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Tommy2Rock

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  November
Geschrieben von: Tommy2Rock - 29.11.2020, 11:35 - Forum: 2020 - Keine Antworten

01. Versengold – Braune Pfeifen
02. ASP – Prometheus
03. Kilkenny Band - Every River

04. Engst – Alle tragen Schwarz
05. J.B.O. - Dem Spielmann sein Schwur
06. From Ashes To New - Bulletproof
07. Five Finger Death Punch - Wrong Side of Heaven (Acoustic)
08. BRDigung - Das Fest fällt aus
09. Fiddlers Green – The Galway Girl
10. Amaranthe - Boom!1

11. Linkin Park - In The End
12. SDP - So schön kaputt
13. Skillet - Victorious (Soundtrack Version)
14. ZiRP - Odd Bourrée
15. Angelo Kelly & Family - Coming Home for Christmas
16. Reinhard Mey und Freunde – Nein, meine Söhne geb' ich nicht
17. Die Ärzte – Woodburger
18. Die Habenichtse - Humpenstielzchen
19. Santiano - Könnt ihr mich hören
20. Ampex - Schmerz vergeht

21. dArtagnan - In jener Nacht
22. Delva - Friedhof der Bücher
23. Kissin' Dynamite - Superhuman
24. Thomas Benjamin Wild Esq - Smile and Nod (A Christmas Song)
25. Blind Channel – Left Outside Alone
26. Harmony Glen – You and Me and the Devil makes three
27. Gotthard - Eye of the Tiger (acoustic)
28. Held der Arbeit – Männer des Eisens
29. Eisbrecher – Out of the Dark
30. Schandmaul & dArtagnan – An der Tafelrunde

Neuvorstellungen:
Tibetrea - Chapelloise Du Maître-Chasseur Au Matin
Sascha der Barde – Kaufmann und Maid
Hollywood Undead Gonna Be OK
Alles mit Stil – Atme den Regen
Massendefekt – Freunde, dachte ich
Epica – Freedom – The Wolves Within

Übersicht mit allen Stimmen

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  November 2020
Geschrieben von: Tommy2Rock - 05.11.2020, 08:31 - Forum: Durchgehört Charts Vorschläge - Antworten (3)

Hallo Freunde,


die vorletzte Runde der 2020er Hörercharts steht  schon an. Das bedeutet eure Lieblingsbands haben nur noch zwei Chancen, um Stimmen für die Jahrescharts zu sammeln. Dafür müssen sie natürlich vorgeschlagen und in die Top 30 gewählt werden. 

Bis Sonntag um 12 Uhr habt ihr Zeit.

Folgende Dinge sind dabei wichtig:

- Jeder User darf einmalig im Monat von bis zu 5 verschiedenen Bands je einen Song vorschlagen. IPs und Sessions werden gespeichert und wer mehr als einmal postet,  findet seine Vorschläge nicht in den Charts.

- Die Vorschläge sind in folgender Weise zu machen: Band - Song (Beispiel: Onlap - Numb). Sollte der Vorschlag nicht erkennbar sein, zum Beispiel weil einfach ein Textausschnitt als Titel angegeben wird, wird er ignoriert.

- Die Songs müssen bereits im Programm von Durchgehört gespielt werden. Neuvorstellungen werden von Durchgehört selbst gewählt. Falls euch etwas im Programm fehlt, könnt ihr dies über die Wunschbox ins Programm einbringen, solange die Bands nicht auf der internen Sperrliste stehen oder die Lieder nicht jugendfrei sind.

- Songs, die es nur als Youtube Video gibt, exklusiv zu einem Streamingdienst gehören usw., werden nicht ins Voting aufgenommen.

- Musiker und Bands die sich selbst vorschlagen werden nur aufgenommen, wenn von Hörerseite nicht genug Vorschläge gemacht werden, um die Liste zu füllen. Sollten diese Bands allerdings schon in den Charts sein, wird ein Songvorschlag natürlich gern angenommen.

- Wird kein neuer Song vorgeschlagen, wird die Songauswahl für das anstehende Voting von Durchgehört getroffen und kann im Folgemonat wieder durch Vorschläge verändert werden.

Sollten Vorschläge nicht aufgenommen werden, waren sie entweder gegen die genannten Regeln, oder sind von Durchgehört als unpassend eingestuft worden.

Die Bands der letzten Charts und die Neuvorschläge findet ihr hier: Oktober Charts

Ich bin sehr gespannt, wer es diesen Monat in eure Liste schaffen wird.

