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  April 2018
Geschrieben von: Tommy2Rock - 31.03.2018, 07:22 - Forum: Durchgehört Charts Vorschläge - Antworten (12)

Hallo Freunde,

auch für den April dürft ihr wieder Vorschläge machen und zwar bis zum 3. April um 12 Uhr.

Folgende Dinge sind dabei wichtig:

- Jeder User darf einmalig im Monat 5 Songs von 5 verschiedenen Bands vorschlagen. IPs und Sessions werden gespeichert und wer mehr als einmal wählt,  findet seine Vorschläge nicht in den Charts. Sollte das Voting voll sein gebe ich Bescheid, dann können nur noch Liedvorschläge für die genannten Bands gemacht werden. Der Song mit den meisten  Vorschlägen wird im Voting aufgenommen.
- Die Songs sind in folgender Weise zu machen: Band - Song (Beispiel: ASP - zutiefst). Sollte der Vorschlag nicht erkennbar sein, wird er ignoriert.
- Die Songs müssen bereits im Programm von Durchgehört gespielt werden. Neuvorstellungen werden von Durchgehört selbst gewählt. Falls euch etwas im Programm fehlt, könnt ihr dies über die Wunschbox ins Programm einbringen, solange die Bands nicht auf der internen Sperrliste stehen oder die Lieder nicht jugendfrei sind.
- Songs, die es nur als Youtube Video usw. gibt, werden nicht ins Voting aufgenommen.
- Musiker und Bands die sich selbst vorschlagen werden nur aufgenommen, wenn von Hörerseite nicht genugVorschläge gemacht werden, um die Liste zu füllen.
- Wird kein neuer Song vorgeschlagen, wird die Songauswahl für das anstehende Voting von Durchgehört getroffen und kann im Folgemonat wieder durch Vorschläge verändert werden.
- Sollten deine Vorschläge nicht zu finden sein, werden sie mindestens in einem Punkt den genannten Regeln widersprechen. Letztendlich sind es aber nur Vorschläge und welche davon in die Charts aufgenommen werden, ist die Entscheidung von Durchgehört.


Folgende Bands stehen aufgrund der Top 30 im März schon fest, ihr könnt aber Lieder vorschlagen, die für die Charts eingesetzt werden sollen.



Aeverium
Amaranthe
ASP
Auri
Bad Wolves
Blind Channel
Böhse Onkelz
BRDigung

Breaking Benjamin
Cyhra
dArtagnan
Die Habenichtse
Diztord
Duivelspack
Frei.Wild
Joachim Witt – Quo Vadis (feat. U96)
Letzte Instanz
Linkin Park
Mike Shinoda
Nachtgeschrei
Onlap
Orphaned Land
Rise Against
SDP d
Skillet
Sunfire
The Legion:Ghost
Three Days Grace
Versengold
Volbeat
William



Folgende Bands waren Neuvorstellungen, bei denen die Lieder nicht ausgetauscht werden:

Hexed – Netherworld
Inner Core – Sweet Addiciton
J.B.O. - Du hast dein Smartphone vergessen
Mr. Irish Bastard - Pirates Of The Irish Sea
Scrum - Long Lost Friend
Sunfire feat. ThunderCrow – Yoyo


Und jetzt bin ich sehr gespannt auf eure Vorschläge für die  Top 30 im April.


- Tommy -

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  März
Geschrieben von: Tommy2Rock - 31.03.2018, 06:45 - Forum: 2018 - Keine Antworten

Hier sind die von euch gewählten Top 30 des Monats:

01. BRDigung - Ikarus oder Peter Pan 153 Stimmen
02. ASP - 20.000 Meilen 144 Stimmen
03. Linkin Park - Heavy 141 Stimmen

04. Mike Shinoda - Watching as I fall 136 Stimmen
05. Böhse Onkelz - Gott hat ein Problem 133 Stimmen
06. Blind Channel – Wolfpack 128 Stimmen
07. Cyhra – Karma 126 Stimmen
08. Bad Wolves - Zombie 121 Stimmen
09. Three Days Grace - Right Left Wrong 117 Stimmen
10. Volbeat – Seal The Deal 113 Stimmen

11. Onlap – Motivation Song 108 Stimmen
12. Joachim Witt – Quo Vadis (feat. U96) 105 Stimmen
13. dArtagnan – Wir schmieden das Eisen 101 Stimmen
14. Orphaned Land - Like Orpheus 99 Stimmen
15. SDP – Als ich Mädchen noch scheiße fand 95 Stimmen
16. Breaking Benjamin - Blood 91 Stimmen
17. Diztord – I feel fine 86 Stimmen
18. Versengold – Verliebt in eine Insel 82 Stimmen
19. Letzte Instanz – Children (feat. Orphaned Land) 80 Stimmen
20. Duivelspack - Cantus Phallus 76 Stimmen

21. Die Habenichtse – Wir sind nicht dick 71 Stimmen
22. Skillet – Feel Invincible 68 Stimmen
23. Frei.Wild - Und ich war wieder da 66 Stimmen
24. Aeverium – Time 64 Stimmen
25. Auri – The Space Between 62 Stimmen
26. Amaranthe - Endlessly 60 Stimmen
27. Rise Against - Hero of War 58 Stimmen
28. Nachtgeschrei - Kämpf um mich 56 Stimmen
29. The Legion:Ghost - No Happy End    54 Stimmen
30. William – Long may you run 52 Stimmen
Übersicht mit allen Stimmen

