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  [Deutsch-Folk] Versengold - Nordlicht (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 28.06.2019, 09:24 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: nordlicht.jpg]


Tracklist:
01. Durch den Sturm
02. Thekenmädchen
03. De rode Gerd
04. Küstenkind
05. Der Tag, an dem die Götter sich betranken
06. Winterflut 1717
07. Erinnere Dich (Ein Lied das nicht vergisst)
08. Butter bei die Fische
09. Teufelstanz
10. Meer aus Tränen
11. Die Blätter, die im Frühling fallen
12. Weit, weit weg
13. Braune Pfeifen
14. Wohin wir auch gehen


Der Name ist Programm: das neuste Album „Nordlicht“ beschäftigt sich eingehend mit unserer nordischen Heimat. Es gibt Geschichten aus dem Teufelsmoor, Liebeserklärungen an die Nordsee und Berichte historischer Ereignisse aus dem Norden zu hören. Natürlich dürfen auch ordentliche Trinklieder, witzige Anekdoten und unsere vielgelobten, tief gehenden Balladen nicht fehlen – hier kommt jeder auf seine Kosten! Das alles im gewohnt druckvollen Versengold-Folk-Sound, der von fröhlich bis düster, treibend bis getragen, tänzerisch bis nachdenklich alles zu bieten hat. (Pressetext)


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Versengold sind:
Malte Hoyer: Gesang
Daniel Gregory: Gitarre, Mandoline, Bouzouki, Banjo, Hintergrundgesang
Florian Janoske: Violine, Mandoline, Hackbrett, Hintergrundgesang
Alexander Willms: Nyckelharpa, Concertina, Hintergrundgesang
Eike Otten: Bass, Gitarre, Hintergrundgesang
Sean Lang: Schlagzeug, Klavier, Percussion, Hintergrundgesang


Wenn eine Band sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und verändert, ertönen gerne die "Früher war alles besser!" Chöre. Bei Versengold müsste es heißen "Früher war vieles anders.". "Nordlicht" enthält alle Elemente, die man sich als Fan von Versengold wünscht, doch damit allein sind Versengold nicht zufrieden. Jedes Lied ist mit vielen musikalischen Details versehen, die man unmöglich schon nach dem ersten Hören heraushört. Vielmehr verliert man sich beim ersten Mal in den Melodien und nimmt erst beim wiederholten Hören Texte und Feinheiten in sich auf. Die Themen sind sehr abwechslungsreich. "De rode Gerd" erzählt vom legendären Schmuggler im Teufelsmoor, der in der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts sein Unwesen trieb. Die "Winterflut 1717" gab es ebenfalls wirklich und sie wurde in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1717 durch einen plötzlich auftretenden Nordweststurm ausgelöst und hat über 10000 Leben gekostet. Neben solch ernsten Themen lockern Versengold das Album in gewohnt tanzbarer Manier mit Liedern wie "Thekenmädchen", "Butter bei die Fische"und "Der Tag an dem die Götter sich betranken" auf. Mit "Braune Pfeifen" gibt es auch noch ein musikalisches Zeichen gegen die Gefahr von rechts, die auf typische Versengold-Art besungen wird. "Meer aus Tränen" ist ein mutiges und wichtiges Lied, das vielen aus der Seele sprechen wird und gleichzeitig ein Schlag ins Gesicht für diejenigen ist, die das Geschehen im Mittelmeer leugnen oder für richtig halten.  Für Romantiker gibt es dann noch Stücke wie "Erinnere dich (Ein Lied das nie vergisst)". Beim "Teufelstanz" hat man dann noch Laura Fella von Faun zum gemeinsamen Singen eingeladen. "Nordlicht" bietet also wirklich für jeden Versengold-Fan die richtige Stimmung und ist dabei noch so produziert worden, dass weit über die Fangemeinde hinaus neue Hörer gefunden werden können. Man darf gespannt sein, wo Versengold mit "Nordlicht" in den Albencharts landen werden, denn das Potential nach der 1 zu greifen ist eindeutig vorhanden.


Mein Fazit: Versengold haben es im Vorfeld geschafft, dass ich seit der ersten Ankündigung von "Nordlicht" und mit jeder Single mehr eine größere Vorfreude auf das neue Album verspürt habe. Die Erwartungshaltung an "Nordlicht" war also sehr hoch. Nach dem ersten Durchhören musste ich erstmal verarbeiten, was ich da eben gehört habe. Die Themenvielfalt ist beeindruckend und zu jeder Geschichte gibt es den passenden musikalischen Rahmen. "Meer aus Tränen" hat mich sehr berührt und ich hoffe, dass es vielen die Augen öffnen wird und man das Thema nicht mehr für weit weg hält oder ignoriert. Bei "Thekenmädchen" singe ich schon seit Veröffentlichung der Single laut mit und die anderen Lieder arbeiten auch schon daran, hartnäckige Ohrwürmer zu werden. Wer auf dem Album einen Lückenfüller sucht, wird enttäuscht sein, denn den gibt es auf "Nordlicht" nicht. Sicherlich wird jeder für sich Lieblingslieder finden, doch ich kann aus den 14 Liedern keinen Anspieltipp geben, da es für mich gerade unmöglich ist zu sagen, was besser sein könnte. Meine persönlichen Erwartungen wurden nicht nur erfüllt, sondern übertroffen und so ist "Nordlicht" für mich ein ganz heißer Kandidat auf das Folkalbum des Jahres.