- Tommy -

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  Oktober
Geschrieben von: Tommy2Rock - 01.11.2020, 12:34 - Forum: 2020 - Keine Antworten

01. Engst – Alle tragen Schwarz
02. From Ashes To New - Bulletproof
03. Linkin Park - In The End

04. Skillet - Victorious (Soundtrack Version)
05. Amaranthe - Boom!
06. Versengold - Thekenmädchen
07. ZiRP - Odd Bourrée
08. Die Habenichtse - Humpenstielzchen
09. Five Finger Death Punch - Wrong Side of Heaven (Acoustic)
10. SDP - So schön kaputt

11. Angelo Kelly & Family - Foggy Dew
12. BRDigung - Hipster Hipster
13. Schandmaul & dArtagnan – An der Tafelrunde
14. Corey Taylor - HWY 666
15. Delva - Friedhof der Bücher
16. Saltatio Mortis – Löwenherz
17. Rapalje - Scotland's Story
18. Gotthard - Eye of the Tiger (acoustic)
19. ASP – Osternacht
20. Santiano - Könnt ihr mich hören

21. Grey Daze - Morei Sky
22. Antiheld – Motten um Licht
23. dArtagnan - In jener Nacht
24. Blind Channel – Left Outside Alone
25. dEMOTIONAL – Cornered
26. Held der Arbeit – Männer des Eisens
27. Hyro the Hero – We beliefe feat David Draiman
28. Unantastbar - Tausend Gedanken, tausend Bilder
29. Leo - Fat Bottom Girls
30. Nickelback - The Devil went down to Georgia

Neuvorstellungen:
Reinhard Mey und Freunde – Nein, meine Söhne geb' ich nicht
Epica – Abyss of Time
Black Stone Cherry - When Angels learn to fly
Fiddlers Green – The Galwy Girl
Die Ärzte – Woodburger
Eisbrecher – Out of the Dark

Übersicht mit allen Stimmen

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  [Alternative / Rock] ENGST - Schöne neue Welt (2020)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.10.2020, 12:51 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: engst2.jpg]


Release: 30. Oktober 2020
Label: Arising Empire


Tracklist:
01. Mein Problem
02. Wieder da
03. Keinen Meter
04. Willkommen in Berlin
05. Schlechtes Gewissen
06. Alle tragen Schwarz
07. Das ist nicht Hollywood
08. Mitleid gibts umsonst
09. Schöne neue Welt
10. Zu Hause
11. Denkst du noch an mich
12. Die Hölle hat keinen Platz mehr
13. Soll der Teufel


„War uns immer schon egal, was die Masse denkt. Solange ihr uns wollt, kommen wir zurück. Wir sind wieder da!“

Selbstbewusst und gewohnt authentisch meldet sich ENGST mit der neuen Single ‘Wieder da’ zurück. Ihr mit Spannung erwartetes zweites Album »Schöne neue Welt« erscheint am 30. Oktober 2020 bei Arising Empire. ENGST sind bereit das fortzusetzen, was sie mit ihrem erfolgreichen Debüt-Album »Flächenbrand« begonnen haben. Mit ihrer Mischung aus deutschsprachigem Rock, Punk und Ohrwurm-lastigen Melodien, die erneut im Studio MixBerlin aufgenommen wurden, heißt die Band ihre Fans 'Willkommen in Berlin'. Mit rasanten und treibenden Riffs nimmt ENGST zu keiner Sekunde ein Blatt vor den Mund. Das besondere Highlight der Scheibe ist die moderne Rockhymne 'Keinen Meter', mit der die Band sich klar gegen Faschismus und Ignoranz in unserer Gesellschaft ausspricht und sich zudem mit den USamerikanischen Metalcore-Titanen EVERGREEN TERRACE für eine spektakuläre Kollaboration zusammenschloss. „Das Feature mit EVERGREEN TERRACE bedeutet uns so unglaublich viel“, berichten ENGST. „Jeder kann hier und da ein Feature einkaufen, um sich einer größeren Masse zu präsentieren. Aber wenn Hardcore-Legenden aus den Staaten das freiwillig tun, ist das ein fettes Statement und eine unfassbare Ehre!“ Nachdem die Band innerhalb des letzten Jahres über 70 Shows gespielt und die Bühnen in Schutt und Asche gelegt hat, steht sie motiviert in den Startlöchern und wartet nur darauf, dass die Umstände es zulassen, sich wieder in die Menge zu stürzen und die neue Welt tatsächlich wieder ein Stückchen schöner zu machen. (Quelle: Pressetext)


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Engst sind:
Matthias Engst: Gesang
Ramin Tehrani: Gitarre
Chris Wendel: Bass
Yuri Cernovolov: Schlagzeug
Gäste:
Evergreen Terrace: Gesang (Keinen Meter)


