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  [Folk/Country/Lyric] Nobody Knows - Ja, sehr gern! Gemachte Erinnerungen. (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 20.08.2019, 11:06 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: nkjsg.jpg]


Tracklist:
01. Bürgerlied
02. Der Frosch
03. Schüttel dich
04. Po
05. Eigentlich nicht viel zu sagen
06. Fünfter Streich
07. Es dunkelt schon in der Heide
08. Der Mond ist aufgegangen
09. Nummer zwei
10. Augen in der Großstadt
11. Klugscheißerlied
12. Drei Minuten Gehör
13. Wünsch dir noch was
14. Hans, bleib da
15. Sommerhitze
16. Es waren drei Gesellen
17. Erlkönig
18. Tandaradei
19. Heidenröslein
20. Die Dokumentation*
*Nur auf der DVD enthalten


Am 21. und 22.09.2018 haben Nobody Knows mit dem Sinn-Phonie-Orchester und dem Theaterchor im Stendaler „Theater der Altmark“ zwei Konzerte aufgezeichnet und damit die großen Kulturinstitutionen ihrer Heimat in einem gemeinsamen Projekt vereint. Mit „Ja, sehr gern! Gemachte Erinnerungen.“ präsentieren Nobody Knows nun eine Hommage an ihre Herkunft sowie das Miteinander von vier Generationen. Max, der in den frühen Jahren der Formation ebenfalls Mitglied des Musikschulorchesters war, teilte bei diesem Projekt nicht nur die Bühne mit seinen Bandkollegen, sondern mit 80 weiteren Musikern, die ein halbes Jahr gemeinsam geprobt, konstruktiv gestritten und vor allem lustvoll miteinander Musik gestaltet haben. Das Kurzalbum ist zwar schlanker als das DVD-CD-Paket, aber es geht auch ihm nicht um kantenlose Perfektion, sondern die Erkenntnis, das alles, was man miteinander gestaltet, am Ende besser ist als Alleingänge. (Quelle: Prosodia)


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Nobody Knows sind:
Max Heckel: Gesang, Gitarre & Violine
Ronny Heckel: Mandoline, Gitarre & Gesang
Aron Thalis: Schlagzeug & Djembe
Frederic Sachser: Bouzouki & Gesang
Marcel Storjohann: Kontrabass, E-Bass & Gesang
Gastmusiker:
Dietrich Eichenberg: E-Cello, Piano & Gesang
Helga Leopold: Gesang bei "Tandaradei"
Lars Düseler: Kontrabass  E-Bass
sowie:
Sinn-Phonie-Orchester der Musik- und Kunstschule Stendal
Theaterchor des Theaters des Altmarkt


Crowdfunding ist ein immer größer werdender Teil der Musikindustrie und so wurde auch diese Liveaufnahme auf CD und DVD von Nobody Knows durch eine Kampagne bei Startnext ermöglicht. Das Ergebnis liegt nun vor und es klingt nicht nur gut, es sieht auch sehr gut aus. Dies beginnt schon beim Artwork des Covers und des Booklets, das sehr edel wirkt. Einziger kleiner Wermutstropfen ist der große FSK Hinweis für die DVD auf der Vorderseite, der leider kein Aufkleber ist, den man eventuell entfernen könnte. Wenn man sich den beiden Datenträgern zuwendet, ist dies schnell vergessen. Die DVD bietet neben der Konzertaufnahme auch eine Dokumentation, die wirklich sehenswert ist. Das Konzert selbst wurde sehr gut eingefangen. Das Zusammenspiel der Band mit Chor und Orchester macht allen Beteiligten merkbar Spaß. Dieser überträgt sich auch auf das anwesende Publikum, die durch Klatschen und Mitsingen ein Teil der Musik werden. Die Auswahl der Lieder hätte für diesen Abend nicht besser sein können. Nobody Knows wissen genau, wie sie Stimmung erzeugen können und spielen mit dem Publikum. Gleichzeitig bauen sie auch geschickt Lieder ein, deren Aussage nachdenklich stimmt und auch politisch am Puls der Zeit sind. Diese Mischung sorgt dafür, dass das Konzert trotz seiner knapp 72 Minuten Spieldauer sehr kurz wirkt, weil man durch die sich abwechselnden Themen und Umsetzungen der Lieder begeistert zuhört. Auch wenn bei der DVD nicht jede Kameraeinstellung gestochen scharf wirkt, wurde das Konzert dennoch sehr gut eingefangen und die DVD muss sich vor anderen Konzertaufnahmen nicht verstecken. Gleiches gilt für die CD, die zwar ein paar Schwächen der musikalischen Abmischung offenbart, die bei Liveaufnahmen aber völlig normal sind und den Spaß am Hören nicht mindern. Insgesamt kann man sagen, dass Nobody Knows hier ein zeitloses Werk geschaffen haben, das man sich auch in vielen Jahren immer wieder anschauen und anhören kann.

Mein Fazit: Man merkt "Ja, sehr gern! Gemachte Erinnerungen." sofort an, dass dies ein Herzensprojekt ist. Gerade bei der DVD erkennt man in jedem Bild, wie sehr sich die Band über das Konzert und dessen Aufnahme freut. Dies überträgt sich auch auf das Publikum, das viel zur Atmosphäre beisteuert. Durch den Einsatz des Chors und des Orchesters gewinnt die Musik eindeutig an Tiefe, gleichzeitig gibt es auch ein paar Momente, wo weniger mehr gewesen wäre. Dies fällt bei der CD natürlich mehr ins Gewicht, weil dort die Bilder fehlen, die etwas vom Ton ablenken. Eine Liveaufnahme perfekt auszusteuern ist natürlich kaum möglich und im Großen und Ganzen ist dies hier aber sehr gut gelungen und so machen beide Medien Spaß. Die Dokumentation auf der DVD ist nicht nur informativ und zeigt die Arbeit, die hinter so einer Liveaufnahme steckt. Sie zeigt auch, dass die Band Schwierigkeiten mit viel Humor gemeistert hat. Schaut man sich "Ja, sehr gern! Gemachte Erinnerungen." als Gesamtpaket an, bekommt man eine sehr schöne Aufnahme, die in Bild und Ton überzeugt und durch die Gestaltung des Booklets sehr schön präsentiert wird. Ein paar Ecken und Kanten sind da, die aber nicht stören, sondern dem Ganzen einen sehr sympathischen Charakter verleihen und zu einem Konzertbesuch einladen. Anspieltipps zu geben ist ziemlich schwierig, aber wer sich ein Bild von der Livequallität machen möchte, dem empfehle ich "Der Frosch", "Schüttel dich", "Augen in der Großstadt" und "Tandaradei".  