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  [PaganFolk/EarthFolk] OMNIA - Reflexions (VÖ: 30.03.)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 28.03.2018, 15:37 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: reflexions.jpg]


Tracklist:
01. Shaman of Chaos (Shamaniac - Prayer)
02. Niiv's Cauldron (Wytche's Brew -Niiv - Babu Bawu)
03. Jabbermoon (Jabberwocky - Moon)
04. Alive Until We Die (Alive! - Dance Until We Die - I Don't Speak Human)
05. Caveman (Crazy Man - Cernunnos - Free Bird Fly - Kokopelli - Earth Warrior)
06. Toyz In The Attic (Toys In The Attic)
07. Luna's Coracle (En Avant Blonde - Uvil Uvil - Luna - Jenny's Tits)
08. Suck My Flute (Richars Parker's Fancy - Fee Ra Huri - Saltatio Vita - Kokopelli)
09. Musick (I Don't Speak Human - Xtatica - Fee Ra Huri - Stand Up)
10. Auguries Of Love (Sing For Love - Auguries OF Innocence)
11. A World Of Omnia (Dúlamán - Old Man Tree - Niiv - Dil Gaya - Auto Luonto)


In "Reflexions" steckt jede Menge Liebe und ist das Ergebnis einer langen, intensiven Zusammenarbeit und Freundschaft dreier erfolgreicher Pagan Music Produzenten (die, welch ein Zufall auch allesamt begnadete Musiker und Komponisten sind). Aber "Reflexions" ist auch das Ergebnis unzähliger rarer Studiotracks aus dem sieben Alben ("Prayer", "Naked Harp", "Earth Warrior", "Musick & Poëtree", "Wolf Love", "World of OMNIA" & "Alive!") umfassenden Katalog Omnias aus den letzten zehn Jahren. Und das, was die Produzenten und Omnia da zusammenführen ist ein bisher einmaliges Konzept des Songwrtings, Mixings und der Kunst.  Über eineinhalb Jahre lang haben Christopher Juul (Produzent von Valravn, Heilung, Euzen), Jenny und SteveSic sich in einen Prozess des Überdenkens und Überarbeitens begeben. Überarbeitet wurden dabei einzelne Songs, aber auch ganze Omnia Alben. Und so entstanden komplett neue Songs aus vielen einzelnen Versatzstücken; eine erhörbare Geistesreise bis hin zu einer psycho-schamanischen "World Of Omnia". "Reflexions" ist Omnias schamanischer Pagan Folk Sound aus Atem, Knochen, Holz, Haut und Stein und all den anderen Elementen ihres Kosmos. Die Band und Mit-Produzent Christopher Juul haben eine spirituelle und emotionale Musikerfahrung geschaffen, die ihres Gleichen sucht. (Quelle: OMNIA)


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Musikerliste von Omnia - Reflexions:
Steve Sic Evans-van der Harten: Vocals, Dragonvoice, Irish Bouzouki, Neo-Celtic Duoble Flutes, Irish Whistle, Low D Whistle, Alto-D Overtone Flute, Chinese Bawu Flute, Mouth Harp, Percussion
Jennifer Evans-van der Harten: Vocals, Neo-Celtic Harp, Harp, Piano, Hurdy-Gurdy, Bodhrán, Hammered Dulcimer, Spoons
Daphyd Sens: Slideridoo, Didgeridoo, backing Vocals
Rob van Barschot: Drumkit, Percussion, shouts
sowie:
Joe Hennon, Maral Haggi Moni, Maria Franz, Darina Zlatkova, Yasen Lazarov, Peter Todorov, Louis Aubri, Satria Karsono, Kristoffer Gildenlöw, Joost van Es, The living Planet and her biosphere


OMNIA sagen über sich selbst, dass sie kein Showact sind und das alles was sie auf der Bühne zeigen ihre wirkliche Lebenseinstellung ist. In den letzten Jahren hat dies nicht nur zu Problemen mit diversen Veranstaltern geführt, sondern auch dazu, dass die Musik oft in den Hintergrund geraten ist und Fans sich, durch die teilweise schon fanatisch wirkenden Aussagen, abgewendet haben. Blickt man nun auf das musikalische Werk der Band so ist dies sehr schade, denn "Reflexions" zeigt sehr gut auf, wie gut OMNIA als Band sind. Das Album ist dabei nicht einfach nur ein Best Of mit ausgewählten Liedern, sondern Neuaufnahmen und Neukonstruktionen aus dem großen Fundus der Band. "Suck My Flute" dürfte vielen anfangs nur wie eine Neuaufnahme von "Fee Ra Huri" klingen, doch in Wahrheit sind dort Teilstücke aus 4 Liedern vorhanden, die zusammen ein großes Ganzes ergeben. Dies ist bei allen Liedern so gemacht worden, mit Ausnahme von "Toyz In The Attic" das einen reinen Remix des Stückes darstellt. Ob die Art und Weise nun so einmalig und vorher nie dagewesen ist, wie OMNIA es selbst betonen, sei mal dahingestellt. Es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass man hier etwas neues erschaffen hat und viel Arbeit und Liebe in diesen Aufnahmen stecken. Durch die neuen Abmischungen und die Vielzahl der Instrumente und Effekte ist das Album nicht nur für Fans geeignet. Das Christopher Juul hier als Produzent beteiligt gewesen ist, werden Fans von Valravn und Euzen garantiert raushören, da er seine eigene persönliche Note in den Klang eingebracht hat.