Nachdem ENGST 2018 ihr Debütalbum "Flächenbrand" veröffentlicht haben, ist viel passiert. Die Fangemeinde hat sich stark vergrößert und aus einem Geheimtipp ist ein respektierter und bekannter Name der deutschen Musikszene geworden. Auf ihrem neuen Album "Schöne neue Welt" zeigt die Band erneut, dass man auch mit deutschen Texten nicht nach Kuschelrockern klingen muss. Ein Brett aus Gitarrenklängen bildet den Grundstein für 13 neue Songs, in denen ENGST kein Blatt vor den Mund nehmen. Sänger Matthias Engst präsentiert sich ebenfalls in Hochform. Energiegeladen und trotzdem gefühlvoll singt er jedes Lied mit einer Glaubwürdigkeit, die bei anderen Bands durch den Gebrauch ewig gleicher Klischees verlorengegangen ist. Dies liegt auch an den Texten, die erneut Beobachtungen aus dem Alltag mit den damit verbundenen Gefühlen verbinden. In "Keinen Meter" bezieht die Band eine klare Stellung gegen den Druck von rechts, "Alle tragen Schwarz" ist ein Wutschrei gegen die Ignoranz gegen Mobbing und "Denkst du noch an mich" zeigt die gefühlvolle Seite der Band. Diese Abwechslung macht "Schöne neue Welt" zu einem spannenden Hörerlebnis, das mit einer wilden Achterbahnfahrt vergleichbar ist. Die Texte sind aber nicht nur dazu da, um sich emotional Luft zu machen, sondern dies auch durch lautes Mitsingen umzusetzen. "Mein Problem" bietet sich dafür besonders an, da man so auf musikalische Art mal aussprechen darf, was man sonst aus Gründen der Höflichkeit eher nur denkt. Für Fans bieten ENGST aber noch mehr als nur das an sich schon hervorragende Album. Neben der mittlerweile schon ausverkauften limitierten Fanbox, die das Album als CD enthält, gibt es noch eine Vinylvariante, die aber auch schon bald vergriffen sein sollte. Die Ideen für die Boxen sind dabei so einfallsreich wie die Musik. In der Vinyl Edition ist das Album in Gold enthalten, ein A5  Deluxe Print des Covers, Engst-Socken, eine Tasche mit Aufdruck, einmalige Polaroidfotos mit Unterschriften und ein Patch mit Bärenlogo enthalten. Doch egal ob in einer Box, auf CD / Vinyl oder digital, "Schöne neue Welt" ist ein Album, auf das sich alle Fans von Alternative und Rock freuen dürfen.

Mein Fazit: Laut, ehrlich und mitten ins Gesicht. ENGST beweisen, dass man keine großen Effekte braucht, um eine große Wirkung zu erzielen. Die vier Vollblutmusiker beweisen erneut, dass sie zum Besten gehören, was die deutsche Rockszene zu bieten hat. Wo andere Bands mit angezogener Handbremse spielen, damit sie möglichst viele Käufer erreichen, geben ENGST erst richtig Gas und nehmen dabei keine Rücksicht auf die Meinung der Massen. Unbequeme Themen wie Mobbing und Selbstmord werden nicht umgangen, sondern mit "Alle tragen Schwarz" in die Welt gebrüllt, da immer noch weggeschaut wird, wo Hilfe nötig ist. Beim Opener "Mein Problem" werden viele denken, dass sie das gleiche Problem sehr gut kennen und laut mitsingen ist im Chorus schon fast Pflichtprogramm. Überhaupt gibt es viele Texte, mit denen man sich identifizieren kann. Dadurch bleibt man rasch mal an einem Lied hängen, wodurch man schnell einige Stunden mit "Schöne neue Welt" verbringt, ohne es zu merken. Trotz aller sozialkritischen Töne macht das Album einfach Spaß und man hat nie das Gefühl, bevormundet zu werden. ENGST sagen einfach ihre Meinung und jeder kann für sich selbst entscheiden, was er davon für sich mitnimmt. Dass Evergreen Terrace für "Keinen Meter" für ein Gastspiel zu hören sind, ist ein weiteres Highlight des Albums und bringt die Message des Liedes noch eindrucksvoller zur Geltung. Wie so oft in letzter Zeit, wird die Sehnsucht nach Konzerte auch durch ENGST verstärkt, denn man kann sich gut vorstellen, wie viel mehr Energie die Lieder entwickeln, wenn sie den Zwängen des Studios entfliehen können. Die Band hat es sehr gut geschafft, diese Energie schon auf die CD zu bringen, aber im Zusammenspiel mit einem Publikum dürfte der ein oder andere Club eingerissen werden. Meine Anspieltipps sind "Mein Problem", "Keinen Meter", "Schlechtes Gewissen" und besonders "Alle tragen Schwarz".


[Bild: bewertung5.png]

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  [Mittelalterpunk] Saltatio Mortis - Für immer frei / Aus fremden Federn (2020)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 15.10.2020, 13:11 - Forum: Musik - Antworten (1)

[Bild: fif.jpg]


Label: Vertigo/Capitol (Universal Music)
Release: 09. Oktober 2020


Tracklist:
01. Ein Traum von Freiheit
02. Bring mich zurück
03. Loki
04. Linien im Sand
05. Für immer jung
06. Palmen aus Stahl
07. Löwenherz
08. Mittelfinger Richtung Zukunft
09. Rose im Winter
10. Factus de materia
11. Seitdem du weg bist
12. Keiner von Millionen
13. Neustart für den Sommer
14. Geboren um frei zu sein