[Bild: bewertung5.png]

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  [Mittelalter/Folk] Des Wahnsinns fette Beute - Zeiten und Welten (2018)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 26.06.2019, 06:52 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: dwfbzuw.jpg]


Tracklist:
01 Ausser Rand und Band im Märchenland
02 Black is the Color
03 Die Worte
04 Glaube und Stahl
05 Komm mit
06 Loch Lomond 2018
07 Marie
08 The right way
09 The Wild Rover
10 Ye Jacobites


Des Wahnsinns fette Beute sind 5 lustige Spielleute aus dem schönen Münsterland und spielen Mittelalter- u. Folk Musik. In erster Linie spielen sie ihre eigenen Songs, sie haben aber auch ein paar Traditionals im Repertoire. Ihr Publikum erfreuen sie mit fröhlichen und frechen, aber auch mit schaurigen und romantischen Melodeyen. Mit "Zeiten und Welten" haben sie schon ihr viertes Studioalbum veröffentlicht. Zum Albentitel schreiben die Spielleute: "Da wir uns bei der Findung eines Names für diesen Silberling schwer taten, entschieden wir uns für "Zeiten und Welten", da die Songs einen Querschnitt durch viele Epochen und Welten darstellen. Begleitet uns nun durch eine Reise durch alle Zeiten und Welten im Universum von Des Wahnsinns fette Beute." (Quelle: Des Wahnsinn fette Beute)


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Des Wahnsinns fette Beute sind:
Willow der Saitenstreicher: Gitarren, Piano & Gesang
Evken die Magische: Tin Whistle, Bodhrán, EWI (Electronic Wind Instrument) & Gesang
Lady Kassandra: Blockflöten & Hintergrundgesang
Dr. Met: Bass, Gesang & Hintergrundgesang
Fabse das Lehrling: Djembe, Cajon & Perkusion


Unter dem Motto "Zeiten und Welten" präsentieren Des Wahnsinns fette Beute ihr viertes Studioalbum. Die Zusammenstellung der Lieder erinnert dabei sehr an die 3 Vorgänger, denn eigene Lieder mischen sich mit bekannten Liedern der Mittelalter- und Folkszene. So sind Evergreens wie "Ye Jacobite", "Black is the Color" und "The Wild Rover" Garanten dafür, dass man sich schnell ins Album reinhört. Die neue Version von Loch Lomond ist so eingespielt, wie Des Wahnsinns fette Beute das Lied mittlerweile live spielen. Hier bietet es sich am besten an, sich die Entwicklung der Band noch einmal anzuhören, da die ursprüngliche Version auf dem Debütalbum zu hören ist. Bei "Außer Rand und Band im Märchenland" hört man das schelmische Grinsen von Willow heraus, während er mit guten Wortspielen über das Leben als Vambier erzählt. "The Wild Rover" klingt, als säße man gerade in einem Saloon im wilden Westen und die Spielleute würden dort für Stimmung sorgen, was vor allem am Klang des Pianos liegt. "Die Worte" handelt von der Wirkung, die von eben solchen ausgehen können und ist selbst ein wenig magisch vom Klang her. Auch "Marie" ist eine bandeigene Ballade, die vom Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung handelt und bei der sich Gesang und Flötenspiel zu einer schönen Melodie vereinen. "The right way" stammt aus Willows Feder und ist bereits 1991 geschrieben worden. Hier zeigt sich, dass der Albentitel "Zeiten und Welten" wörtlich zu nehmen ist. Trotz des Alters fügt sich das Lied nahtlos in die Songliste ein und hat als einzige englische Eigenkomposition auf dem Album doch eine Sonderstellung. Aber auch wenn das Album alle Stärken der Bands vereint, gibt es einige Schwächen, die nicht zu überhören sind. Beim Mastering hätte etwas mehr Feingefühl dem Klang gut getan und beim ein oder anderen englischen Lied, klingt die Aussprache nicht immer optimal. Wenn man über diese Punkte hinwegsieht, kann man mit "Zeiten und Welten" aber so manche schöne Stunde verbringen.

Mein Fazit: Des Wahnsinns fette Beute kenne ich schon seit einigen Jahren und habe die Entwicklung der Band dabei verfolgen können. Außerdem sind sie jetzt schon im dritten Radio Teil meines Programms. Die Klangqualität von "Zeiten und Welten" ist mit Abstand die Beste, wenn man die Alben miteinander vergleicht und auch musikalisch hat die Band sich stetig weiterentwickelt. Das Problem, dass im Endmix nicht alle Instrumente und Stimmen optimal abgemischt sind, besteht aber weiterhin. So sind Bass, Djembe und Cajon stellenweise sehr leise, während Flöten und Gesang hier und da zu laut erscheinen. Aus persönlicher Sicht hätte ich "Black is the Color" lieber von Evken gehört, da ich dieses Lied mit einer Frauenstimme schon immer schöner gefunden habe, aber das ist reine Geschmackssache. Die Stärke des Albums sind eindeutig die eigenen Kompositionen der Band, denn dort stimmt einfach alles. Egal ob romantische Ballade oder lustig erzählte Geschichte, die Lieder sorgen für gute Unterhaltung und eignen sich nicht nur für Märkte oder Tavernenspiele, sondern auch für gemütliche Abende am Lagerfeuer. Meine Anspieltipps sind "Außer Rand und Band im Märchenland", "Komm mit" und als mein persönliches Highlight des Albums "Die Worte". Das Zusammenspiel von Willows und Evkens Gesang ist dort besonders schön gelungen und gehört sogar zu den besten Gesangsleistungen, die es auf den Alben bisher gegeben hat.
 

[Bild: bewertung4.png]

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  [Deutscher Metalcore] Stunde Null - Alles voller Welt (VÖ: 28.06.)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 24.06.2019, 13:51 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: snavw.jpg]



Tracklist:
01. Wir sind bei dir
02. Du brichst mich nicht
03. Alles voller Welt
04. Engel im Exil
05. Augen auf die Nacht beginnt
06. Unser Weg Richtung Horizont
07. Nein aus Liebe
08. Nur mein Gesetz ist mein Gesetz
09. Wunden der Zeit
10. Zieh los
11. Die Arche gibt es nicht
12. Das wird unser Denkmal sein
13. Unsere Tränen aus deinem Gesicht


Noch melodischer, noch größer, noch besser - noch mehr Stunde Null! So präsentiert sich das am 28.06. erscheinende neue Album „Alles voller Welt“ der fünf Südtiroler. Nachdem die Band im April 2018 ihr Debütalbum „Vom Schatten ins Licht“ veröffentlichte und im Anschluss daran praktisch pausenlos auf den Bühnen dieser Republik unterwegs war, ging es vom Tourbus direkt ins Studio - Stunde Null gönnt sich keine Auszeit, nein, hier wird weiter auf Angriff gesetzt! Nur knapp fünf Monate blieben der aufstrebenden Band, um den Nachfolger von „Vom Schatten ins Licht“ zu produzieren. Dieser Zeitdruck erwies sich jedoch in keinster Weise als problematisch, ganz im Gegenteil, das facettenreiche Album ist bis ins letzte Detail ausgereift - es scheint, als wäre das Kind erwachsen geworden. Während das Debütalbum eine Reise durch mehrere Genres war, zeigt sich Stunde Null auf „Alles voller Welt“ mit eigenem, ausdrucksvollem Charakter. Einer Schublabe lässt sich der passende Mix aus harten und melodischen Parts immer noch nicht zuordnen, doch wirkt das Album harmonischer, kompakter, wie aus einem Guss. Ein roter Faden zieht sich durch die 13 Songs, Monotonie kommt dabei nicht auf: „Alles voller Welt“ ist abwechslungsreich und doch in sich stimmig. (Pressetext)