Mein Fazit: Anstatt einfach ein Best Of zu machen, indem man Lieder zusammenfügt, die es schon auf anderen Alben gibt und die Fans dann schon besitzen, haben OMNIA bei "Reflexions" einen anderen Weg gewählt. Das Album ist nicht nur die Reflektion der Alben von 2006 bis 2017, sondern auch eine Ansammlung von neuen Ideen, neuen Elementen und der Liebe zur Musik. Aus vielen Einzelteilen wurden so neue Lieder erschaffen, die den Geist bekannter OMNIA Stücke enthalten. Oft muss man Lieder mehrfach abspielen, um alles rauszuhören was für den Remix verwendet worden ist und das führt dazu, dass das Album immer wieder im Player landet. OMNIA entführen den Hörer so auf eine Entdeckungsreise, die nicht nur sehr gut klingt, sondern auch sehr viel Spaß macht. Mit "Suck My Flut" und dem Video dazu, haben OMNIA schon gezeigt was man erwarten kann und so ist dieses Lied auch mein einziger Anspieltipp um sich auf das Album einzustimmen und auf die eigene Entdeckungsreise zu gehen.  

[Bild: bewertung4_5.png] 

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  [Liedermacher] Tim "Doc Fritz" Liebert - ÜberLandFahrt (2018)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 22.03.2018, 21:46 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: docfritz.jpg]


Tracklist:
01. Oles Boot
02. Zurück
03. Durch die Ebene / Zug nach Brasov / ÜberLandFahrt
04. Dieser Tag
05. Sie ist wieder weg
06. Paulis Rag
07. In voller Fahrt / Durchs Delta
08. Die Gedanken (Zu Dir)
09. Katrinlied
10. Honky Hora
11. Ade zur guten Nacht


Mit HüSCH! hat Tim „Doc Fritz“ Liebert 2014 "Bann dr Morche grauit" und 2016 "Jetzt, heut und hier" sowie mit Paulines Choice 2017 "A Night in Stromness" veröffentlicht. 2018 gibt Tim „Doc Fritz“ Liebert endlich sein Solo-Debüt unter dem Namen ÜberLandFahrt. Der Elftitler ist daher eine über die Jahre gewachsene Sammlung an Impressionen von schrägen Charakteren über ratternde Zugfahrten bis hin zur Suche nach den eigenen Wurzeln. Neben selbst Verfasstem bietet es Vertonungen von Ringelnatz oder „weitergeschriebene“ traditionelle Lieder. Obwohl man in seiner Musik den wilden Balkan, Pubs am Atlantik oder die Tanzmusik der Appalachen hören kann, basiert sie doch auf der eigenen Tradition. Alle Stücke wurden für Waldzither und Mundharmonika geschrieben und haben damit ein unverwechselbares musikalisches Gewandt und einen hohen Grad an Authentizität. (Quelle)


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Musiker auf "ÜberLandFahrt":

Tim "Doc Fritz" Liebert: Gesang, Bass- und Waldzither, Mundharmonika, Mandoline, Banjo, Stomp
Lisa-Lou Pfeiffer: Bratsche, Gesang
Pauline Pfeiffer: Geige, Gesang
Antje Holzbauer: Geige
Irina Storozev: Akkordeon, Cajon
Josa: Mundharmonika, Gesang
Rüdiger "Rudi" Mund: Gesang


Wenn man die Liste der Musiker sieht, die auf "ÜberLandFahrt" dabei sind, kommt im ersten Moment die Frage auf, wie man hier von einem Soloalbum sprechen kann, wenn so offensichtlich Namen auftauchen, die in den anderen Projekten vom Tim Liebert mitwirken. Die Antwort ist relativ einfach, denn das Album hat einen ganz eigenen Klang, den man nicht mit HüSCH! oder Paulines Choice vergleichen kann. Die persönlichen Geschichten Lieberts werden durch kurze Texte im Booklet erklärt und geben den Lieder noch mehr Tiefe. Seine Stimme passt perfekt zum Stil des Albums und man merkt den Texten an, dass sie nicht frei erfundene Geschichten sind. Die Mischung der Instrumente und auch das Zusammenspiel aller Musiker ergibt einen nicht alltäglichen Klang, der von Lied zu Lied variiert. Dadurch wird das Interesse des Hörers sehr hochgehalten, da es keinen sich wiederholenden Aufbau der Lieder auf "ÜberLandFahrt" gibt. Das Album ist vielleicht nicht für den Mainstream geeignet, richtet sich dafür an jeden Hörer, der persönliche und handgemachte Musik liebt.