„Für immer frei“ heißt das neue Album von Saltatio Mortis, und im Titel finden sich Bekenntnis und Aufruf zugleich. Und eine stimmige Selbstbeschreibung. Denn frei und offen: So ist die Musik dieser Gruppe; so war sie schon immer, seit Saltatio Mortis im Jahr 2000 in Karlsruhe zueinander gefunden haben; aber so neugierig und virtuos wie auf diesem Album haben sie vielleicht noch nie an der Erweiterung ihrer Möglichkeiten gearbeitet. Saltatio Mortis wirken auch nach zwanzig Jahren immer noch so kraftvoll, leidenschaftlich und neugierig wie am ersten Tag; ihre gewachsene musikalische Reife steigert nur noch die Intensität ihrer Songs. „Für immer frei“: Das ist die Musik einer Band, die ihre Geschichte kennt und um die Zukunft weiß; die so sicher ist, dass sie kein Risiko scheut; und die weiß, dass es heute wichtiger ist denn je, den kräftigen Rock und den zarten Folk nicht den Feinden der Freiheit zu überlassen. (Quelle: Pressetext)


Website
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Saltatio Mortis sind:
Alea: Gesang
Elsi: Dudelsäcke & Schalmeien
Falk: Drehleiern
Frank: Bass
Jean: Gitarren, Piano, Percussion & Hintergrundgesang
Lasterbalk: Schlagzeug
Luzi: Dudelsäcke, Schalmeien & Whistles
Till: Gitarren, Bouzouki & Hintergrundgesang
Gäste:
Henning Wehland (H-Blockx) & Swiss (Swiss & die Andern): Gesang & Rap (Mittelfinger Richtung Zukunft)


Saltatio Mortis hat sich im Laufe der knapp 21 Jahren Bandgeschichte zu einer der größten Bands in der Mittelalterszene hochgearbeitet. Die Musik entwickelte und veränderte sich mit jedem Album und war so immer ein Spiegelbild der Zeit, in der sie entstanden ist. Beim nun zwölften Album "Für immer frei" ist diese Weiterentwicklung nicht mehr so stark hörbar, wie bei seinen Vorgängern. Der Stil von "Brot und Spiele" wurde größtenteils beibehalten und nur bei ein paar Liedern sind deutliche Unterschiede zu hören. Der größte Unterschied ist wohl der, dass man die Musik nicht mehr als Mittelalterpunk bezeichnen kann, sondern eher als Punk, der mit ein paar traditionellen Instrumenten untermalt wird. Wäre mit "Factus de materia" nicht ein akustisches Stück dabei, wären die kritischen Stimmen aus der Fangemeinde wahrscheinlich noch lauter. Die deutliche Linksausrichtung der Texte dürfte jetzt auch dem letzten Hörer auffallen. Stellenweise ist diese schon fast zu aufdringlich. Wie es besser und trotzdem sehr deutlich geht, hat die Band auf "Brot und Spiele" gezeigt. Positive Punkte gibt es ohne Zweifel auch. Die Band hat an der Musik hörbar Spaß. "Neustart für den Sommer" ist jetzt schon zu einer Hymne für das Coronajahr 2020 geworden und "Löwenherz" ist mal wieder eine Beweis, wie gerne Saltatio Mortis Geschichten erzählen und mit "Rose im Winter" ist auch eine wunderschöne Ballade auf der Trackliste des Albums. Die Experimentierfreudigkeit mit "Mittelfinger Richtung Zukunft" und "Palmen aus Stahl" bringt auch mal neue Stilelemente ein und einen Namen wie Henning Wehland auf der Liste der Gastmusiker zu haben, ist auch großartig. Der Part von Swiss ist da schon eher Geschmackssache. Das Mastering des Albums ist eindeutig auf den Rocksound ausgerichtet, was gerade dem Schlagzeug und den Gitarren ordentlichen Druck verleiht. Die Drehleier hingegen hätte man lauter abmischen können. Sie ist zwar in den ruhigeren Stücken gut zu erkennen, aber sobald die E-Gitarren einsetzten, geht sie doch etwas unter. Eine Sache hat die Band noch geschafft, die erwähnenswert ist. Wer jetzt noch sagt, dass Saltatio Mortis stark nach Die toten Hosen klingt, hat sich das Album eindeutig nicht richtig angehört. Die Stilmischung des Albums, die teilweise schon in den Liedern stattfindet, hebt die Band stark von anderen ab. Das Artwork des Albums setzt den Stil des Vorgängers fort und zeigt diesmal eine stilisierte Friedenstaube mit vielen kleinen Details, die teilweise erst beim genaueren Betrachten auffallen.

