carola Zerega, dem Deutschen Florian Eisenschmidt und dem Australier Julian Lardis verbindet die Band ihre eigenen, einzigartigen Einflüsse und individuellen Perspektiven auf Musik und Kunst aus vier verschiedenen Kontinenten und überbrückt angestaubte kulturelle Unterschiede genauso wie limitierende Genregrenzen. Elemente aus World Music, moderner Klassik und Tribal Dance Music treffen auf Anleihen aus Indie oder Progressive Rock bis hin zu Psychodelic, Latin Cumbica oder Nordafrikanischen Klängen. Hunderttausende Follower in den sozialen Medien, Filmmusik, Millionen von Klicks und Streams, virale Videos, wie dem zu „Grand Masquerade“, das mittlerweile 50 Mio. mal aufgerufen wurde, machen die Band schnell zum weltweiten Phänomen und führen mit dem Debütalbum „Lose Your Ties“ im Gepäck zu weltweit ausverkauften Headliner-Touren und Slots auf den größten Festivals. (Quelle: Absolut Promotion)


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The Trouble Notes sind:
Bennet Cerven: Violine, Gesang, Bass & Piano
Florian Eisenschmidt: Gitarre & Banjo
Oliver Maguire: Percussion & Handpan
Carola Zerega: Gesang, Flöte & Percussion
Gastmusiker:innen:
Freddy Dubois: Piano  
Olivier Van Bettsbrugge: Bass


The Trouble Notes erschaffen mit ihrer Musik eine eigene Welt, in der sie den Hörer auch in "Liberty Awaits" einladen. Schon die ersten Klänge des titelgebenden Liedes "Liberty Awaits" erzeugen eine unglaubliche Faszination, die durch das Zusammenspiel des sphärischen Gesanges und der Musik wie der Soundtrack eines Fantasyfilms klingen. "Never Dream Alone" wirkt vom Namen her wie eine Einladung, "Liberty Awaits" nicht allein zu hören. Der schnelle Rhythmus, Freddy Dubois am Piano und das virtuose Violinenspiel von Bennet Cerven sind sehr fesselnd und man ist fast schon enttäuscht, wenn dieses Stück vorbei ist. Mit verträumten Klängen geht es in "Magnolias" weiter. Bennet Cerven lässt die Violine hier regelrecht singen und zeigt, dass er ein wirklich begnadeter Musiker ist. "Pearl d’Alsace" beginnt erst mit einer ruhigen Melodie, bis Percussion und Gitarre einen rhythmischen Zwischenpart einlegen, nur um sich am Ende dann wieder mit der Violine zu vereinen. Wunderschöne spanische Klänge gibt es bei "Mayahuel" zu hören. Olivier Van Bettsbrugges sorgt am Bass für ordentlich Schwung in der Melodie. Der Name gehört einer mexikanischen beziehungsweie aztekischen Göttin, der hier eine Melodie gewidmet wurde. "Sands of Time" lässt orientalischen Einflüssen freien Lauf. Schließt man die Augen, kann man sich sehr gut vorstellen, in einer Oase zu sitzen oder einer vorbeilaufenden Karawane hinterherzuschauen. Wie der Name "Turkish Delight" schon vermuten lässt, wird man hier an die türkische Musikwelt herangeführt und man bekommt beim Hören regelrecht Fernweh und Lust, dieses Land einmal zu bereisen. Still sitzenbleiben ist bei "Chips y Salsa" kaum möglich. Rhythmus und Melodie fordern stark zum Tanzen auf und wer hier nicht reagiert, hat keine Musik im Blut. Ruhiger und melancholischer geht es mit "Forbidden Love" weiter, das diesmal spanische Eindrücke vermittelt. Wieder wird auf Gesang verzichtet, da die Violine als "Stimme" jedes Gefühl spürbar vermitteln kann. Tihany ist eine Gemeinde und Halbinsel in Ungarn, die am nördlichen Ufer des Balatons liegt. Der "Tihany Tanc" oder "Tihany Tanz" lässt die Liebe zu diesem Ort musikalisch aufleben. Wie schon bei "Never Dream Alone" ist durch das Piano noch einmal ein besonderes Element eingebaut, das der Melodie noch einmal das gewisse Etwas gibt. In "The Banjolorian" ist nicht nur das namensgebende Instrument zu hören, sondern auch eine Handpan, die dem Lied eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Hier wird zum Abschluss noch einmal gezeigt, wie organisch alle Instrumente eine Einheit bilden und dass man nie weiß, welchen Weg ein Lied geht, bis man es im Ganzen gehört hat. Als Bonus gibt es noch eine zweite Version von "Never Dream Alone", in dem diesmal Gesang zu hören ist. So schön dieser auch klingt, wirkt er doch irgendwie fehl am Platz, wenn man vorher die instrumentale Version gehört hat.

Mein Fazit: Die Musik von The Trouble Notes zu beschreiben ist alles andere einfach. Sie ist faszinierend und fesselnd und kommt ohne viele Worte aus, da sie in den meisten Liedern für sich selbst spricht. Frei von jeder Genregrenze gehen die Stile auch innerhalb von einzelnen Liedern nahtlos und organisch ineinander über. So kann es sein, dass man eben noch einer verträumten Melodie lauscht, die plötzlich schneller wird und auf die man wie von allein zu tanzen beginnt. Bei den internationalen Einflüssen, die in die Lieder eingebunden werden, ist es kaum möglich den Stil mit Worten zu beschreiben. "Liberty Awaits" ist ein Album, das man hören und fühlen muss, um es zu verstehen.Dabei reicht ein Durchgang auf keinen Fall aus, um die vielen kleinen Details in den Liedern zu entdecken. Dass diese nicht untergehen, dafür wurde beim Abmischen des Albums gesorgt. Aus diesen Gründen taucht man liebend gern erneut in die musikalische Welt von The Trouble Notes ein. Um einen kleinen Eindruck zu gewinnen und nicht, weil eins der Lieder schwächer als andere wäre, sind meine Anspieltipps "Liberty Awaits", "Never Dream Alone" als Instrumental Version, "Tihany Tanc" und "Forbidden Love". 

[Bild: bewertung5.png]
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