[Bild: bewertung4_5.png]

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  [Folk Metal] Cantus Levitas - Auf Grund (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 16.08.2019, 11:23 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: aufgrund.jpg]


Tracklist:
01. Stille Nebel
02. Narben
03. Sieben Meere
04. Flut
05. Aus dem Leben
06. Al ardu alqahila
07. Karges Land
08. Altas Undas
09. In die Flammen
10. Brot & Spiele
11. Windkreis
12. Ferne Ufer
13. Dein Wille


Eine intensive Erfahrung geprägt von harten Gitarren, schweren und treibenden Rhythmen und der außergewöhnlichen Liebelei zwischen Dudelsack und Geige: Cantus Levitas. Hier kommt nicht nur der klassische Metalfan auf seine Kosten. Durch die melodiereiche Musik und den fesselnden Gesang werden die harten Riffs umspielt und saugen alle Art von Zuhörern in die intensive Atmosphäre der Bilder und Geschichten ein, die Cantus Levitas erzählen. Auf ihrem neuen Album „Auf Grund“ herrscht das Gefühl von Sehnsucht nach Freiheit. Die Euphorie und die Schmerzen, die aus dem Leben sprechen, sind in Lyrik und Musik gebannt. Metaphorische Texte, die sich nach mehrmaligem Hören weiter entfalten, werden in ihren tiefen Motiven von tragenden Melodien untermauert. Das Durchhören lohnt sich, denn die dreizehn Songs bieten eine diverse Auswahl von schwerfälligen, balladesken Themen, harten Kanten und freudig-energiegeladenen Szenen. Die Band Cantus Levitas zeichnet sich durch ihre geteilte Freude an der eigens kreierten Musik aus. Die Einflüsse in den Songs sind in jeder Ebene, sowohl textlich als auch musikalisch, extrem vielfältig. Einige kennen sich seit der Kindheit und machen seither in verschiedenen Konstellationen Musik. Ihre Musikerfahrungen haben sie in großen Gruppen, alleine am Instrument und gemeinsam auf der Straße gesammelt. Jeder hat seinen eigenen starken Charakter und zusammen spielen sie die Musik, die ihnen am Herzen liegt. (Quelle: Cantus Levitas)


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Cantus Levitas sind:
Marcel Knaus: Gesang
Tobias Bachmann: Gitarre, Cister, Hintergrundgesang
Bastian Boger: Bass
Philipp Vormittag: Schlagzeug, Gitarre, Akkordeon, Hintergrundgesang
Matthias Kilian: Dudelsack
Sven Michels: Dudelsack
Christiane Schnatterbeck: Violine


In den letzten Jahren gab es viele neue Bands in der Mittelalter- und Folkszene. Die Übersicht zu behalten ist mittlerweile wirklich schwer und nicht jede schafft es, langfristig im Sichtfeld der Szenegänger zu bleiben. Bei Cantus Levitas sieht dies schon anders aus. Mit ihrem neuen Album "Auf Grund" holen sie zum Rundumschlag aus, der sie aus der Masse der neuen Bands befreien soll. Schon die ersten Klänge des Openers "Stille Nebel" machen deutlich, dass sie sich in keine Schublade stecken lassen wollen. Mittelalter- und Folkrock bilden nur das Gerüst für die Vielfalt an Genreeinflüssen, die Cantus Levitas in ihre Musik einfließen lassen. Schlagzeug, Bass und Gitarren fordern zum Headbangen auf, während Cister, Akkordeon, Violine und Dudelsäcke für den melodischen Teil der Lieder sorgen. Dazu mischt sich dann noch der Gesang, der sowohl in den Soloparts überzeugt, als auch in den Chören. Diese lassen schon ahnen, wo die Fans bei Konzerten zum Mitsingen aufgefordert werden. Doch nicht nur musikalisch bewegen sich Cantus Levitas auf hohen Niveau. Die Texte erzählen Geschichten, haben teilweise schon etwas poetisches und sie bilden eine Verbindung mit den Melodien, die für eine emotionale Tiefe der Lieder sorgen, wie man sie nur selten findet. Musikalisch braucht sich das Album vor keinem anderen verstecken, das 2019 das Licht der Welt erblickt hat. Technisch gibt es nur ein paar Kleinigkeiten, die beim genaueren Anhören auffallen. Die Abmischung hätte etwas mehr Feintuning vertragen können, gerade bei der Verteilung der Lautstärke für einzelne Instrumente. Dies ist aber ein Kritikpunkt, den andere Bands über Jahre nicht ausbessern können und so verzeiht man es Cantus Levitas mit Leichtigkeit. Vor allem da die Qualität der Musik an sich vieles ausgleicht und ein paar Ecken und Kanten auch ganz gut zum Stil der Band passen.

Mein Fazit: Cantus Levitas kannte ich vorab nur durch Facebook und wurde durch die Veröffentlichung der Videos zum neuen Album neugierig gemacht. Ohne genau zu wissen, was mich erwartet, habe ich das Album gestartet und war vom ersten Ton an begeistert. Marcel Knaus klingt teilweise wie ein junger Michael Rhein, ohne diesen zu kopieren und seine raue, aber gefühlvolle Stimme dürfte viele Fans finden. Der Rest der Band steht ihrem Sänger aber in nichts nach. Melodisch, aber mit der richtigen Härte im Sound, wissen Cantis Levitas genau, wie sie die Geschichten aus ihren Texten umsetzen müssen, damit jedes Lied die richtige Wirkung erzielt. Man nimmt ihnen das Fernweh genauso ab, wie den Wunsch ihr Leben ordentlich zu genießen und später lächelnd auf die Narben zu schauen, die man sich dabei eben holt. Die wiederkehrenden Motive der Seefahrt findet man in den letzten Jahren immer wieder auf Alben der Mittelalter- und Folkrockszene, Bekanntes wird aber nicht wiederholt, da Cantus Levitas immer ihren eigenen Blickwinkel in die Texte einbauen. Auch wenn "Auf Grund" jetzt vielleicht noch als Geheimtipp gilt, hat es das Potential, in ein paar Jahren zu einem Klassiker geworden zu sein, wie zum Beispiel In Extremos "Verehrt und angespien" oder "Aus der Asche" von Saltatio Mortis. Dieses Album zeigt, dass die Band in der Lage ist, auch mit den großen Namen der Szene mitzuhalten und wenn genug Szenegänger auf sie aufmerksam werden, dürfte der Name Cantus Levitas bald auch auf den Besucherwunschlisten diverser Festivals und Mittelaltermärkte landen. Meine Anspieltipps sind "Narben", "Karges Land" und "Ferne Ufer".