Mein Fazit: Leider habe ich im Vorfeld über die Kanäle der Band viele Kommentare gelesen, die "Für immer frei" als innovativ und den kreativen Höhepunkt der Band bezeichnen. Dadurch war meine Erwartung entsprechend hoch. Die wenigen Innovationen, wie der Rap bei "Mittelfinger Richtung Zukunft" oder der leichte Metalcore-Sound bei "Palmen aus Stahl", können aber nicht verschleiern, dass "Für immer Frei" im Prinzip nur ein "Brot und Spiele 2.0" ist. Viele Lieder wirken so, als wären sie auch einem Baukasten entnommen, der zur Zeit des Songwritings zu "Brot und Spiele" entstanden ist. Hört man beide Alben hintereinander, fällt dies besonders auf, da größtenteils sogar die gleichen Effekte für die Dudelsäcke und Gitarren verwendet worden sind. Selbst der Aufbau des Albums ist nahezu identisch. Ein ruhiges Intro mit dem "Ohoho" des Folgeliedes gab es schon im Vorgänger. Selbst thematisch dreht man sich im Kreis. Bei "Keiner von Millionen" heißt es "ich bin unbequem und laut", quasi ein "Dorn im Ohr"? Der erhobene Zeigefinger in den Texten ist noch deutlicher zu hören, da freut man sich richtig über Lieder wie "Seitdem du weg bist", "Rose im Winter" und "Factus de materia", bei denen man einfach mal gechillt zuhören kann. "Seitdem du weg bist" ist zwar musikalisch gesehen leichte Kost, aber auch die ist mal nötig und begeistert trotzdem. Natürlich sind Lieder, die eine klare Ansage machen, wünschenswert, aber die Balance zwischen Unterhaltung und ernsten Themen könnte besser sein. Denn für viele ist Musik zur Zeit die einzige Rettung vor den ewig gleichen Themen der sozialen Netzwerke. Insgesamt ist "Für immer frei" somit ein solides Album mit Ecken und Kanten, das trotz aller Kritikpunkte hörenswert ist. Meine Anspieltipps sind "Neustart für den Sommer", "Seitdem Du weg bist", "Loki" und "Löwenherz". 

[Bild: bewertung3_5.png]

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  [Hurdy Gurdy Fusion Folk] ZiRP - Circle Divine (2020)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 13.10.2020, 13:56 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: circledivine.jpg]


Release: 23. Oktober 2020
Label: Eigenvertrieb


Tracklist:
01. 5-4-0 - Video
02. Bourrée Inkarnation
03. Circle Divine
04. Kaleidoskop
05. Zirpelloise
06. Mosaic
07. Seven Flow
08. Odd Bourrée - Video
09. Moon Mazurka
10. Uhrovec
11. Low Lights


"ZiRP ist unser Herzensprojekt und ein kreatives Ventil. Hier fusionieren unsere vielfältigen musikalischen Ideen und Vorlieben zu einem harmonischen Ganzen. Mit dem 2012er Debüt-Album „Drehvolution“ haben wir uns, in Ermangelung passender Schubladen, das Label Fusion Folk gegeben, da wir im Kern von den Strukturen traditioneller Tanzmusik geprägt sind, diese aber um verschiedenste moderne Einflüsse erweitern. In den letzten zwei Jahren haben wir nun an den Aufnahmen für ein neues Album gearbeitet, das die gesamte Bandbreite unserer Musik zeigt und neue Grenzen auslotet. Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis und können es kaum erwarten, unsere Musik mit euch zu teilen. Natürlich haben wir viel Zeit, Kreativität und Herzblut in die Aufnahmen gesteckt und zum ersten Mal die gesamte Produktion selbst und ohne ein Label gestemmt." (Quelle: ZiRP)


Website
Facebook
Startnext - läuft noch bis zum 23. Oktober


ZiRP sind:
Stephan Groth: Drehleier & Low Whistles
Olaf Peters: DADGAD gestimmte Gitarre & Cister
Florian Golditz: Double Bass & E-Bass
Florian Fügeman: Schlagzeug & Sampling Pad

Wenn sich vier passionierte Musiker zusammenschließen, um ihre eigenen Ideen zu verwirklichen, kann man Großes erwarten. Schon das Debütalbum "Drehvolution" hat gezeigt, wie kreativ ZiRP sind. "Circle Divine" macht genau da weiter, wo ZiRP aufgehört haben und geht dabei noch einen großen Schritt nach vorne, denn die Weiterentwicklung ihres Stils ist dem Album deutlich anzuhören. Das Arrangement der Lieder ist so vielseitig, dass man das Album mehrfach hören muss. Selbst beim intensiven Anhören, wie man es für eine Rezension macht, gibt es bei jedem neuen Durchgang wieder etwas mehr zu entdecken. Egal ob Drehleier, Gitarre, Whistle, Bass oder Schlagzeug, die Fülle der Details ist überwältigend. Auch der Stil der einzelnen Lieder ist sehr abwechslungsreich und zeigt sich mal verträumt, mal sehr tanzbar und könnte im Falle von "Mosaic" sogar aus einem Filmsoundtrack stammen. Besonders beeindruckt hat mich "Odd Bourrée". Die Geschwindigkeit im Drehleierspiel in Verbindung mit den anderen Instrumenten, der gewählten Effekte und der wunderschönen Melodie, zeigt sehr deutlich, wieviel Liebe und Spielspaß in der Musik stecken. Hervorragende Arbeit wurde auch beim Abmischen des Albums geleistet, so dass jedes Instrument seine volle Wirkung entfalten kann und jedes noch so kleine Detail auch hörbar ist.