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Stunde Null sind:
Aaron Puntajer: Gesang
Jonas Rabensteiner: Gitarre
Markus Aichner: Gitarre
Michael Schweigkofler: Bass
Stefan Gantioler: Schlagzeug


Dass Südtirol immer wieder qualitativ hochwertige Bands hervorbringt, die sich deutschsprachigem Rock und Metal widmen, weiß man nicht erst seit Unantastbar oder Frei.Wild. Stunde Null bilden da keine Ausnahme und mit ihrem zweiten Studioalbum "Alles voller Welt" machen sie einen großen Schritt nach vorn. Dies ist umso beeindruckender, wenn man bedenkt, dass die Band für dieses Album gerade mal fünf Monate Produktionszeit hatte. Die Leidenschaft und das Herzblut, das in die Musik und in die Texte eingeflossen ist, springt sofort auf den Hörer über. Schon der Opener "Wir sind bei dir" tritt ordentlich aufs Gaspedal und ist ein Versprechen an die Fans, dass die Band auch in Zukunft noch viel vor hat. Harte Gitarren leiten "Du brichst mich nicht" ein und während die Strophen nichts an Härte verlieren, ist der Refrain deutlich melodischer. Doch selbst die ruhigen Passagen täuschen nicht darüber hinweg, dass hier eine musikalische Abrechnung mit einer zerflossenen Liebe vorgenommen wird. "Alles voller Welt" ist ein Song, mit einer sehr positiven Message, die sich auch im dazugehörigen Musikvideo widerspiegelt. Mit "Engel im Exil" gibt es die erste Ballade des Albums, der "Wunden der Zeit", "Zieh los" und "Unsere Tränen aus deinem Gesicht" folgen. Dass die Texte nicht nur einmal für Gänsehaut sorgen, haben alle Balladen gemeinsam und bei Konzerten werden diese Lieder sicherlich immer wieder für Tränen der Rührung sorgen. Wer jetzt aber befürchtet, das Album könnte von Lied zu Lied Schwung verlieren, der sollte sich zum Beispiel "Augen auf die Nacht beginnt" und "Nur mein Gesetz ist mein Gesetz" anhören. Noch mehr möchte ich aber nicht vorweg nehmen, da gerade das erste Durchhören des Albums ein Erlebnis für sich sein sollte, ohne dass man bei jedem Lied weiß, was man erwarten darf. Deshalb sollte man am 28.6. bereit sein, die heimische Anlage oder den Player ordentlich aufzudrehen und ohne jegliche Ablenkung ins Album eintauchen.

Mein Fazit: Wenn man "Alles voller Welt" mit seinem Vorgänger "Vom Schatten ins Licht" vergleicht, ist die Weiterentwicklung der Band nicht zu überhören. Stunde Null sind vielseitiger geworden, trauen sich neue Sachen auszuprobieren und klingen dabei verdammt gut. Das Album profitiert auch sehr stark davon, dass sich sowohl die Musik, als auch Aarons Stimme sehr stark vom typischen Klang der meisten Deutschrockbands abheben. Die Texte sind hervorragend geschrieben und einige gehen stark unter die Haut, während andere Texte deutlich klar machen, dass man sie auf Konzerten laut mitsingen soll und Spaß machen sollen. Die musikalische Achterbahnfahrt, die man als Hörer so erlebt, hält geschickt die Waage zwischen schnellen und ruhigeren Liedern. Dadurch sind die knapp 47 Minuten schneller vorbei als einem lieb ist. Allerdings wird so auch dafür gesorgt, dass man "Alles voller Welt" immer wieder hören möchte und es sich sehr lange im Player halten wird. Fans von deutschsprachigem Rock sollten sich "Alles voller Welt" auf jeden Fall anhören und die Band mit dem Kauf des Albums supporten. Wer sich vorab ein Bild machen möchte, dem empfehle ich "Alles voller Welt", "Du brichst mich nicht", "Engel im Exil", "Augen auf die Nacht beginnt" und "Zieh los" als Anspieltipp. 

[Bild: bewertung5.png]

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  [Fresh Folk] Steve Crawford & Sabrina Palm - Two (VÖ: 27.07.)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 22.06.2019, 07:43 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: two.jpg]


Tracklist:
01. Palmer's Gate / Lasses Fashion /McFadden's Handsome Daughter
02. Heather on the Moor
03. Three Little Steps / The Soup Dragon / I've Got It Here Somewhere
04. More Love
05. Such a Parcel of Rogues in a Nation
06. Scone Palace / Droim Chonga
07. Something Is Right About It
08. Scapa Flow 1919
09. A Little Bit for Breakfast / Killarney Boys of Pleasure / Leslie's Reel


Steve Crawford ist Sänger und Gitarrist aus Aberdeen, Schottland. Mit seinen Bands wie Catford und Ballad of Crows, sowie im Duo mit dem Mundharmonikaspieler Spider MacKenzie ist er schon durch ganz Europa und darüber hinaus getourt. Gemeinsam mit der Bonner Fiddlerin Sabrina Palm präsentiert der junge Schotte nun Musik aus seiner Heimat. Mit seiner einfühlsamen Stimme entführt er die Zuhörer in die Weiten des schottischen Hochlands. Die Bonnerin spielt seit ihrer Jugend keltische Musik, tourt u.a. mit der Band Whisht! und hat als erste Deutsche die Prüfung zum Lehrer für traditionelle Musik in Dublin bestanden. Steve Crawford und Sabrina Palm ergänzen sich so perfekt wie die verschiedenen Geschmacksnuancen eines guten schottischen Whiskys. Eine gute Grundlage für einen schönen Abend. Crawford und Palm präsentieren nun ihr zweites Album "Two". Mit dem Album beweisen sie wiederum großes Talent für Arrangement und Komposition. Eine gut ausgewogene Mischung aus Liedern und Instrumentalstücken zeigt, dass das Duo es gleichermaßen versteht, herzerwärmende Balladen und zarte Klänge sowie fetzige Jigs und Reels zu spielen.