[Bild: bewertung4_5.png]

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  [Alternative / Metal / Grunge] SMELTZ - Schön ist anders (2018)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 11.08.2019, 11:09 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: ssia.jpg]


Tracklist:
01. Architekten
02. Schöne neue Welt
03. Gute alte Zeit
04. M.E.L.T
05. Nemesis
06. Gunst
07. Schall und Rauch
08. Der Kuss
09. Diese Wahrheit
10. Strange
11. Schrei
12. B72
13. Weit offen
14. Wildes Kind


"Hirn mit Ei" oder: Alternative Metal/Grunge. Eine musikalische Renaissance des Grunge-Metals, handgemacht, ohne Netz und ohne doppelten Boden. Die Musiker allesamt genauso Vintage wie ihre Instrumente. Mit dezenten Kratzern und Gebrauchsspuren versprühen sie den Charme und die Ruhe von Veteranen, die nicht jeden "hippen Scheiß" mitmachen müssen, in sich ruhen und aus ihrer Ecke heraus den Ring kontrollieren. Wienerisch eignet sich perfekt diese subversive Arroganz zu transportieren. Versteht zwar nicht jeder, aber egal, sollen sie sich halt ein bisserl anstrengen. Das war schon bei Falco so, also, warum nicht auch jetzt?(Quelle: SMELTZ)


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SMELTZ sind:
Der Kammersänger: Gesang
Flying Fred: Gitarre
Stef: Gitarre
Crisan: Bass
Da Hesse: Schlagzeug


Wirklich viel lässt sich über die Hintergründe von SMELTZ nicht herausfinden. Sie selbst beschreiben sich eher surreal, was aber dazu führt, den interessierten Hörer noch neugieriger zu machen. Ein anderer Vorteil liegt auch darin, dass die Musik so mehr Chancen hat, um für sich selbst zu sprechen. Dies macht sie sehr gut, denn die Lieder enthalten viele dreckig-rockige Gitarrenbretter, die Fans von Heavy Rock begeistern werden. Die Wiener Mundart sorgt ebenfalls dafür, dass SMELTZ sich abheben und eine eigene Stimmung in ihren Liedern erzeugen können. Beim Songwriting wurden viele Stilelemente in die Musik eingebaut und nicht jeder Song zeigt sofort, in welche Richtung er sich letztendlich entwickelt. So bleibt das Album bis zum Ende eine spannende Entdeckungsreise. Thematisch zeigt man sich auch vielseitig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Dafür geht man auch in den Texten nicht immer den direkten Weg und Lieder wie "Schöne neue Welt" geben ihre Bedeutung nicht immer sofort preis. "Schön ist anders" präsentiert sich insgesamt als ein Album mit Ecken und Kanten, die den Charakter der Musik ausmachen. Es richtet sich an alle, die schnörkellosen und ungeschliffenen Rocksound mögen und die sich auf den Gesang in Wiener Mundart einlassen.

Mein Fazit: SMELTZ ist eine Band mit viel Charakter und Wiedererkennungswert. Der Kammersänger mit seiner charismatischen Stimme weiß genau, wie er sich in Szene setzen kann und seine Bandkollegen liefern einen soliden Rock/Alternative Sound ab. Dieser hat nicht nur ordentlich Druck, sondern auch eine gute Mischung aus harten und melodischen Gitarrensolis. Das Wienerisch könnte allerdings dafür sorgen, dass nicht jeder ins Album hineinfindet. Wenn man sich nicht darauf einlässt, können die Texte ihre Wirkung nicht komplett entfalten und es geht sehr viel verloren. Allerdings spielen SMELTZ musikalisch auf so hohem Niveau, dass der instrumentale Teil schon für sich begeistern kann. Ob und wie es wirkt, hängt also auch sehr vom Hörer ab. Mir persönlich gefällt der Stil gut und ich empfehle wirklich, sich nicht von der Sprachbarriere abschrecken zu lassen und dem Album die Chance zu geben, seine Stärken zu zeigen. Meine Anspieltipps sind "Schöne neue Zeit", "Nemesis" und "Diese Wahrheit".

[Bild: bewertung4.png]

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  [Celtic /Folkrock] Ferocious Dog - Fake News & Propaganda (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 07.08.2019, 12:23 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: fdfap.jpg]



Tracklist:
01. Cry of the Celts
02. Traitor's Gate
03. Cover Me
04. Fake News
05. Lacey-Lee
06. The Landscape Artist
07. Up All Night
08. Justice for 96
09. Bedlam Boys
10. Yellow Feather


Ferocious Dog aus England melden sich mit "Fake News & Propaganda" zurück und nehmen erneut kein Blatt vor den Mund. Wie der Titel schon vermuten lässt, werden aktuelle politische Themen behandelt, aber auch Ereignisse aus der Vergangenheit werden aufgegriffen und in das für die Band typische Celtic-Folkpunk Gewand gekleidet. Der Sound klingt allerdings weniger "Ferocious" (wild/ grimmig) als es bisher der Fall war. Die E-Gitarren sind etwas in den Hintergrund gerückt, die Kompositionen wirken dafür reifer und melodischer.


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Ferocious Dog sind:
Ken Bonsall: Lead Singer, Acoustic Guitar
Dan Booth: Fiddle, co-Song Writer, Vocals
Les Carter: Lead Guitar, Vocals
John Leonard: Mandolin, Banjo, Acoustic Guitar, Backing Vocals, Whistle, Accordion, Uilleann Pipes, Mandola, Harmonica
John Alexander: Bass Guitar, Backing Vocals
Alex Smith: Drums, Percussion, Backing Vocals


Dass ein Folkpunkalbum nicht unbedingt von traditionellen Liedern lebt, haben Ferocious Dog schon mehrfach bewiesen. Auch auf ihrem aktuellen Album "Fake News & Propaganda" setzen sie auf eigene Nummern. Die Texte sind aus dem Leben gegriffen und zeigen, dass Ken Bonsall und Dan Booth als Songwriter ein gutes Gespür dafür haben, was die Menschen beschäftigt und welche Themen durchaus auch provozieren können. Dass ihr Blick dabei mehr auf Dinge fällt, die in England wichtig sind, dürfte nicht überraschen, denn die Jungs aus Nottingham beschäftigen sich sehr mit lokaler Politik. So ist der Albumtitel im Zeichen des Brexit kein Zufall und als Ansage zu verstehen, dass sie mit der Arbeit der Medien alles andere als einverstanden sind. Musikalisch werden wieder alle Stärken ausgespielt. Ken Bonsall bringt mit seiner Stimme Härte und gleichzeitig Gefühl in die Lieder hinein. Dan Booth sorgt mit der Fiddle für melodische und wunderschöne Momente auf dem Album. Die Bandkollegen runden das Bild ab und geben dem Ganzen einen musikalischen Rahmen, der seinesgleichen sucht. Gerade John Leonard, der als Multiinstrumentalist für viel Abwechslung sorgt, sorgt immer wieder dafür, dass die richtige Stimmung in den Liedern erzeugt wird. Nach Alben wie "From Without" und "Red" wirkt "Fake News & Propaganda" vielleicht etwas gezähmter, das Songwriting und die Themen gleichen dies aber wieder aus.  