Mein Fazit: "Circle Divine" ist eine hörbare Liebeserklärung an die Drehleier und zur Musik im Allgemeinen. Die elf Lieder des Albums sind sehr abwechslungsreich arrangiert und bieten sowohl reine Klänge, als auch sehr spielerisch eingesetzte Effekte. Dadurch entsteht eine Klangvielfalt, die man so nicht erwarten würde. Alle vier Mitglieder zeigen, dass sie hervorragende Musiker sind. Dass Stefan Groths virtuoses Drehleierspiel besonders heraussticht, ist bei Hurdy Gurdy Fusion Folk, wie ZiRP ihre Musik selbst betiteln, kaum verwunderlich. Wenn man sich die Lieder genau anhört, merkt man schnell, dass alle anderen Instrumente auf dem gleichen Level gespielt werden und erst im Zusammenspiel der faszinierende Sound des Albums möglich ist. Zum jetzigen Zeitpunkt steht die Band kurz vor dem Erreichen des Ziels ihres Crowdfundings und von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung für alle Fans von instrumentalem Folk. Das Crowdfunding bietet außerdem die Chance, sich das Album direkt mit Unterschriften zu sichern. Meine Anspieltipps sind die bis jetzt veröffentlichen Singles, die Videos sind in der Trackliste verlinkt. Sobald das Album erhältlich ist, sollte man es sich aber auf jeden Fall in voller Länge anhören.

[Bild: bewertung5.png]

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  [Folkrock] DELVA - Spuren (2020)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 11.10.2020, 12:51 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: delva.jpg]


Release: 02. Oktober 2020
Label: Foxy Records


Tracklist:
01. Stimmen aus den Tiefen
02. Friedhof der Bücher - Lyric Video
03. Der Frühling soll warten
04. Verblassen - Performance Video
05. Im Nebel
06. Die Spur - Video
07. Einen Sommer lang - Video
08. Oculto
09. Gebieter der Welt
10. Gelobtes Land - Lyric Video
11. Winterkind


Mit „Spuren“ eröffnen DELVA Spielräume für einen Traum durch ferne Welten und fremde Kulturen, der einen zu sich selber führt. Wie im leichtfüßigen Tanz durchstreift man die Fremde, um das Eigene erkennen zu können - und letztlich zu merken, dass die Grenzen fließend sind und sich bei näherer Betrachtung aufzulösen scheinen. So führen uns die Spuren in schillernden Farben an die unterschiedlichsten Orte. Einerseits werden wir mit „Stimmen aus den Tiefen“ an einen nordischen Fjord entführt und entdecken in „Einen Sommer lang“ (featuring Eric Fish / Lyrics: Asp Spreng) die grünen Hügel und felsigen Küsten Irlands. Andererseits nehmen uns Songs wie „Die Spur“ oder „Gebieter der Welt“ mit in entlegene heiße und kalte Wüstenlandschaften. Um die interkulturellen Pfade zu unterstreichen, dürfen wir uns in „Oculto“ auch über spanischen Gesang freuen. So unterschiedlich die Reiseziele anfänglich anmuten, so wird uns schnell klar: Das Ziel der Reise liegt tief in uns selbst. Und auch wenn jeder Song des Albums seine eigene Geschichte erzählt, so werden alle Spuren zusammengehalten von Johannas unmaskiertem und facettenreichen Gesang. Er ist das Tor, durch den wir in den halbakustischen Kosmos von Delva eintauchen und uns fallen lassen können. Nun ist es an uns, den Spuren zu folgen ... (Quelle: Foxy Records)


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DELVA sind:
Johanna Krins: Gesang, Percussion, Whistles & Piano
Judith Krins: Violine & Crotta
Michael Löwe: Westerngitarre, E-Gitarre, Gizouki & Synthesizer
Andy Horst: Schlagzeug & Synthesizer
Gäste:
Sebastian Gieck: E-Bass
Eric Fish (Subway to Sally): Gesang und Uilleann Pipes (Einen Sommer lang)
Benni Cellini (Letzte Instanz): Cello (Einen Sommer lang)
Lauren Weser (Fiolka): Drehleier (Oculto)
Alexander Willms (Versengold): Nyckelharpa (Gelobtes Land)
Romy Heimannsberg: Kinderstimme (Gelobtes Land)
Nic Frost: Gesang (Winterkind)
Caspar Pan (Coppelius) Eisklavier (Winterkind)


DELVA zu beschreiben ist gar nicht so einfach, denn ihre Musik einfach als Folkrock einzuordnen wäre zu engstirnig. Die Grenzen zwischen Folkrock, mittelalterlichem Akustikfolk und auch Pagan Folk werden ohne Scheu übertreten und die Stile auch miteinander vermischt. Dies kennt man von Bands wie zum Beispiel Fejd, ist aber im deutschsprachigen Raum eine echte Rarität. Schon deshalb ist "Spuren" eine wunderbare Abwechslung vom Alltäglichen und damit haben DELVA schon ein Ziel erreicht. Die Hörer betreten eine Welt, die man neu entdecken darf und möchte. Dafür nutzt die Band nicht nur Stilelemente aus verschiedenen Ländern, sondern auch sehr gut ausgewählte Gäste, die sich alle schon einen Namen mit ihren eigenen Projekten gemacht haben. Mit "Oculto" ist außerdem ein Lied in spanischer Sprache vorhanden, was zusätzlich noch einmal für Abwechslung sorgt. Wer durch die Bezeichnung Folkrock angelockt wird, ist im ersten Moment wahrscheinlich überrascht, wie ruhig und atmosphärisch "Spuren" tatsächlich ist. Gerade die geschaffene Atmosphäre in den Liedern ist eine große Stärke der Band. Die Melodien in Kombination mit Johanna Krins' Gesang schaffen es immer wieder die Hörer zu fesseln. Wer schon Gefallen an den Singleauskopplungen gefunden hat, wird "Spuren" sehr wahrscheinlich lieben, denn als Gesamtwerk betrachtet wirkt die Musik noch viel intensiver. Das Artwork des Albums ist passend zur Stimmung von Alexander Schlesier (Skulls N Gears) gestaltet worden.