Mein Fazit: Tim Liebert schafft es auf "ÜberLandFahrt" ein Gleichgewicht zwischen Melancholie und Leichtigkeit zu halten, indem er genau an den richtigen Stellen den Grundton der Lieder und das Tempo ändert. So startet das Album mit "Oles Boot" mit einem nachdenklich klingenden Lied. Im dritten Lied "Durch die Ebene / Zug nach Brasov / ÜberLandFahrt" findet eine Reise statt,  in der der fahrende Zug durch den Rhythmus regelrecht durch den Raum fährt. "Dieser Tag" ist ein Blues für alle, die schon im Bett merken das der Tag nichts wird. Spätestens bei "Paulis Rag" wird dann auch das Tanzbein geschwungen. Diese Achterbahnfahrt aus Gefühlen, echten Erlebnissen und vielen persönlichen Eindrücken Tim Lieberts macht "ÜberLandFahrt" zu einem persönlichen Fingerabdruck in der deutschen Musiklandschaft. Beim Hören kommt die Lust auf, selbst auf die "ÜberLandFahrt" zu gehen und Tim Liebert selbst schreibt  im Booklet dazu einen passenden Satz, der hier auch als Abschluss dienen soll:  "Dann mal den Rucksack geschnürt und los!"

[Bild: bewertung4.png]

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  [Punkrock] Unantastbar - Leben Lieben Leiden (2018)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 20.03.2018, 17:57 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: unantastbar.jpg]


Tracklist:

01. Nur noch diese Lieder
02. Unsere Waffen
03. Du fehlst
04. Alles zerrinnt
05. Mein größtes Glück
06. Unsterblich
07. Tränen weinen, Tränen lachen
08. Schlaflos
09. Nie wieder fallen
10. Bis die Lichter verglühen
11. Ich bau alles neu
12. Im Gleichschritt in den Abgrund
13. Junge, wach auf!


Leben, Lieben, Leiden - Welcher Band kann man diese Gefühlszustände abnehmen, wenn nicht den fünf Punk Rockern aus Südtirol. Stehen Unantastbar doch schon seit fast 14 Jahren für ehrliche, gerade aber auch emotionale Musik. So ziehen sich genau diese Themen wie ein roter Faden durch die Songs. "Leben, Lieben, Leiden" - ein Einblick in Abgründe, die öffentliche Zurschaustellung von tiefsten Seelenzuständen. Freude, Leid und Emotionen liegen wie so oft dicht beieinander. Aber Unantastbar hat auch jederzeit den Finger am Abzug, um das bestehende Unrecht in dieser Welt anzuprangern, eine Herzensangelegenheit. Dabei ist das Album keine düstere Platte geworden, ganz im Gegenteil. Die farblichen Facetten schimmern aus jedem Ton und selbst zeitkritische Themen werden ohne Rücksicht auf Verluste angepackt. Sie sind gereift, die ewigen Rebellen. Keine Frage. Aber sie sind nicht müde und das ist der große Unterschied. Viele denken sich in diesen grauen Tagen ihren Teil. Unantastbar prangert weiter an, legt den Finger in die Wunde und befreit sich somit von allen Lasten. Immer Laut, niemals Leise.



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Unantastbar sind:
Joachim "Joggl" Bergmeister: Gesang
Christian Heiss: Gitarre
Thomas Conrater: Gitarre
Mathias "Spitzi" Speranza: Bass
Florian "Schkal" Wieser: Drums

Seit 2004 gibt es Unantastbar schon und die fünf Freunde, die sich damals entschlossen haben gemeinsam Musik zu machen, sind bis heute in dieser Besetzung unterwegs. Jenseits von politischen Extremen, geht es in den Liedern um Freundschaft, Liebe, Gesellschaftskritik und Dinge, die sie aus dem eigenen Leben aufarbeiten. Dies wird schon im Titel des aktuellen Albums "Leben Lieben Leiden" betont und die 13 Lieder bieten eine Achterbahnfahrt aus genau diesen drei Punkten. Man macht Außenseitern Mut, vermisst geliebte Personen oder leidet, weil das eigene Herz und der Verstand gegeneinander arbeiten. Doch auch die schönen Dinge im Leben werden gefeiert und so ist dieses Album sehr abwechslungsreich und zeigt deutlich, wie facettenreich das Songwriting der Band ist. Der Sound des Albums wird durch harte Gitarrenriffs und der rauen und gleichzeitig gefühlvollen Stimme von Sänger Joachim dominiert. Doch auch der Bass und das Schlagzeug sind mit ordentlich Druck abgemischt worden.

Mein Fazit: Bei Rock aus Südtirol zucken viele erstmal zusammen und denken an Frei.Wild und den, durch Medien gehypten, zweifelhaften Ruf. Wer allerdings patriotische Texte und politisch-provokante Themen befürchtet, wird bei Unantastbar positiv überrascht werden. Natürlich feiert man sich auch ein wenig selbst, was zum Punkrock schon dazugehört, die Themen sind allerdings aus dem Leben gegriffen und in viele besungene Situationen kann man sich sofort hineinversetzten. Die drei großen Themen des Albums, die auch im Titel "Leben Lieben Leiden" zusammengefasst sind, werden ausgiebig und aus vielen Blickwinkeln betrachtet und besungen und bieten die ein oder andere Hymne, die lange im Ohr bleiben. Meine Anspieltipps sind "Unsere Waffen", "Du fehlst" und "Schlaflos", die einen guten Einblick ins Album bieten und auch zum Einstieg in die Musik von Unantasbar sehr gut geeignet sind.