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Steve Crawford: Gitarre, Gesang
Sabrina Palm: Fiddle
sowie:
Connor Mallon: Uilleann Pipes, Whistles
Robbie Walsh: Bodhrán
Paul Bremen: Viola


Fresh Folk ist eine Musikbezeichnung, die man bisher nicht oft gehört hat, was sich durch das zweite Studioalbum von Steve Crawford und Sabrina Palm durchaus ändern könnte. Traditionelle Klänge arrangieren die beiden auf eine sehr moderne Weise und haben so ein Album voller Ohrwürmer erschaffen. Connor Mallon, Robbie Walsh und Paul Bremen sind dabei nicht nur schmückendes Beiwerk im Hintergrund. Vielmehr ist es die Kombination aus allen beteiligten Musikern, die "Two" zu einem Album machen, das man als Folkfan nicht verpassen sollte. Bei "Three Little Steps / The Soup Dragon / I've Got It Here Somewhere" ist es zum Beispiel gerade das Zusammenspiel von Bodhrán, Uilleann Pipes und Whistles, dass dieses Jigset so wunderbar tanzbar macht. Steves Gesang und die Kombination aus Fiddle und Whistle passen perfekt zur Ballade "Scapa Flow 1919", bei der es um die Versenkung der deutschen Flotte auf den Orkney-Inseln nach dem Ende des ersten Weltkriegs geht. Rein auf den Gesang bezogen ist mir "More Love" besonders aufgefallen, da Steve dort alle Stärken seine Stimme umsetzen kann. Doch nicht nur die neu arrangierten Stücke sind wunderbar umgesetzt, denn mit "Something Is Right About It" gibt es auch noch eine eigene Komposition von Sabrina Palm, die zu den Highlights des Albums gehört. Von technischer Seite gibt es auch keine Gründe zu meckern, was bei der Studioauswahl auch sehr verwunderlich gewesen wäre. Immerhin wurde das Hansahaus Studio in Bonn schon mit 3 Grammys ausgezeichnet und Mani Zmarsley hat bei den Aufnahmen dafür gesorgt, dass "Two" zu einem wahren Hörgenuss geworden ist.

Mein Fazit: Da ich dieses Album zugeschickt bekommen habe, ohne selbst danach gefragt zu haben, bin ich völlig unvoreingenommen an die Musik herangegangen. Schon bei den ersten Klängen habe ich angefangen im Takt zu schunkeln und spätestens beim Einsetzen der Fiddle hat mich die Musik dann endgültig in ihren Bann gezogen. Dies hat sich im Laufe der neun Lieder auch nicht mehr verändert und die knapp 37 Minuten Spieldauer sind wie im Fluge vergangen. Das Wechselspiel zwischen instrumentalen Melodien und gesungenen Stücken macht beim Hören sehr viel Spaß. Steve schafft es sehr viel Gefühl in seinen Gesang einzubringen und der leicht verträumt-melancholische Unterton in seiner Stimme verleiht den Liedern sehr viel Tiefe. Doch nicht nur der Gesang ist traumhaft, denn alle beteiligten Musiker beherrschen ihre Instrumente perfekt und wissen diese auch genau einzusetzen. Egal ob es eine Whistle ist, die etwas leiser im Hintergrund zu hören ist, oder ob Fiddle und Uilleann Pipe gemeinsam die Melodie bestimmen, alles hat seinen Platz und im Gesamtbild geht nichts unter. Dies liegt auch am hervorragenden Mastering des Albums, bei dem wirklich alles richtig gemacht worden ist. Mein Tipp für das Album sieht so aus, dass man sich einen ruhigen Moment gönnen sollte, um das Album richtig auf sich wirken zu lassen. Wer auf handgemachten Folk steht, der darf hier sowieso bedenkenlos zugreifen.

[Bild: bewertung5.png]

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  [Deutscher Indiepop] Deine Cousine - Attacke (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 15.06.2019, 11:09 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: dca.jpg]


Tracklist:
01. Attacke
02. Kiez oder Kinder
03. Aufhören wenns am Schönsten ist
04. Freund oder Feind
05. Küss mich
06. Runaway Girl
07. Scheiß auf Ironie
08. Unkaputtbar
09. Wenn das Liebe ist
10. Bauchgefühl
11. St. Pauli
12. Sollbruchstelle


Unter dem Namen Deine Cousine veröffentlichte Ina Bredehorn am 26. April ihr Debütalbum "Attacke", mit dem sie frischen Wind in die angestaubte Rockszene bringen möchte. "Attacke" ist aber nicht nur der Titel des Albums. Vielmehr ist das Wort auch symbolisch für die Herangehensweise, mit der Ina Bredehorn ihre Karriere als Musikerin gestartet hat. Der Job als Industriemechanikerin wurde 2011 spontan gekündigt und sie zog nach Hamburg, um dort weiter voranzukommen. Sie lernte selbstständig Gitarre und Klavier und gewann 2014 den Panikpreis als "Beste Newcomerband". Der Panikpreis wurde von niemand anderem als Udo Lindenberg ins Leben gerufen, der durch den Gewinn auf sie aufmerksam wurde und sie in sein Panikorchester aufgenommen hat. Diese Zusammenarbeit hat zu ihrem Duett auf dem MTV Unplugged II Album geführt, wo sie gemeinsam "Du knallst mein Leben" gesungen haben. Trotz der Veröffentlichung ihres ersten Albums wird sie weiter mit Udo Lindenberg touren.