Mein Fazit: DELVA schickt die Hörer auf eine musikalische Reise, die zwischen verträumten, mystischen, melancholischen und ernsteren Klängen hin und her wechselt. Je nach Stimmung der Lieder ändert sich auch die Auswahl der Instrumente, wodurch der Einsatz der Gäste einen sehr hörbaren Einfluss auf die Melodien ausübt. Johanna Krins' Gesang ist dabei die tragende Kraft, die alle Lieder miteinander verbindet und die Geschichten sehr authentisch erzählt. Ein großes Lob geht auch an Romy Heimannsberg, die zwar nur kurz in "Gelobtes Land" zu hören ist, aber trotzdem für einen Gänsehautmoment sorgt. Teilweise erinnert mich die Musik an alte Stücke von Subway to Sally, aber ohne diese zu kopieren. Die Zeit mit und bei Bannkreis wird da sicherlich selbst Spuren hinterlassen haben, allerdings sehr positive. DELVA dürften ihre Fangemeinde mit "Spuren" auf jeden Fall erweitern. Der Stil ist so nicht weit verbreitet und hat auch durch Johanna Krins einen enormen Wiedererkennungswert. Wer deutschsprachigen Folkrock mag und mehr Wert auf Geschichtenerzählung als auf Trink- und Partylieder legt, sollte sich das Album nicht entgehen lassen. Meine Anspieltipps sind "Stimmen Aus Den Tiefen", "Einen Sommer Lang", "Oculto" und "Gelobtes Land", oder man schaut sich einfach die oben verlinkten Videos zur Einstimmung auf das Album an.

[Bild: bewertung4_5.png]

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  [Modern Melodic Death Metal] Amaranthe - Manifest (2020)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 06.10.2020, 17:28 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: manifest.jpg]


Label: Nuclear Blast
Release: 02. Oktober 2020


Tracklist:
01. Fearless
02. Make It Better
03. Scream My Name
04. Viral
05. Adrenaline
06. Strong
07. The Game
08. Crystalline
09. Archangel
10. Boom!!
11. Die And Wake Up
12. Do Or Die
13. 82nd All The Way (Sabaton Cover)*
14. Do Or Die (feat. Angela Gossow)*
15. Adrenalina (Acoustiv Version)*
16. Crystalline (Acoustic Version)*
*Bonustracks der Limited Digibook Edition


Amaranthe aus Schweden machen seit 2008 Musik und haben sich zu einer enorm populären Modern Melodic Metal Band entwickelt. Die vorherigen fünf Alben wurden allein in den USA über 200.000 Mal verkauft. Das sechste Album "Manifest" ist eine konsequente Weiterentwicklung des direkten Vorgängers "Helix" aus dem Jahr 2018 und ist das bisher härteste Album der Band.


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Amaranthe sind:
Elize Ryd: Gesang
Olof Mörck: Gitarre & Keyboard
Henrik Englund Wilhelmsson: Gesang
Johan Andreassen: Bass
Morten Løwe Sørensen: Schlagzeug
Nils Molin: Gesang
Gäste:
Noora Louhima: Gesang (Strong)
Jeff Loomis: Gitarrensolo (Do Or Die)
Perttu Kivillaakso: Cello (Crystalline)
Elias Holmlid: Piano und Orchester (Crydtalline)
Heide Shepherd: Cameoauftritt (BOOM!)
Angela Gossow: Gesang (Do Or Die Bonusversion)