[Bild: bewertung4_5.png]

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  [Modern Metal] The Legion:Ghost - With Courage Of Despair (2018)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 16.03.2018, 18:12 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: legion.jpg]



Tacklist:
01. Discharged
02. No Happy End
03. Thy Will Be Done
04. The Counterweight
05. Xenophobia
06. Family Ties
07. Take Away My Scars
08. For The Greater Good
09. F60.0
10. Sex Up
11. Until The Day We Die
12. Swansong


2015 angetreten, gründlich in der Modern Metal Szene aufzuräumen, melden sich THE LEGION:GHOST mit ihrem Zweitwerk zurück. WITH COURAGE OF DESPAIR heißt die neue Scheibe und schlug das 2016er Debüt der fünf Rheinländer schon so kräftig ein wie eine Bombe, so tritt das Quintett nun ordentlich nach: 12 nagelneue Tracks zwischen brachialer Härte und packender Melodie, düsterer Atmosphäre und bittersüßer Tragik hämmern auf das Trommelfell und nageln sich tief und fest ins Hörzentrum. Kein Wunder, haben die Geisterlegionäre doch musikalisch eine Menge zu bieten: Donnernde Blasts und virtuose Fills, die die Songs unbarmherzig vorwärts peitschen und zusammen mit dem großartig groovenden Bass ein rhythmisches Fundament bilden, auf dem man eine erdbebensichere Festung errichten könnte. Darüber bilden die beiden sich umspielenden Gitarren eine massive Soundwand aus mitreißenden Riffs und vollendeten Soli. Und als Krönung Fronter Kevins Kearns unnachahmlich variantenreiche Vocals, deren Repertoire von brutalen Growls bis zu leisen, nachdenklichen Tönen reicht und wirklich alle Punkte der Skala abdeckt. (Quelle)


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The Legion:Ghost sind:
Kevin - Gesang
Uli - Gitarren
Klaus - Gitarren
Markus - Bass
Ben - Schlagzeug


Das The Legion:Ghost ordentlich abliefern können, haben sie bereits mit dem Erstling "Two For Eternity" bewiesen. Nun legen sie mit "With Courage Of Despair" nach und gehen in jeder Hinsicht einen großen Schritt nach vorn. Der Sound klingt fetter und gleichzeitig runder, ohne glattgebügelt zu sein. Schon im Opener "Discharged" wird ordentlich Gas gegeben und das Tempo wird nur an wenigen Stellen verändert, was den ruhigen Abschluss durch "Swan Song" noch mehr betont. Kompromisslos zeigt man sich aber nicht nur musikalisch, auch die Texte haben es in sich und es wird kein Blatt vor den Mund genommen. In jedem Fall lohnt es sich genau auf die Texte zu achten, denn die Themen haben es in sich und auch wenn die Lieder geradezu zum headbangen einladen, ist keines davon belanglos. Aus diesem Grund gehe ich an dieser Stelle auch nicht ins Detail, sondern lasse jedem Hörer die Chance alle Songs für sich selbst zu entdecken.

Mein Fazit: Im März so ein Album herauszubringen ist schon fast unfair. Nicht nur das The Legion:Ghost mit "With Courage Of Despair" die deutsche Metalszene ordentlich wachrütteln werden, nein, sie legen auch einen Kandidaten für das Album des Jahres vor. Harte Gitarren, treibende Drumbeats und ein wunderbarer Kontrast zwischen klarem Gesang und Shouts sorgen für einen Sound, der die Gehörgänge ordentlich durchbläst. Gleichzeitig ist das Album aber auch sehr melodisch und überrascht immer wieder. Das man bei The Legion:Ghost keinen Kuschelrock erwarten darf, wird aber schnell klargemacht und sollte für Fans der Band auch nicht verwunderlich sein. Wer Bands wie Bullet For My Valentine, Killswitch Engage, Machine Head oder auch Goodbye To Gravity mag, der wird sich auch als neuer Hörer sofort wohl fühlen und schnell in das Album reinhören. Als Anspieltipps kann ich "Until The Day We Die", "Discharged" und "Swan Song" sehr empfehlen und eine klare Kaufempfehlung gibt es obendrauf für alle Hörer, die auf Modern Metal stehen.



[Bild: bewertung5.png]

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  Die Gruselserie Folge 03: H. G. Francis - Dracula, König der Vampire
Geschrieben von: Tommy2Rock - 13.03.2018, 15:55 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA - Keine Antworten

[Bild: dracula.jpg]



Hörspiel von H. G. Francis nach dem Roman von Bram Stoker
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 41Minuten Laufzeit


Ein düsteres Schloss in den Karpaten - Draculas Schlupfwinkel. Jonathan Harker und seine Verlobte Mina Harker als Gefangene eines unbekannten Wesens von nicht vorstellbarer Grausamkeit! Unsagbare Dinge passieren! Die Stunde des Todes naht, die Maske des Grafen fällt...