Mein Fazit: Ferocious Dog aus Nottingham zeigen erneut, dass sie mehr sind als ein Geheimtipp, den man sich mal anhören sollte. Ken Bonsall und seine Bandkollegen haben erneut ein Album abgeliefert, das durch das Zusammenspiel von Stimme und Instrumenten den typischen Sound von Ferocious Dog erzeugt hat und gleichzeitig eine Weiterentwicklung darstellt. Alle Stärken der Vorgänger sind auch auf "Fake News & Propaganda" zu finden. Neben Ken Bonsall mit seiner charismatischen Stimme fällt erneut das virtuose Spiel von Dan Booth an der Fiddle auf, das für seine Highlights auf dem Album sorgt. Lieder wie "Cry of the Celts" heizen ordentlich ein, während Balladen wie "Lacey-Lee" für Gänsehaut sorgen. Besonders bei "Justice for 96" ist das Gänsehautgefühl noch stärker, da es ein Tribute an die 96 verstorbenen Opfer der Hillsborough-Katastrophe von 1989 ist. Ferocious Dog liefern somit erneut ein grandioses Album ab, das dem Celtic Folk eine ordentliche Portion Punk hinzufügt. Insgesamt etwas ruhiger, aber immer noch weit weg von glatt gebügelt und Mainstream, könnte sich dieses Album in wenigen Jahren  zu einem Szeneklassiker entwickeln. Meine Anspieltipps sind "Justive for 96", "Fake News" und "Up All Night".

[Bild: bewertung5.png]

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  [Fantasy-Folk] PurPur - ZwieGesang (Neuaufnahme 2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 03.08.2019, 15:42 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: zwiegesangneu.jpg]


Tracklist:
01. Mother O'Mine
02. Die Alte und das Meer
03. Down by the Sally Gardens
04. The Captain
05. Auf Brüder auf
06. Ritterlied
07. Bist du
08. The Irish Lassie
09. Waterlily
10. Wolfskind (Orchestral)
11. Hoch die Gläser
12. Great Mother
13. Knappenlied


PurPur haben schon bei der Neuauflage ihres Debütalbums "Gabria & Leonora" gezeigt, dass sie sich nicht einfach damit zufrieden geben, ausverkaufte Alben einfach neu pressen zu lassen. Stattdessen sind sie erneut ins Studio gegangen und haben sich Freunde eingeladen, um "ZwieGesang" neu aufzunehmen und gleichzeitig im Klang zu verfeinern. Herausgekommen ist eine modernere Variante des Originalalbums, die trotz einiger Änderungen nichts am Gefühl der alten Aufnahmen ändert und als Bonus noch das "Knappenlied" enthält. Dieses rundet die Geschichte zwischen Ritter, Prinzessin, Drachen und Knappen ab, die in den entsprechenden Kultliedern des Duos erzählt wird.


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PurPur sind:
Christine "Tini" Rauscher: Gesang, Gitarre, Bodhrán, Bouzouki, Low-Whistle
Judith Rauscher: Gesang, Davul, Low-Whistle, Mandoline
Gastmusiker:
Sarah Krause & Michael Höfer: Gesang ("The Captain" & "Auf Brüder auf")
Sibylle Fritz: Cello ("Auf Brüder auf", "Hoch die Gläser" & "Die Alte und das Meer")
Stefanie Pracht: Geige ("The Irish Lassie" & "Waterlily"), Drehleier ("The Irish Lassie")
Maria Straub: Harfe ("Down by the Sally Gardens" & "Waterlily")
Susanne Hoffmann: Gesang ("Hoch die Gläser")
Oskar Schramms: Bass ("Ritterlied" & "Knappenlied")
Christian Reiter: Davul ("The Captain")
Maite Itoiz: Orchestrales Arrangement ("Wolfkind")


Ein ReRelease hat bei vielen Bands einen faden Beigeschmack. Meist wird nur etwas an der Tonqualität verbessert und schon hat man das Album in einer "neuen Version" in den Händen. Bei PurPur bedeutet neu aber wirklich neu, denn die zwei Maiden sind ins Studio gegangen und haben das Album komplett neu aufgenommen. So erhält man nicht nur eine bessere Klangqualität, sondern hat die Lieder in einer Variante vorliegen, wie PurPur sie heute spielen. Wenn man beide Aufnahmen von "ZwieGesang" hört, merkt man schnell, dass PurPur sich sehr viel Mühe gegeben haben, um möglichst nah am Original zu bleiben, was das Feeling des Albums angeht. Gleichzeitig verleihen sie den Aufnahmen mehr Tiefe, denn mit Cello, Geige, Harfe und Bass sind neue Instrumente zu hören. Zusätzlich sind mit Sarah Krause, Michael Höfer und Susanne Hoffmann auch noch Gaststimmen zu hören, die für mehr Harmonien in den Liedern sorgen. Die beiden Bonuslieder der Originalaufnahme ("Bist du" & "Ritterlied" als Liveaufnahmen) sind durch das neue "Knappenlied" ersetzt worden. Auch optisch wurden ein paar Änderungen vorgenommen, damit man beide Versionen voneinander unterscheiden kann. Die Informationen zu jedem Lied, die im ursprünglichen Booklet zu lesen waren, sind geblieben und erklären so die Ursprünge und Geschichten der Lieder. Durch die Unterschiede richtet sich das Album also nicht nur an die Fans, die das Original nicht besitzen, sondern lohnt sich auch für alle, die im Besitz der Erstaufnahme sind. 