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Deine Cousine: Ina Bredehorn


Mit "Attacke" hätte Deine Cousine keinen besseren Titel für das Debütalbum wählen können. Die Texte sind voll klarer Ansagen, die offensiv und teilweise auch provokant sind. Die Musik ist eine Mischung aus Punk und Pop, die sehr gut zu den Texten passt und ihnen immer ein passendes Klangbild verleiht. Ina Bredehorn hat Themen gewählt, die viele Frauen ansprechen werden, ohne das männliche Publikum außen vor zu lassen. "Kiez oder Kinder" stellt die große Frage, ob das Leben als Mutter plötzlich ein ganz anderes wäre und ob man sich dann auch so verhalten muss. Die Antwort wird aus persönlicher Sicht mitgeliefert, ohne eine für alle gültige Lösung zu präsentieren. "Aufhören wenns am Schönsten ist" ist ein echter Partysong, den man sehr schnell erneut hören möchte. "Scheiss auf Ironie" wird wahrscheinlich viele weibliche Fans begeistern. Eigentlich richtet sich der Text allerdings eindeutig an alle Männer, die es immer noch nicht verstanden haben, dass Sexismus nichts mit Humor zu tun hat. Hitverdächtig ist "Runaway girl", denn Vergleiche mit P!nk sind hier durchaus machbar und würde sich in den Programmen diverser Radiostationen sehr gut machen.  Deine Cousine hat mit "Attacke" ein sehr starkes Debüt hingelegt. Lust auf mehr ist auf jeden Fall vorhanden und Pläne für ein zweites Album soll es schon geben. Wer sich die Wartezeit bis dahin verkürzen möchte, kann sich ab Oktober auf der "Attacke" Tour  auch live von den Qualitäten des Albums überzeugen lassen.

Mein Fazit: Deine Cousine habe ich durch Zufall für mich entdeckt und war sofort begeistert. Ehrliche Texte, die nicht immer darauf achten politisch korrekt oder immer jugendfrei zu sein, sind eine schöne Abwechslung in der sonst so selbst zensierten deutschen Musiklandschaft. Es geht aber nicht darum abzuschrecken, denn die Musik spiegelt einfach das Bild einer modernen und selbstbewussten Frau wider. Erzählt werden sowohl die eigenen Ansichten zu Themen wie Liebe, Sexismus, das Gefühl ein Außenseiter zu sein, als auch persönliche Erlebnisse und Gefühle. Ina Bredehorns charismatische Stimme hat einen hohen Wiedererkennungswert, der ihrer Musik sehr viel Persönlichkeit verleiht. Zwar kommen Männer nicht immer ganz so gut weg in den Texten, aber da muss jeder für sich entscheiden, ob er sich an den entsprechenden Stellen angesprochen fühlt und warum das so ist. Ich selbst erkenne in den Liedern einige der starken Frauen, die ich persönlich kenne und finde vielleicht genau deshalb so großen Gefallen daran, wie ungeschönt hier Themen besungen werden. Meine Anspielstipps sind "Runaway Girl", "Kiez oder Kinder", "Unkaputtbar" und "Aufhören wenns am Schönsten ist".

[Bild: bewertung5.png]

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  15: Die Musik aus der Welt des Horrors... - Horror Pop Sounds (Originalserie)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 10.06.2019, 13:23 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA - Keine Antworten

[Bild: horrorpop.jpg]


Effekte und Geräusche: Heikedine Körtling
Musik: Bert Brac
Musik: Betty George, Ko-Autor Bert Brac (Titel 6, 10 & 18)


Diese Folge der Gruselserie ist kein Hörspiel, sondern enthält Lieder, die als Soundtrack gedient haben. Viele Lieder sind von Carsten Bohn, der von Europa mit anderen Musikern unter dem Pseudonym Bert Brac aufgeführt worden ist. Bohns Originalaufnahmen dürfen mittlerweile aufgrund eines Rechtsstreits nicht mehr verwendet werden, wurden aber neu aufgenommen und in seiner Reihe "Brandnew Oldies" veröffentlicht. Aus diesem Grund ist diese Folge unter Sammlern sehr begehrt. Die Titel sind nicht die Originalnamen, unter denen sie komponiert worden sind, sondern wurden an die Serie angeglichen. Die Originaltitel sind in Klammern dahinter, so wie Carsten Bohn selbst sie angegeben hat. Das gleiche Prinzip wurde auch für die Soundtrackfolge von Die drei ??? verwendet. Da diese Folge nur als MC und auf Vinyl erschienen ist, gibt es hier entsprechend die Angabe mit A und B  Seite.


Tracklist:
A:
01. Horror Theme (Frankenstein & Dracula (Part 1))
02. Schloß des Grauens (Guitarrero Comedown (Part 1))
03. Ghost Rock (Eva's Decision (Part 1))
04. Blutfürstin Dracula (Miles Smiles Ahead)
05. Tanz der Ameisen (Areacode 212)
06. Nacht der Nebel
07. Marsch der Monster (Frankenstein & Dracula (Part 3))
08. Luzifers Stunde (Flaggio Let Me Be like I Am (Part 1))
09. Gräfin Draculas Song (Kinda Sad and Sometimes Too)
10. Die Monstermumie
B:
01. Frankensteins Labor (Function Proof)
02. Insel des Schreckens (Flaggio Let Me Be like I Am (Part 3))
03. Draculas Gruft (Another One of Those Ups and Downs)
04. Frankensteins Flucht (Release Theme)
05. Duell mit dem Vampir (Theme for More or Less Musicians (Part 3))
06. Stimmen der Geister (Alone at Last)
07. Discomunculus (Simple Rhythm (Part 2))
08. Die Nacht des Werwolfs 
09. Dem Grauen entronnen! (Guitarrero Comedown (Part 2))