Sprecher:
Charles Regnier: Graf Dracula
Günther Ungeheuer: Jonathan Harker
Reinhilt Schneider: Mina Harker
Ingrid Dreier: 1. weiblicher Vampir
Dörthe Kiesling: 2. weiblicher Vampir
Elise Gruber: 3. weiblicher Vampir
Katharina Brauren: weiblicher Fahrgast
Horst Stark: männlicher Fahrgast
Ernst von Klippstein: Kutscher
Marianne Kehlau: Frau 


Nachdem Dracula in der vorherigen Folge "Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten" trotz des Titels eine Nebenfigur gewesen ist, darf er nun im Mittelpunkt stehen. H. G. Francis hat sich bei seiner Umsetzung frei an Bram Stokers Romanvorlage bedient und die Handlung so abgekürzt, dass sie in hörspielgerechter Länge erzählt werden kann. Im Gegensatz zum Original spielt die Geschichte ausschließlich in Transsylvanien und nicht zum Teil in England. Die meisten der wichtigen Handlungspunkte aus Jonathan Harkers Reisebuch sind aber enthalten und können auch heute noch für die ein oder andere Gänsehaut sorgen. Durch das Wegfallen der Ereignisse in England fehlen allerdings berühmte Figuren, wie zum Beispiel Dr. van Helsing, oder der unter dem Bann Draculas stehende Renfield. Charles Regnier verleiht dem Grafen zahlreiche Facetten und versteht es genau seine Stimme so einzusetzen, dass die Szenen mit ihm immer etwas bedrohliches haben. Reinhilt Schneider und Günther Ungeheuer wirken sehr glaubhaft und auch der Schrecken, den die Wahrheit über Dracula bei beiden auslöst, wirkt sehr realistisch. Die Musik untermalt die Geschichte sehr gut, wobei die Originalmusik aus der 1981er Version deutlich passender ist, als die moderneren Klänge der Neuaflage aus dem Jahr 1999. Auch wenn Dracula in diesem Hörspiel besiegt und sein Körper vernichtet wird, gibt es mit Folge 10 "Draculas Insel, Kerker des Grauens" eine Rückkehr Draculas, die auch eine Fortsetzung dieser Folge darstellt.

Mein Fazit: Mit dieser Folge gibt es nun ein erstes Highlight in der Gruselserie. Die Geschichte wurde so bearbeitet, dass sowohl Jugendliche, als auch Erwachsene Freude am Hörspiel haben können. Die Altersempfehlung von 12 bzw 14 Jahren, je nach Version,  sollte aufgrund der Thematik durchaus Beachtung finden. Die meisten Szenen sind nur angedeutet, könnten für jüngere Hörer dennoch verstörend wirken, auch wenn Vampire heutzutage nicht mehr der große Schrecken früherer Zeiten sind. EUROPA hat das Thema Dracula schon vorher vertont, dennoch hebt sich diese Folge durch die sehr guten Sprecher und die aufwändige Produktion von älteren Hörpielen ab. Unter Sammlern ist "Dracula, König der Vampire" sehr beliebt und wer sich mit Vampiren beschäftigt, sollte sich diese Umsetzung nicht entgehen lassen.

[Bild: bewertung4_5.png]

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  [Liedermacher] Waldgeist - Hexenwerk (2017)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 11.03.2018, 16:28 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: waldgeist.jpg]



Tracklist:
01. SOS
02. Utopie
03. Lebenskünstler
04. Klischee
05. Geschenk
06. Edengarten
07. Blaues Taxi
08. Schmuddelkind
09. Krone
10. Träumer
11. Straßenköter
12. Klischee (live)
13. Outro


Waldgeist-Musik ist eben doch ein Hexenwerk! Mit ihrem Debütalbum „Hexenwerk“ verwirklicht sich die Hamburger Band einen Traum. Nicht den Traum von der perfekten Harmonie und auch nicht den vom American Dream, aber den Traum von der Musik, der Freiheit, der vertonten Emotion, kurzum: vom eigenen Album. Textlich und konzeptionell versucht das „Hexenwerk“, die Sehnsucht zu vertonen. Es stellt die Frage nach dem Sinn und stellt den Sinn in Frage. Thematisiert wird vor allem die Selbstfindung und die Suche nach neuen Werten in einer Zeit, in der die alten überholt und antiquiert scheinen. Mal verträumt, mal ironisch, mal wütend und mal traurig lädt „Hexenwerk“ zu einer Reise durch das eigene Empfinden ein. (Quelle: Prosodia)


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Waldgeist sind:

Micha, der Weise: Gesang
Maddin, der Haarige: Gitarre
Benno, der, der Clown ist: Texte und Management


Die selbst ernannten „Flachlandpoeten mit Tiefgang“ aus Hamburg sind die Punkrocker unter den Liedermachern. Frech, ehrlich und immer geradeaus zeigen sie in ihren Liedern was sie beschäftigt und wie sie Dinge sehen. Jeder bringt sich dabei auf seine Art und Weise ein. Während Benno die Texte schreibt und sich ums Management kümmert, ist Micha die Stimme der Band, die durch Maddin an der Gitarre unterstützt wird. Schnell wird hörbar, dass es nicht um großartige Effekte und die perfekte Aufnahme geht, sondern um die Freiheit, so Musik machen zu können, wie man es selbst möchte. Michas Stimme hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert und er bringt die Texte sehr authentisch rüber. Maddin zeigt von Lied zu Lied wie abwechslungsreich sein Gitarrenspiel ist und Bennos Texte sorgen immer wieder für ein Grinsen an der richtigen Stelle, regen aber auch zum Nachdenken an, ohne die Stimmung dabei nach unten zu drücken. Mit ihrem Debütalbum "Hexenwerk" haben sie sich viele Türen geöffnet und sorgen für einen sehr guten ersten Eindruck.