Mein Fazit: "ZwieGesang" enthält viele PurPur-Lieder, die bei Fans einen Kultstatus haben. Deshalb ist es eine mutige Entscheidung gewesen, das Album neu aufzunehmen. Da Stücke wie zum Beispiel "Ritterlied", "Bist du" und "Wolfskind" so beliebt sind, besteht immer die Gefahr, dass man Fans mit Änderungen enttäuschen oder sogar verärgern könnte. Wenn man PurPur allerdings nicht nur von CD kennt, wird man schnell merken, dass die Aufnahmen sich sehr an die aktuellen Liveversionen der Lieder halten und so kennt man viele der Änderungen schon von Auftritten. Dies erleichtert den Einstieg in die Neuaufnahme enorm und man kann sich direkt am besseren Klang erfreuen. Das leichte Rauschen der alten Aufnahme ist nämlich nicht mehr vorhanden und auch das Mastering ist um einiges besser. Dadurch bemerkt man viel mehr Feinheiten in den Liedern und auch die Gastmusiker, die man sich für die Neuaufnahme eingeladen hat, kommen so bestens zur Geltung.  Um es kurz zu sagen: PurPur haben alles richtig gemacht und haben einen eigenen Klassiker zu neuem Glanz verholfen. Anspieltipps gebe ich hier nicht, da mich die Lieder schon seit Jahren begleiten und jedes für sich sehr hörenswert ist. Wer auf handgemachte Musik mit viel Humor, aber auch mit verträumten und teils ernsteren Texten steht, darf hier bedenkenlos zugreifen. Allen anderen empfehle ich einen der Livetermine der beiden zu besuchen, um sich dort von ihren Qualitäten überzeugen zu lassen.

[Bild: bewertung5.png]

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  August 2019
Geschrieben von: Tommy2Rock - 01.08.2019, 13:48 - Forum: Durchgehört Charts Vorschläge - Antworten (3)

Hallo Freunde,

Die achte Runde der Charts steht an und eure Vorschläge werden wieder benötigt. Ihr habt nicht alle Bands in den letzten Top 30 gefunden, die euch am Besten gefallen? Dann heißt es ab jetzt wieder Vorschläge machen und fleißig abstimmen. Die Vorschläge können bis Samstag, den 03. August um 9 Uhr gemacht werden.

Folgende Dinge sind dabei wichtig:

- Jeder User darf einmalig im Monat von bis zu 5 verschiedenen Bands je einen Song vorschlagen. IPs und Sessions werden gespeichert und wer mehr als einmal wählt,  findet seine Vorschläge nicht in den Charts.
- Die Songs sind in folgender Weise zu machen: Band - Song (Beispiel: Modern Talking - Cherry, Cherry Lady). Sollte der Vorschlag nicht erkennbar sein, wird er ignoriert.
- Die Songs müssen bereits im Programm von Durchgehört gespielt werden. Neuvorstellungen werden von Durchgehört selbst gewählt. Falls euch etwas im Programm fehlt, könnt ihr dies über die Wunschbox ins Programm einbringen, solange die Bands nicht auf der internen Sperrliste stehen oder die Lieder nicht jugendfrei sind. 
- Songs, die es nur als Youtube Video gibt, exklusiv zu einem Streamingdienst gehören usw., werden nicht ins Voting aufgenommen.
- Musiker und Bands die sich selbst vorschlagen werden nur aufgenommen, wenn von Hörerseite nicht genug Vorschläge gemacht werden, um die Liste zu füllen. Sollten diese Bands allerdings schon in den Charts sein, wird ein Songvorschlag natürlich gern angenommen.
- Wird kein neuer Song vorgeschlagen, wird die Songauswahl für das anstehende Voting von Durchgehört getroffen und kann im Folgemonat wieder durch Vorschläge verändert werden.
- Sollten deine Vorschläge nicht zu finden sein, werden sie mindestens in einem Punkt den genannten Regeln widersprechen, oder es wurden mehr Vorschläge gemacht, als aufgenommen werden können. Die Vorschläge werden in Reihenfolge der Posts aufgenommen, bis die Liste Voll ist. Letztendlich sind es aber eben nur Vorschläge und keine garantierten Aufnahmen und welche davon in die Charts aufgenommen werden, ist die Entscheidung von Durchgehört.

Die Bands der letzten Charts und die Neuvorschläge findet ihr hier: Juli Charts

Bitte beachtet, dass ihr die Lieder bei den Vorschlägen nicht ändern könnt, die Songs für die Top 30 Bands aber nach euren Ideen verändert werden können.

Jetzt ran an die Tasten und eifrig Vorschläge für die August Charts machen, damit es auch in der zweiten Jahreshälfte so wunderbar abwechslungsreich bleibt.

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  [Bagpipe Rock] Red Hot Chilli Pipers - Fresh Air (VÖ: 02.08.)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 27.07.2019, 09:02 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: rhcpfa.jpeg]


Tracklist:
01. Bleaching Cloths
02. Dalavich
03. Hallelujah (feat. Chris Judge and the Soul Nation Choir)
04. Shut Up And Dance (feat. Chris Judge and the Soul Nation Choir)
05. Highland Cathedral
06. Smelling Fresh
07. Treasure (feat. Chris Judge and the Soul Nation Choir)
08. Gladiator
09. This Is Me (feat. Chris Judge and the Soul Nation Choir)
10. Auf Uns (Featuring Olivia Singlet)
11. Old Yellow Bricks
12. Under The Influence
13. All These Things I've Done (feat. Chris Judge)
14. Leave A Light On (Featuring Tom Walker)


Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 versuchen die Red Hot Chilli Pipers die Grenzen der traditionellen Musik zu sprengen. Mit jedem neuen Album haben sie nach einem frischen Ansatz in ihrem Bagrock gesucht. Nachdem man 16 Jahre lang rund um die Welt getourt und gerockt hat, wurde Ende 2018 entschieden, einen Neustart mit neuen Bandmitgliedern und neuen Tunes zu wagen. Nun ist es da! "Fresh Air" ist das erste Album mit der neuen Besetzung. Die Band hatte viel Spaß bei den Aufnahmen und freut sich nun darauf, das Album auch bei Konzerten zu feiern.