Soundtracks sind heutzutage extrem beliebt und auch 1981 war dies schon der Fall. Daher gab es von Europa nicht nur für die Gruselserie eine entsprechende Folge, die sich der Musik gewidmet hat. Wie auch bei Die drei ??? Folge 29 "Die Original-Musik aus der Europa-Jugend-Serie" wurden Effekte und Stimmen auf die Lieder gelegt, die meist aus der entsprechenden Serie stammen. So stammen die Schreie im ersten Titel aus der Folge "Die Nacht der Todesratte" und stammen von Donata Höfer und Richard Lauffen. Bei "Schloss des Grauens" sind unter anderem die Geräusche zu hören, die von den Riesenameisen aus Folge 5 stammen. "Blutfürstin Dracula" wird mit dem Schrei des seltsamen Weckers aus Die drei ??? eingeleitet, der in der Gruselserie gar nicht verwendet wird. Neben dieser Abweichung gibt es mit "Discomunculus" und "Dem Grauen entronnen!" auch noch Melodien, die ebenfalls nicht aus der Gruselserie stammen, auch wenn sie durchaus bekannte Stücke aus Europa Hörspielen sind. Die Overlays aus Stimmen und Effekten sind nicht unproblematisch. Während sie in einigen Stücken kaum auffallen, werden andere Lieder nahezu unkenntlich gemacht. Dies ist sehr schade, denn der eigentliche Kaufgrund für diese Aufnahmen ist die hervorragende Musik, die vielen Kinderzimmern der 80er Jahre einen ganz eigenen Soundtrack verpasst haben. Aufgrund rechtlicher Probleme zwischen Europa/Miller International und Carsten Bohn sind diese Originalaufnahmen nicht mehr nutzbar und somit als Original-Release nur verstümmelt zu hören. Auch wenn es viele Stücke auf YouTube zu hören gibt, ist es für echte Sammler sehr schade, dass sie auf Neuaufnahmen zurückgreifen müssen, wenn sie die Lieder auf CD kaufen möchten. Das Cover wurde aus den Covermotiven der ersten 10 Folgen zusammengestellt. Eine Ausnahme gibt es auch hier, denn die schreiende Frau am linken Bildrand, zwischen der Monsterspinne und der Kapitänsmütze, wurde eingefügt, um eine unschöne Lücke zwischen den einzelnen Motiven zu füllen. 

Mein Fazit: Ich gebe zu, dass ich ein großer Fan von Carsten Bohns Musik bin. Seit ich ein Kind war, begleitet mich seine Musik und die angesprochenen Neuaufnahmen seiner Stücke stehen allesamt in CD-Form meinem Regal. Man hört die Unterschiede allerdings sehr gut heraus, weshalb so eine Soundtrackfolge einen hohen nostalgischen Wert hat. Dennoch sind die Probleme mit den Effekten auf den Melodien nicht zu überhören und sie sind auch der Grund für die fehlenden Punkte in der Bewertung. Man stelle sich einfach mal vor, man holt sich ein Album seiner Lieblingsband und ständig würde jemand in die Lieder schreien, stöhnen oder unpassende Effekte einfügen. Das Album würde ohne lange nachzudenken zum Staubfänger werden, weil man genervt und enttäuscht ist. Die Musik für sich allein hätte volle 5 Punkte verdient und wären die störenden Geräusche nur jeweils Intro und Outro der Lieder, hätte es mich überhaupt nicht gestört. Dass der Soundtrack stark zur Beliebtheit der Serie beigetragen hat, möchte ich nicht unerwähnt lassen, da er viele der beliebtesten Stücke Carsten Bohn enthält. Ein weiterer Kritikpunkt, der bei beiden Seriensoundtracks auftritt, ist die Nummerierung innerhalb der Serie. Wer reine Hörspiele sammelt, wird so immer das Problem haben, dass seine Sammlung nicht komplett wirkt. Eine Veröffentlichung als Folge 0, wie es bei vielen Sonderfolgen gelöst wurde, oder einfach ohne Nummerierung, hätte viele Fans glücklicher gemacht. Als wahrer Sammler, so wie ich selbst einer bin, kommt man um diese Folge also nicht herum. Der hohe Preis, der im Internet für "Horror Pop Sounds" verlangt wird, zeigt, dass man als normaler Hörer besser auf die Neuaufnahmen oder auf YouTube zurückgreifen sollte. 

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  14: H. G. Francis - Die tödliche Begegnung mit dem Werwolf
Geschrieben von: Tommy2Rock - 06.06.2019, 14:55 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA - Keine Antworten

[Bild: hgf14.jpg]


Hörspiel von H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 42 Minuten Laufzeit


Wieder sind die Vollmondnächte da. Henry Aston spürt, wie das Böse sich in ihm regt, dass es ihn in ein Ungeheuer verwandeln will. Um das Entsetzliche abzuwenden, lässt er sich im Keller seines Hauses einsperren. Dennoch nimmt das Schicksal seinen Lauf - das Böse siegt: Der Werwolf kommt... und tötet. Welche Kräfte des Bösen sind es, die über das Haus der Astons gekommen sind? Zwei Ladies - klug und weise, sind dem Geheimnis auf der Spur. Können sie es lösen?


Sprecher:
Elke Reissert: Vera Aston
Wolfgang Draeger: Henry Aston
Henry Kielmann: Ben
Roswhita Benda: Susan
Katharina Brauren: Mutter Hethy
Gisela Trowe: Tante Martha
Karl-Ulrich Meves: Komissar McCallun
Aranka Jaenke: Mrs. Millan