Mein Fazit: Wer bei Waldgeist die perfekten Melodien und hochproduzierte Musik erwartet, der wird nicht unbedingt begeistert von dieser Truppe sein. Wer dagegen ein Album sucht, bei dem die Liebe zur Musik erkennbar ist und die kleinen Ecken und Kanten durch tiefgründige Texte und Seitenhiebe auf die Gesellschaft abgerundet werden, der wird viel Spaß am "Hexenwerk" haben. In Liedern wie "Klischee" und "Blaues Taxi" zeigen Waldgeist wie geschickt sie mit Worten spielen können und auch das sie sehr viel Humor besitzen. Ein Vergleich mit Das Niveau oder auch Hasenscheisse ist an einigen Stellen durchaus möglich, allerdings wird hier nichts kopiert und die eigene Identität ist in jedem Moment hörbar. Waldgeist zeigen mit "Hexenwerk" schon sehr gut, was man zukünftig von ihnen erwarten darf und gerade mit "Klischee" haben sie eine Hymne im Gepäck, die eines der größten Probleme unseres Zeitalters behandelt. "Klischee", "Schmuddelkind", "Blaues Taxi" und "Lebenskünstler" sind meine Anspieltipps.

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  [Alternative] Joachim Witt - Rübezahl (VÖ: 23.03.)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 09.03.2018, 14:49 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: ruebezahl.jpg]


Tracklist:
01. Herr der Berge
02. Ich will leben
03. mon
04. Goldrausch
05. Mein Diamant
06. Wofür Du stehst
07. Quo Vadis (feat. U96)
08. 1000 Seelen
09. Eis und Schnee
10. Agonie
11. Wenn der Winter kommt
12. Leben und Tod
13. Wiedersehen Woanders
14. Jeanny, Pt. 1 (feat. MajorVoice) [Bonustrack der digitalen Version]


Viele Male erfand Joachim Witt sich bereits neu und gestaltet immer am Nerv der Zeit maßgeblich deutsche Musikgeschichte. Er stellte sich schon immer, manchmal provokativ, seinen Kritikern und scheute vor Politik- und Gesellschaftskritik nie zurück. Zeitlos sind seine Hits "Der Goldene Reiter", der den ausufernden Kapitalismus mit seinem Wahnsinn in dieser Welt beschreibt und "Die Flut" , der das Streben nach einem besseren Leben auf unserer Erde darstellt. 16 Alben veröffentlichte Witt seit 1980. Beginnend mit Silberblick, welches auch "Der Goldene Reiter" beinhaltet, über das 1998 erschienene Comeback-Erfolgsalbum Bayreuth I, das Platin-Status erreichte, bis "DOM" in 2012 mit der Singleauskopplung "Gloria" und dem kontrovers diskutierten Video dazu. Eine besonders enge Verbindung zu seinen Fans baute Witt über seine letzten Alben ICH und THRON auf, die er durch eine Crowdfunding-Kampagne realisiert hat, um unabhängig von Dritten an seinen musikalischen Visionen arbeiten zu können. So entstand nun auch das neueste Werk des Ausnahmekünstlers: "Rübezahl". Melancholisch, magisch und dunkel. In Zusammenarbeit mit Lord Of The Lost-Mastermind Chris Harms als Produzent entsteht das bisher düsterste Album in Witts gesamter Diskographie.


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Erneut hat Joachim Witt ein Projekt erfolgreich durch seine Fans finanzieren können. Das Ergebnis zeigt sich in Form von "Rübezahl", ein Album das erneut beweist wie vielseitig und offen er für kreative Ideen ist, denn "Rübezahl" ist nicht sein Alleinverdienst. Die Zusammenarbeit mit Chris Harms im Studio ist dem Album deutlich anzuhören. Dies bedeutet aber nicht das einer von Beiden den Anderen ausgebremst hätte. Vielmehr ist hier eine musikalische Symbiose entstanden, die alle Stärken hervorhebt und wirklich etwas Neues erschaffen hat. "Rübezahl" klingt düster, überzeugt durch sehr eingänge Melodien und ist dabei alles andere als Mainstream. Joachim Witt weiß seine Stimme sehr geschickt einzusetzen und gibt damit jedem Lied sein eigenes Gefühl und untermalt dessen Geschichte perfekt. Wie unterschiedlich er klingen kann, zeigt er unter anderem bei "Dämon" und auch "Ich will leben". Das Album in ein bestimmtes Genre zu stecken ist dabei kaum möglich, denn Gothic-Rock wechselt sich mit elektronischen Klängen ab und auch Element der Neuen Deutschen Härte sind rauszuhören. Doch gerade dies macht den Reiz des Albums aus, da Joachim Witt sich in keine Schublade stecken lässt.