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Red Hot Chilli Pipers sind:
Kevin MacDonald: Dudelsack
Kyle Warren: Dudelsack
Steven Graham: Marschtrommel & Percussion
Malcolm McEwan: Djembé, Tenor Drums & Electronic Percussion
Chris Russell: Keyboard, Piano & elektronische Orgel
Stevie Lawrence: Akustische Gitarre, Percussion & Bouzouki


Während die Kombination aus E-Gitarren und Great Highland Bagpipes vor einigen Jahren noch eine Kuriosität war und sofort große Aufmerksamkeit bekommen hat, ist sie mittlerweile als Bagpiperock zu einem eigenen Genre geworden, welches viele Bands und Künstler hervorgebracht hat, die international Beachtung finden. Die Red Hot Chilli Pipers sind dabei eine der ersten Bands, die zu Recht in diesem Zusammenhang genannt werden. Seit 2002 kombinieren sie traditionelle Klänge mit bekannten Hits und lassen sich dabei von keiner Genregrenze aufhalten. Auch auf dem aktuellen "Fresh Air" zeigt die Band, dass ihr die Ideen noch lange nicht ausgegangen sind. Schon beim Opener "Bleaching Cloths" hört man die Spielfreude und Kreativität heraus, die von Fans so geliebt wird. Zu den bekannten Klängen gesellen sich diesmal Olivia Singlet, Chris Judge und der Soul Nation Choir, die für ungewöhnlich viele Gesangseinlagen sorgen. Die bekannteste Stimme dürfte allerdings die von Tom Walker sein. Zusammen mit den Red Hot Chilli Pipers wurde eine besondere Version seines Hits "Leave A Light On" erschaffen, die durch Pipes und Drums einen ganz eigenen Klang erhalten hat und für Gänsehaut sorgt. Gänsehautmomente gibt es allerdings reichlich auf "Fresh Air", wie zum Beispiel beim Leonard Cohen Song "Hallelujah" und "Highland Cathedral". Mit "Auf uns" ist sogar ein deutschsprachiges Lied dabei, das von Andreas Bourani stammt und von der Band auf ihren Reisen durch Deutschland aufgeschnappt worden ist. Dass es nicht nur ruhigere Stücke auf dem Album gibt, ist selbstverständlich. "Old Yellow Bricks", "Smelling Fresh" und "Shut up and Dance" sorgen nicht nur für gute Laune, sondern laden auch noch zum Tanzen und Feiern ein. Der Albumtitel "Fresh Air" ist sehr gut gewählt, denn die Veränderungen innerhalb der Band und auch im Stil sorgen wirklich für frischen Wind. Durch den Gesang werden eindeutig mehr Hörer erreicht und auf die Band aufmerksam gemacht. Die Auswahl der Lieder ist ebenfalls großartig und die Umsetzung wie immer sehr gelungen. Wer die Musik noch intensiver erleben möchte, sollte unbedingt einen der Livetermine besuchen, denn zusammen mit ihren Fans erschaffen die Red Hot Chilli Pipers eine einzigartige Atmosphäre.  

Mein Fazit: Als langjähriger Fan der Red Hot Chilli Pipers habe ich natürlich auch die Entwicklung der Band mitverfolgen können. Als die Meldung kam, dass Dougie McCance als Piper ausgestiegen ist, war ich sehr gespannt, wie die Band diesen Ausstieg abfangen würde. Mit "Fresh Air" liefert die Band nicht nur eine Antwort in Form des Titels, sondern auch mit vielen neuen musikalischen Ideen. Die erste Änderung, die man sofort bemerkt, ist die auffällig hohe Anzahl an Liedern mit Gesang. Mein persönliches Highlight ist aber eindeutig die Zusammenarbeit mit Tom Walker und die daraus entstandene gemeinsame Version seines Liedes "Leave A Light On". Aber auch neben den genannten Titeln ist die Auswahl der Lieder sehr gut gelungen und zeigt, dass die Veränderungen innerhalb der Bandbesetzung nichts am eigenen hohen Anspruch an sich selbst und der Musik verändert hat. Wer die Red Hot Chilli Pipers schon kennt, wird sich sofort heimisch fühlen und kann das Album ungehört kaufen. An alle anderen richten sich meine Anspieltipps "Leave A Light On", "Hallelujah", "Highland Cathedral" und "Auf uns", die sehr gut auf das Album einstimmen.

[Bild: bewertung5.png]

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  Juli
Geschrieben von: Tommy2Rock - 27.07.2019, 08:43 - Forum: 2019 - Keine Antworten

Hier sind eure Top 30 des Monats in der Übersicht. Wie immer vielen Dank an alle Wähler und herzlichen Glückwunsch an alle Musiker.


01. Versengold - Thekenmädchen
02. Red Hot Chilli Pipers feat. Tom Walker - Leave a light on
03. Schandmaul - Der Kapitän

04. Russkaja - No One Is Illegal
05. Volbeat – Last Day Under The Sun
06. SDP - Merkste selber, wa?!
07. Mr. Hurley und die Pulveraffen - Leviathan
08. Manntra - Yelena
09. Rapalje- Scotland's Story
10. Stunde Null - Du brichst mich nicht

11. Five Finger Death Punch – Wash it all away
12. Skillet - Anchor
13. dArtagnan - Jubel
14. PurPur - Knappenlied
15. Fiddler's Green – One Fine Day
16. Duivelspack - Mann sein
17. Tommy Krappweis - #Entdummdich
18. Haggefugg – Katzenjammer
19. Rise Against - Help is on the way
20. Unantastbar - Vielen Dank

21. Diztord - Scars
22. Frei.Wild - Schrei nach Liebe
23. Saltatio Mortis - Ich werde Wind
24. Amaranthe - GG6
25. Celtian - En Tierra de Hadas
26. Blind Channel feat. GG6 - Snake
27. Tanzwut – Galgenvögel
28. Kilkenny Band - Black Is The Colour
29. Onlap – Miracle
30. BRDIGUNG - Ikarus oder Peter Pan

Neuvorstellungen
Nobody Knows - Augen in der Großstadt (live)
Red Handed Denial - Solace
Cantus Levitas- Karges Land
Scott Stapp - Gone too soon
Bernsteyn - Metbier
Antiheld - Ma petite belle

Übersicht mit Stimmanzahl

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  [Folk-Punk] Metusa - Volltreffer (VÖ: 26.07.)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 25.07.2019, 09:59 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: volltreffer.jpg]



Tracklist:
01. Viva Cojones
02. Jetzt bin ich wieder frei
03. Alles Porno
04. Roadtrip
05. Backpfeifen
06. Möwen
07. Lauf mit den Wölfen
08. Ausser Rand und Band
09. Kartfahr'n ist Krieg
10. Revolver und Gebläse
11. Wieder geht ein Jahr
12. Bonus: Hüter der Meere