Warnung: Dieser Absatz der Rezension enthält Spoiler! - Seit einigen Wochen gibt es mysteriöse Todesfälle bei Vollmond. Susan und Ben erleben das Grauen persönlich - ein Werwolf greift hilflose Opfer an. Vera und Henry Aston haben ähnliches erlebt und Henry bereitet sich auf den nächsten Vollmond vor, denn der Fluch des Werwolfs ist auf ihn übergesprungen. Im Keller ihres Hauses baut Henry einen Käfig, der mit einer Stahltür gesichert ist, damit er sich vor seiner Verwandlung einsperren kann. Zusätzlich will er durch eine mit Silberkugeln geladenen Waffe für den schlimmsten Fall vorbereitet sein, damit er als Werwolf getötet werden kann. Als der Vollmond ansteht, werden die Astons von Veras Mutter Hethy und ihrer Tante Martha besucht. Als Kommissar McCallun die Frauen davor warnt, aufgrund der ungeklärten Todesfälle bei Vollmond nicht vor die Tür zu gehen, reagieren die beiden älteren Damen schockiert. Vera und Henry hingegen sind besorgt, dass der Kommissar hinter ihr Geheimnis kommt und überlegen auch, wie es möglich ist, dass Henry aus seinem selbstgebauten Käfig entkommen sein soll. Um Hethy und Martha zu täuschen, gibt Henry an, dass er geschäftlich verreisen muss, damit er ungestört im Keller verschwinden kann, um alle vor dem Werwolf in seinem Inneren zu schützen. Auch Vera täuscht vor, noch einmal vor Einbruch der Nacht weg zu müssen, damit sie Henrys Auto umparken kann, so dass es nicht entdeckt werden kann. Während sie noch unterwegs ist, erscheint der Vollmond am Himmel und das Grauen nimmt seinen Lauf. Hethy und Martha haben Verdacht geschöpft und gehen in den Keller, wo sie den Käfig finden, ohne Henry zu erkennen, da dieser sofort versucht sie anzugreifen. Aufgrund eines Anrufes verlassen sie den Keller und werden dann durch das Klingeln an der Tür abgelenkt. Eine Nachbarin will sich etwas leihen und möchte dies aus dem Keller holen. Ohne an den Vorfall im Keller zu denken erlauben sie es der Frau, die kurz danach vom Werwolf getötet wird. Kurz darauf peitschen Schüsse durch die Nacht. Susan taucht auf und erklärt, dass ihr Verlobter Ben nach ihrer Begegnung mit dem Werwolf verstorben ist und sie seitdem auf der Jagd nach dem Monster ist. Der hinzugerufene Kommissar kann nichts weiter tun, als den Tod der Nachbarin zu bestätigen und wird dann von den beiden Damen in den Keller gerufen. Die Erkenntnis, dass Henry der Eingesperrte im Käfig ist, wirft viele Fragen auf, denn er ist nicht verwandelt und benimmt sich nur wie ein Werwolf. Nachdem er ins Krankenhaus gebracht wurde und die Polizei abgezogen ist, sind Hethy und Martha wieder allein im Haus. Der wahre Werwolf scheint immer noch in der Nähe zu sein und dringt ins Haus ein. Panisch flüchten die beiden in den Keller, da sie den Käfig für einen sicheren Schutz halten. Dort findet Martha Henrys Pistole und erschießt den Werwolf. Als dieser im Sterben liegt, verwandelt er sich in seine menschliche Gestalt zurück. Die Erkenntnis der wahren Identität ist für die Frauen ein großer Schock und ein Tonband, das für den Kommissar bestimmt ist, enthüllt die ganzen, grausamen Hintergründe, die zu dieser schlimmen Nacht geführt haben.


Mein Fazit: Die Geschichte um den Werwolf ist sehr gut erzählt, hat aber hier und da einige Stellen, die unlogisch erscheinen und eher als Lückenfüller dienen. Wie sonst könnte man in einer Nacht voller unheimlicher Ereignisse vergessen "dass da was im Keller war", wenn es sich immer wieder genau da abspielt? Die beiden älteren Damen Hethy und Martha liegen irgendwo zwischen liebenswert und nervig. Eben so, wie sich ein Besuch von älteren Verwandten eben anfühlen kann. Ob sie wirklich kluge und weise Ladies sind, sei durch ihr Auftreten mal dahingestellt. Die Polizei wirkt ein wenig dumm und hilflos, da sie immer erst erscheint, nachdem etwas passiert ist, obwohl schon zu Beginn klar gemacht wird, dass sie weiß, zu welcher Zeit die bisherigen Todesfälle passiert sind. Das Ende der Geschichte enthält einen Plot Twist, den man durchaus erahnen kann, wenn man aufmerksam zuhört, dies fällt den meisten Hörern aber erst beim erneuten Anhören auf. Diese Geschichte enthält im Original einige sehr beliebte Stücke von Carsten Bohn, die beim Re-Release leider weggefallen sind, wodurch einiges an Charme verloren gegangen ist. Eine Besonderheit ist auch das Fehlen von Günther Ungeheuer als Erzähler, der seit Folge 5 dauerhaft in dieser Funktion zu hören war und diese ab Folge 16 auch bis zum Ende der Serie wieder aufnimmt. "Die tödliche Begegnung mit dem Werwolf" ist somit eine solide und spannende Folge, die durch ihren Erzählstil aus den restlichen Hörspielen heraussticht.

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  [Rock] Popstar Killers - Driven by Fire (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 04.06.2019, 07:59 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: pkdbf.jpg]



Tracklist:
01. The Sound of Fire
02. Anybody Else
03. Some Things
04. Won't stop
05. Walking on Clouds again
06. Killing ain't an argument
07. Shut up and leave
08. Love is twisted
09. The Sunshine in your Mind
10. Never forget you
11. I don't wanna be alone tonight


Popstar Killers wurde 2006 unter dem Motto "Das Leben - die einzig wahre Castingshow" als Kontrastprogram zu den unsäglichen TV-Castingshows gegründet. Seitdem sind einige Jahre vergangen und die Band aus Ingolstadt hat am 5. April das aktuelle Album "Driven by Fire" veröffentlicht. Der Sound ist eine Mischung aus moderner Rockmusik und dem Old School Klang bekannter Garage Rock Bands. Thematisch nimmt die Band kein Blatt vor den Mund und singt über Herzschmerz, Liebe, Leidenschaft und spricht sich mit "Shut up and leave" auch offen gegen Rassismus aus. "Driven by Fire" ist ehrlich, schnörkellos und setzt dabei voll auf seine Stärken: eine charismatische Stimme und Melodien mit Ohrwurmcharakter, die den richtigen Soundtrack für den nahenden Sommer abliefern.


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Popstar Killers sind:
Alley: Gesang & Gitarre
Matt: Gitarre
Storry: Bass, Hintergrundgesang
Ferdinand: Schlagzeug


Die Popstar Killers einem bestimmten Genre zuzuordnen ist nicht nur sehr schwer, es würde die Vielfalt ihrer Einflüsse unnötig beschränken und in Schubladen stecken. Egal ob der Sound etwas härter ist, oder softere Töne anstehen, die Jungs aus Ingolstadt verpacken alles in ein ordentliches Gestell aus Gitarren und Drums. Sänger Alley trägt mit seiner Stimme dann auch noch dazu bei, dass die Band aus den Klängen der deutschen Musikszene deutlich heraus sticht. Besonders auffällig ist auch der hörbare Spaß an der Musik, der sich auf die Hörer überträgt. Dass Popstar Killers trotz zeitgemäßer Einflüsse einen eher klassischen Garage Rock Sound in der Musik haben, verleiht der Band einen unverkennbaren Charme, der sowohl jüngere als auch ältere Generationen begeistern dürfte. Ihre Talente und Ideen stecken aber nicht nur in den Melodien. In Liedern wie "Shut up and leave" und "Killing ain't an argument" zeigt sich die Band sozialkritisch und setzt ein Zeichen gegen Rassismus. Auf große Effekte verzichtet die Band ganz bewusst, da so der natürlich-dreckige Rocksound noch besser zur Geltung kommt. Mit "Driven by Fire" zeigen die Popstar Killers nicht nur, dass auf dem Weg nach oben sind, sie werden auch viele neue Fans mit dem Album begeistern. 