Mein Fazit: Wenn zwei Meister ihres Fachs zusammenarbeiten, dann muss man großes erwarten dürfen. Dabei steht in diesem Fall die Zusammenarbeit im Mittelpunkt, denn keiner der Beiden hat seinen Stil zwanghaft durchgeboxt. Jedes Lied hat seine Berechtigung und Lückenfüller gibt es es nicht. Das die Coverversion des Falco Hits "Jeanny, Pt. 1" in der digitalen Version als Bonustrack dabei ist, wird viele Fans ebenfalls erfreuen. Die künstlerische Freiheit, die Joachim Witt sich durch die Finanzierung durch Pledemusic.com leisten kann, erweist sich erneut als die richtige Wahl. Obwohl der düstere Gothic-Sound im Vordergrund steht, bedient sich Joachim Witt auch an genreübergreifenden Elementen, die sehr viel Abwechslung in die Lieder bringen. Hier Anspieltipps zu geben ist fast nicht möglich. Deshalb empfehle ich die Wunschbox in meinen Sendungen, um vorab gezielt reinhören zu können oder das Album noch vorzubestellen, damit man es am Erscheinungsdatum in voller Länge genießen kann.


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  [Punkrock] BRDIGUNG - Zeitzünder (2018)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 05.03.2018, 10:44 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: brdigung.jpg]


Tracklist:

01. Intro
02. Mittelfingerautorität
03. Kampf gegen die Leere
04. Ikarus oder Peter Pan
05. Die Hände hoch
06. Mein Lied im Radio
07. Lebst du noch
08. Nur noch ein Wort
09. Tanzen im Regen
10. Pures Gift für mich
11. Alles anders
12. Neues Leben
13. Kraft Liebe Hoffnung
14. Meine Idole sind tot
15. Im freien Fall
16. Outro


„2003 – Gerhard Schröder ist Bundeskanzler, der FC Bayern wird Deutscher Meister, die letzte Bravo Super Show findet statt, Big Brother existiert bereits seit drei Jahren und BRDIGUNG werden gegründet.“ Mit diesen Worten leiten BRDIGUNG aus Kempen am Niederrhein ihre eigene Vorstellung bei Facebook ein und aus der Band, die laut eigener Aussage „aus einer Laune heraus“ entstanden ist, hat sich mittlerweile ein wichtiger Teil der deutschen Punk- und Rockszene etnwickelt. Das nun mittlerweile sechste Studioalbum „Zeitzünder“ erschien am 02. Februar diesen Jahres und ist von Null auf Acht in die deutschen Albencharts eingestiegen. Die Tour zum Album startete in der ausverkauften Kulturfabrik Krefeld und wird im weiteren Verlauf für das erste Livealbum der Band aufgenommen.


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BRDigung sind:

Julez: Gitarre & Gesang
Jonzen: Gitarre
Sven: Drums
Alex: Bass


BRDIGUNG aus Kempen am Niederrhein melden sich mit "Zeitzünder" zurück und haben ein Album herausgebracht, dass sich in die Gehörgänge brennt. Obwohl sie seit 2003 aktiv sind und sich weiterentwickelt haben, sind sie ihrem Stil treu geblieben und ihren eigenen Weg gegangen. Die Erfahrungen, die BRDIGUNG in den 15 jahren sammeln konnten, führen dazu das „Zeitzünder“ reifer klingt, ohne das es dabei den Spaß an der Musik verloren hat. Die Themen in den Liedern sind sowohl sozialkritisch, als auch sehr persönlich und dabei genau am Puls der Zeit. Bei „Mein Song im Radio“ gibt es einige Seitenhiebe an die Musikindustrie und in Richtung aller Bands, die sich für Radios verstellen oder selbst zensieren. „Die Hände hoch“ richtet sich an alle, die sich nicht von falschen Fassaden blenden lassen und gleichzeitig mit dem eigenen Leben zufrieden sind. „Pures Gift für mich“ enthält Elemente die an „Bad Romance“ von Lady Gaga erinnern, was sich durch den Text als nicht ganz zufällig erweist. Mehr möchte ich an der Stelle aber nicht verraten, denn das Album verdient es angehört zu werden und es gibt vieles in den Liedern zu entdecken, was man beim ersten und auch zweiten Hören gar nicht mitbekommt. Technisch überzeugt "Zeitzünder" ebenfalls, denn Gitarren und Bässe sind mit ordentlich Druck abgemischt und dieser wird durch das Schlagzeug noch verstärkt.

Mein Fazit: BRDIGUNG haben mit "Zeitzünder" ein Album angeliefert, dass extrem viel Spaß macht und das obwohl auch sehr nachdenkliche Lieder dabei sind. Das mittlerweile sechste Album wirkt reifer und hat musikalisch mehr Tiefe, ohne dabei den typischen Klang eines BRDIGUNG Albums zu verlieren. Während andere Bands sich durch Kontroversen und Skandale Erfolge verschaffen wollen, überzeugen BRDigung lieber musikalisch und teilen auf diesem Weg Seitenhiebe an die Gesellschaft aus. Das die Wortwahl nicht immer politisch korrekt ist, macht zum einen den Charme der Band aus, ist aber auch ein Mittel zum Zweck, um die Botschaften in den Liedern deutlicher hervorzuheben. Wer auf deutschen Punk steht und dabei ein Album sucht das noch nicht so glatt gebügelt ist, wie viele Alben die zuletzt in der Punkrock-Szene erschienen sind, dem ist „Zeitzünder“ sehr zu empfehlen. Meine Anspieltipps sind "Die Hände hoch", "Ikarus oder Peter Pan" und "Mein Lied im Radio".



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