"Chaos ist eine Leiter..." (George R. R. Martin) Nicht nur den Aufstieg hat Metusa in den letzten 12 Jahren erlebt, die Sprossen nach unten kennen die sieben Bandmitglieder ebenfalls zu gut. Doch im Gegensatz zu manch anderen kämpfen sich die schwäbischen Folkpunker um Dominik Schurdak (Songwriter und Kopf) "wieder frei" und stehen nun mit ihrem neuen Album "Volltreffer" in den Startlöchern. Zwischen Alltagsrevolte und Spaßguerilla - gepaart mit einer gehörigen Portion Selbstironie - steht die Band für das energiegeladene Unberechenbare. Explosive 12 Songs - Rotzig, kämpferisch, leidenschaftlich, mit dem Nachgeschmack von Dosenbier im Parkt. Metusa preschen mit energetisch treibenden Rhythmen pausenlos durch das Album und zeigen so dem Alltag den Mittelfinger. In ihrer beispiellosen Art nehmen sie selbstbewusst sich und die Welt um sie herum aufs Korn. (Quelle: Metalville)


Website
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Album vorbestellen: EMP Saturn Amazon Media Markt


Metusa sind:
Dominik Schurdak: E-Gitarre, Akustik Gitarre, Nyckelharpa & Gesang
Miriam Fischer: Dudelsack, Flöten & gesang
Bastian Brigaldino: Akustik Gitarre, Banje, Mandoline, Dudelsack & Bouzouki
Jens Kuhnt: E-Gitarre
Alexander Schucker: Bass
Jessica Emminghaus: Geige
Hendrik Pfeifer: Schlagzeug


Nach über 12 Jahren Bandgeschichte und vielen Veränderungen muss man sich auch als langjähriger Metusa-Fan vor Augen halten, dass "Volltreffer" nur noch sehr wenig mit der Musik zu tun hat, die man von der Band gewohnt ist und erwartet. Die Band ist, bis auf Dominik Schurdak, mittlerweile eine komplett andere und dies hört man der Musik auch an. Folk-Punk haben sich die sieben Schwaben nun auf die Flagge geschrieben und das Ganze im "Krawallo Mix" eingespielt, wie man der CD entnehmen kann. Etwas weniger Krawall hätte dem Mix aber gut getan, denn die Abmischung wirkt oft chaotisch und unsortiert, was sehr anstrengend ist, wenn zum Beispiel der Gesang immer wieder im Klang der Instrumente verloren geht. Dies ist sehr schade, denn die Texte sind voll mit starken Aussagen, die so aber nur in den ruhigeren Passagen der Lieder wirken können. Chaotisch wirkt auch der Backgroundgesang, der oft einfach nur ins Lied reingebrüllt wirkt oder durch einen Effekt verzerrt wird, ohne richtig ins Klangbild zu passen. Diese technischen Schwächen sind sehr schade, denn an guten Ansätzen und auch an guten Liedern mangelt es nicht. "Alles Porno" ist ein perfektes Beispiel. Tolle Melodie, toller Text, doch dann wird es im Refrain lauter und man hat echt Probleme Dominik zu verstehen. "Roadtrip" ist der richtige Song, um ihn im Auto bei offenem Fenster zu hören und dabei auf Feldwegen in den Sonnenuntergang zu fahren. "Möwen" ist eine tolle Ballade, die mit akustischen Gitarrenklängen und einer schönen Flötenmelodie für Lagerfeuerstimmung sorgt. Bei "Lauf mit den Wölfen" musste ich sofort an "Zieh mit den Wölfen" von den Böhsen Onkelz denken. Die Lieder ähneln sich im Refrain extrem stark, sind aber sonst von der Aussage her völlig andere Lieder. "Wieder geht ein Jahr" ist ein Gruß und Danke an die treuen Fans, ohne dabei auf die Vergangenheit oder in die Zukunft zu schauen. Die verschiedenen Stile, die in den Liedern genutzt werden, sorgen für Abwechslung und guter Unterhaltung. Folk-Punk steht aber deutlich im Vordergrund und wer Metusa eher noch aus den Zeiten von "Piratenseele" und "Zahn der Zeit" kennt, sollte vorher auf jeden Fall Probehören, bevor es zu Enttäuschungen kommt, weil man noch eine andere Band im Ohr hat.  

Mein Fazit: Ein Volltreffer ist "Volltreffer" leider nicht. Dies wird schon durch die Produktionsweise des Albums verhindert, die das Anhören des Albums sehr anstrengend macht. Teilweise hat man das Gefühl, man würde mittig zwischen allen Bandmitgliedern stehen und der Sound wirkt ungefiltert auf einen ein. Hätte man mehr Zeit ins Feintuning der Lieder investiert, hätte sich das Potential von "Volltreffer" besser entfalten können. Natürlich hat das Album auch gute Seiten. Lieder wie "Roadtrip", "Möwen", "Wieder geht ein Jahr" und "Alles Porno" machen Spaß und klingen gut und sind auch meine Anspieltipps. Vor allem machen sie Lust auf ein Konzert zu gehen und die Lieder laut mitzusingen. Ich möchte nicht auf den "früher war alles besser" Zug aufspringen, denn früher war eben sehr vieles auch anders und der neue Stil sorgt auf jeden Fall dafür, dass Metusa auffallen und aus der Masse an Folkrock/Folkpunk Bands herausstechen. Der "Krawallo Mix" wird aber wahrscheinlich nicht jeden Fan begeistern können. "Volltreffer" zeigt jedenfalls, dass es an guten Ideen und guten Ansätzen nicht mangelt. Metusa haben ihren Selbstfindungsprozess abgeschlossen und wissen nun, was sie wollen. Auch wenn "Volltreffer" seinem Namen nicht ganz gerecht wird, könnte er dennoch zum Befreiungsschlag werden, der die Vergangenheit nun endgültig abschüttelt und den Weg für die Zukunft freiräumt. Eins ist dabei sicher, Metusa gehen ihren Weg und lassen sich dabei von nichts abhalten.

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  01: Dan Shocker - Larry Brent - Irrfahrt der Skelette
Geschrieben von: Tommy2Rock - 20.07.2019, 10:59 - Forum: Larry Brent - EUROPA - Keine Antworten

[Bild: lb01.jpg]


Eine Studio EUROPA-Produktion
Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Dan Shocker, erschienen beim Zauberkreis-Verlag
Laufzeit ca. 53 Minuten
Buch: Charly Graul
Musik und Effekte: Phil Moss


Ryan Sanders und seine Freundin Chantalle machen Urlaub auf einer Yacht. Da entdecken sie ein Segelboot - auf dem sich nur noch die Skelette zweier Menschen befinden. Ryan Sanders berührt die weißen Knochen - und verwandelt sich vor den Augen seiner Freundin in ein grausiges Skelett. Larry Brent, alias X-RAY 3, Erfolgsagent in Sachen Horror, nimmt die Spur auf...