Mein Fazit: Als Fan von Bands wie den Foo Fighters und Monster Magnet habe ich mich bei den Popstar Killers sofort heimisch gefühlt. Die Jungs haben eine wunderbare Brücke zwischen klassischer und moderner Rockmusik geschaffen. Man bekommt beim Hören automatisch gute Laune und singt irgendwann von allein laut mit. Ich persönlich kann mir die Popstar Killers sehr gut auf den großen Sommer Festivals vorstellen, da sie sich hinter keiner Band verstecken muss. Wer keine Möglichkeit besitzt, zu einem Konzert zu fahren, sollte die heimische Anlage laut aufdrehen, damit der Sound seine volle Wirkung entfalten kann. Von mir gibt es für Fans von guter, handgemachter Rockmusik eine klare Kaufempfehlung. Meine Anspieltipps sind "Some thing", "Walking on clouds again", "Shut up and leave" und "Never forget you".


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  Juni 2019
Geschrieben von: Tommy2Rock - 03.06.2019, 09:09 - Forum: Durchgehört Charts Vorschläge - Antworten (9)

Hallo Freunde,

wir sind dabei die sechste Chartsrunde zu starten. Ihr habt nicht alle Bands in den letzten Top 30 gefunden, die euch am Besten gefallen? Dann heißt es ab jetzt wieder Vorschläge machen und fleißig abstimmen. Die Vorschläge können bis Donnerstag, den 06. Mai um 10 Uhr gemacht werden.

Folgende Dinge sind dabei wichtig:

- Jeder User darf einmalig im Monat von 5 verschiedenen Bands je einen Song vorschlagen. IPs und Sessions werden gespeichert und wer mehr als einmal wählt,  findet seine Vorschläge nicht in den Charts.
- Die Songs sind in folgender Weise zu machen: Band - Song (Beispiel: Modern Talking - Cherry, Cherry Lady). Sollte der Vorschlag nicht erkennbar sein, wird er ignoriert.
- Die Songs müssen bereits im Programm von Durchgehört gespielt werden. Neuvorstellungen werden von Durchgehört selbst gewählt. Falls euch etwas im Programm fehlt, könnt ihr dies über die Wunschbox ins Programm einbringen, solange die Bands nicht auf der internen Sperrliste stehen oder die Lieder nicht jugendfrei sind. 
- Songs, die es nur als Youtube Video gibt, exklusiv zu einem Streamingdienst gehören usw., werden nicht ins Voting aufgenommen.
- Musiker und Bands die sich selbst vorschlagen werden nur aufgenommen, wenn von Hörerseite nicht genug Vorschläge gemacht werden, um die Liste zu füllen. Sollten diese Bands allerdings schon in den Charts sein, wird ein Songvorschlag natürlich gern angenommen.
- Wird kein neuer Song vorgeschlagen, wird die Songauswahl für das anstehende Voting von Durchgehört getroffen und kann im Folgemonat wieder durch Vorschläge verändert werden.
- Sollten deine Vorschläge nicht zu finden sein, werden sie mindestens in einem Punkt den genannten Regeln widersprechen, oder es wurden mehr Vorschläge gemacht, als aufgenommen werden können. Die Vorschläge werden in Reihenfolge der Posts aufgenommen, bis die Liste Voll ist. Letztendlich sind es aber eben nur Vorschläge und keine garantierten Aufnahmen und welche davon in die Charts aufgenommen werden, ist die Entscheidung von Durchgehört.

Die Bands der Mai Charts und die Neuvorschläge findet ihr hier: Mai Charts

Bitte beachtet, dass ihr die Lieder bei den Vorschlägen nicht ändern könnt, die Songs für die Top 30 Bands aber nach euren Ideen verändert werden können.

Jetzt ran an die Tasten und eifrig Vorschläge für die Juni Charts machen.

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  Mai
Geschrieben von: Tommy2Rock - 01.06.2019, 07:08 - Forum: 2019 - Keine Antworten

Ihr habt in den letzten Wochen die Top 30 des Monats gewähl und deshalb gibt es das Ergebnis nun als Übersicht für euch.

Danke an alle, die wieder fleißig Stimmen verteilt haben.

01. Schandmaul - Der Totengräber
02. Versengold – De rode Gerd
03. Rapalje – Skye Boat Song

04. SDP - Unikat
05. Tanzwut – Galgenvögel
06. ASP - Osternacht
07. Duivelspack - Igoros
08. Fiddler's Green – One Fine Day
09. Russkaja - No One Is Illegal
10. Tommy Krappweis - #Entdummdich

11. Alles mit Stil - Freier Fall
12. Eluveitie - Deathwalker
13. BRDIGUNG - Ikarus oder Peter Pan
14. Gloryhammer - Gloryhammer
15. dArtagnan - Wallenstein
16. Five Finger Death Punch – Wash it all away
17. Haggefugg - Brennende Welt
18. Krayenzeit - Schattenkabarett
19. FuchsTeufelsWild - Sieben Kugeln
20. Kilkenny Band - Black Is The Colour

21. Amon Amarth - Crack the Sky
22. In Extremo - Zigeunerskat
23. Skillet - Sick of it
24. Amaranthe - Inferno
25. Elmsfeuer - Kaperlied
26. Mike Shinoda - Ghosts
27. Nachtgeschrei - Tiefenrausch
28. Rogers - Mittelfinger für immer
29. Saltatio Mortis - Ich werde Wind
30. Deine Cousine – Kiez oder Kinder

Neuvorstellung:
Onlap – Miracle
Harpyie – Kompassrosen welken nicht
Slipknot – Unsainted
Volbeat – Leviathan
Stunde Null – Alles voller Welt
Pipes and Pints – Raise our Flag

Tabelle mit Stimmanzahl

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