Kapitel:
01. Säurebad
02. Nackte Knochen
03. Vom Erdboden verschluckt
04. Sturmwarnung
05. Geburtsfehler
06. Untergang


Sprecher:
Erzähler: Günter König
Zeitansager: Michael Harck
Larry Brent alias X-Ray 3: Rainer Schmitt
David Gullen alias X-Ray 1: Rüdiger Schulzki
Ryan Sanders: Gernot Endemann
Chantalle: Reinhilt Schneider
Prof. Torance: Horst Frank
John Smith: Helmut Ahner
Kapitän: Ernst von Klippstein
Claire Utrami: Pia Werfel
Gino: Manfred Reddemann
Amelie Hangslow: Marianne Kehlau
Funker: Manfred Schermutzki
Krankenschwester: Claudia Schermutzki
Matrose: Bertram von Boxberg
Matrose: Douglas Welbat


Warnung: Dieser Absatz der Rezension enthält Spoiler! - Die Luxusyacht des australischen Millionärssohn Ryan Sanders befindet sich im Bermudadreieck. Zusammen mit seiner Freundin Chantalle genießt er den ruhigen Abend auf See, als sie ein anderes Schiff entdecken. Als sie keine Antwort auf ihre Rufe bekommen, nähern sie sich dem Schiff und Ryan geht an Bord. Alles was er findet sind zwei blanke Skelette. Zur gleichen Zeit empfängt Professor Torrance, ehemaliger Forscher der US-Regierung, einen von ihm beauftragen Killer, der sich nach Erledigung seines Jobs den Rest seines Lohns abholen will. Doch anstatt der zweiten Hälfte der vereinbarten Summe zu erhalten, stolpert er in eine tödliche Falle, die der Professor für ihn bereitgestellt hat. Etwas später in der Nacht bemerkt Chantalle, dass Ryans Hand sich auflöst und nur Knochen übrig bleiben. Während Ryan noch hofft, wenigstens seine Freundin retten zu können, bemerkt diese den rätselhaften und schmerzlosen Verfall auch an ihrem Körper und sie weiß, eine Rettung wird es nicht geben. Inzwischen sind die Berichte über blanke Skelette auch zur PSA, einer internationale Organisation zur Verbrechensbekämpfung, gelangt. David Gullen und sein Team von Spezialagenten nehmen sich ausschließlich Fällen an, die mit normalen Mitteln nicht gelöst werden können. Gullen schickt seinen besten Agenten Larry Brent alias X-Ray 3 auf die MS Andrea Morena, die als einziges Schiff in dieser Saison in Richtung der Turks- und Caicoinseln fährt, in deren Nähe die Skelette entdeckt worden sind. Der Grund dafür ist, dass Professor Torrance über Wochen ein Ticket für diese ausgebuchte Kreuzfahrt erstehen wollte und genau an dem Tag mit der Nachfrage begonnen hat, als die erste Meldung über gefundene Skelette in den Nachrichten zu lesen war. Außerdem wurde die Leiche eines Fahrgastes gefunden, der die Reise angeblich zuvor noch schriftlich abgesagt hat, zugunsten des Professors. An Bord der MS Andrea Morena erkennt X-Ray 3 schnell, dass er den Professor nicht aufhalten kann, da dieser den Grund für die Skelette, ein von ihm und Kollegen entwickeltes Gas, stets in einem Atomiseur bei sich trägt und schon der Kontakt mit diesem Behälter tödliche Folgen haben würde. Im zwanglosen Plauderton und wortwörtlich über Leichen gehend, übernimmt der Professor das Schiff und zwingt den Kapitän, es trotz eines Unwetters näher an die Turks- und Caicoinseln zu steuern. Während sich in der Kabine des Professors eine tödliche Gefahr für alle aufbaut, versuchen X-Ray 3 und der Kapitän möglichst viele Passagiere mit den Rettungsbooten zu retten. Als das Schiff geräumt ist und der Professor alleine darauf zurückbleibt, setzt X-Ray 3 alles auf eine Karte und das Schicksal der ganzen Welt steht auf dem Spiel.

Mein Fazit: Larry Brent gehört zu den Hörspielserien, bei denen ich als Kind zum Teil echte Angstzustände erlebt habe. Auch heute noch gibt es Folgen, die ich mit einer dicken Gänsehaut höre. Mit "Irrfahrt der Skelette" hat die Serie einen sehr guten Start erwischt, bei dem die Gefahr von einem Wissenschaftler ausgeht, der skrupellos über Leichen bzw. Skelette geht. Schon die Anfangsszene ist mit einer Mischung aus Humor, leichter Erotik und der sich aufbauenden Gefahr sehr spannend gemacht und zeigt gleichzeitig viele Stärken der Serie auf. Als Kind hat dieser Anfang außerdem einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil er sich stark von dem abgehoben hat, was man sonst von Europa gewöhnt war. Aufgrund des Inhaltes wurde sogar betont, dass es sich um Hörspiele für Erwachsene handelt. Ein auffälliges Merkmal der Serie ist die sehr genaue Beschreibung aller Figuren, auch wenn sie noch so kleine Rollen haben. So ist der Kapitän glaubhaft um die Passagiere besorgt, Professor Torrance ist gleichzeitig charmant und wahnsinnig und Larry Brent ist gewitzt, charmant, immer auf der Höhe des Geschehens und bereit alles zu geben. Im Rahmen der "Rückkehr der Klassiker" wurden einige Änderungen vorgenommen, die bei dieser Folge nur mit der Hintergrundmusik zu tun haben und keine Kürzung des eigentlichen Hörspiels zur Folge hatten, was in späteren Folgen der Serie ein großes Thema wird. Die Titelmelodie der Serie wurde aus einem Sample des NDW Hits "CODO" von DÖF erstellt und wird von Hörspielfans auch heute noch sofort mit Larry Brent in Verbindung gebracht.  Als Einstieg in die Serie ist dieses Kulthörspiel sehr zu empfehlen, da eine Bedrohung durch Wissenschaftler zeitlos ist und auch heute für schaurig-spannende Momente sorgt. Das Drehbuch, die Qualität der Sprecher und auch der Einsatz von Musik und Effekten, können auch heute noch locker mit modernen Produktionen mithalten.

[Bild: bewertung5.png]

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