Dass Schweden außer einer bekannten Möbelhauskette und Köttbullar auch musikalisch sehr viel zu bieten hat, ist spätestens seit ABBA bekannt. Amaranthe beweisen auf ihrem sechsten Studioalbum "Manifest", dass sie diese Tradition nur allzu gerne fortsetzen und das mit harten Gitarren, tollen Melodien und Stimmen, die den Hörer sofort in ihren Bann ziehen. Mit Elize Ryd hat die Band außerdem eine Frontfrau, die nicht nur durch ihren Gesang positiv auffällt, denn Elize weiß sich auf der Bühne und in den Videos der Band sehr gut zu präsentieren. Mit den bisherigen fünf Alben konnte die Band schon viele Fans gewinnen und auch über Europa hinaus Erfolge feiern. Mit "Manifest" geht die stetige Weiterentwicklung konsequent weiter und wo man früher vielleicht eher den Popsound in den Vordergrund gestellt hat, wurde der Härtegrad nun deutlich erhöht. Auf eingängige Melodien und ein paar Atempausen in den Liedern muss man dennoch nicht verzichten. Insgesamt ist das Album trotzdem eher mit Vollgas produziert worden, was vielleicht auch daran liegt, dass sich die Energie der Band in diesem Jahr nicht wie sonst auf den Bühnen der Welt entladen kann. Der logische Katalysator ist also die Musik und die fliegt beim Hören nur so an einem vorbei. Deshalb ist einer der sehr wenigen Kritikpunkte, dass es sich trotz der knapp 40 Minuten Spielzeit (ohne Bonustracks) sehr kurz anfühlt. Produziert wurde das Album in den Jakob Hansen Studios in Dänemark und Jakob Hansen hat beim Abmischen dafür gesorgt, dass die Energie der Lieder auch aus dem Studio spür- und hörbar ist. Optisch steht das Album dem Sound in nichts nach. Das Cover wurde von Emmanuel Shiu gestaltet, während Travis Smith für das Artwork des Booklets verantwortlich gewesen ist. Beide Arbeiten sind absolut sehenswert und geben dem Album noch das gewisse Extra.

Mein Fazit: Auf ihrem sechsten Studioalbum zeigen Amaranthe erneut, dass man Death Metal mit radiotauglichen Pop- und Elektroelementen mischen kann und trotzdem nicht auf eine ordentliche Portion Härte verzichten muss. Dass gerade diese Mischung auf Kritik stößt, ist kaum verwunderlich, denn die Szenepolizei hat schon seit den Anfängen der Band kein gutes Wort über die Musik verloren. Amaranthe gehen trotzdem ihren Weg und klingen dabei, als wenn sie sehr viel Spaß dabei haben. Dies überträgt sich auf die Hörer, denn man ist entweder am Headbangen oder singt laut mit. Qualitativ haben Amaranthe definitiv einen Schritt nach vorne gemacht, denn bei den letzten Alben hatte man immer das Gefühl, dass irgendetwas fehlt. Jetzt zündet das Album direkt vom ersten Ton an richtig durch und der entfesselte, musikalische Feuersturm endet erst mit den letzten Klängen von "Crystalline", das zwar akustisch ist, aber durch die spanisch angelegten Gitarren ein ganz eigenes Feuer im Sound hat. Neben den metallastigen Songs, gibt es auch auf "Manifest" wieder ruhigere Töne und "Crystalline" reiht sich wunderbar in die Liste der Balladen ein und sorgt für Gänsehaut. "BOOM!" sagt schon im Titel was man erwarten darf und mit dem Cameoauftritt von Heidi Shepherd betont man genau das, was die Fans lieben und die Kritiker hassen. Fakt ist, dass Amaranthe mit ihrem Stil etwas bieten, was man von keiner anderen Band so zu hören bekommt. Meine Empfehlung wäre es, das Album mindestens einmal in voller Länge zu hören, wer aber eine kleine Einstieghilfe braucht, dem lege ich "Fearless", "BOOM!", "Archangel", "Do Or Die" in beiden Versionen und "Crystalline" ans Herz.
 

[Bild: bewertung5.png]

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  Oktober 2020
Geschrieben von: Tommy2Rock - 05.10.2020, 08:25 - Forum: Durchgehört Charts Vorschläge - Antworten (10)

Hallo Freunde,

Runde zehn der 2020er Hörercharts steht an und bei den vielen Neuerscheinungen der letzten Wochen, könnte es durchaus sehr interessant werden. Also her mit euren Vorschlägen. [Bild: smile.png]

Bis Freitag um 12 Uhr habt ihr Zeit.

Folgende Dinge sind dabei wichtig:

- Jeder User darf einmalig im Monat von bis zu 5 verschiedenen Bands je einen Song vorschlagen. IPs und Sessions werden gespeichert und wer mehr als einmal postet,  findet seine Vorschläge nicht in den Charts.

- Die Vorschläge sind in folgender Weise zu machen: Band - Song (Beispiel: Onlap - Numb). Sollte der Vorschlag nicht erkennbar sein, zum Beispiel weil einfach ein Textausschnitt als Titel angegeben wird, wird er ignoriert.

- Die Songs müssen bereits im Programm von Durchgehört gespielt werden. Neuvorstellungen werden von Durchgehört selbst gewählt. Falls euch etwas im Programm fehlt, könnt ihr dies über die Wunschbox ins Programm einbringen, solange die Bands nicht auf der internen Sperrliste stehen oder die Lieder nicht jugendfrei sind.

- Songs, die es nur als Youtube Video gibt, exklusiv zu einem Streamingdienst gehören usw., werden nicht ins Voting aufgenommen.

- Musiker und Bands die sich selbst vorschlagen werden nur aufgenommen, wenn von Hörerseite nicht genug Vorschläge gemacht werden, um die Liste zu füllen. Sollten diese Bands allerdings schon in den Charts sein, wird ein Songvorschlag natürlich gern angenommen.

- Wird kein neuer Song vorgeschlagen, wird die Songauswahl für das anstehende Voting von Durchgehört getroffen und kann im Folgemonat wieder durch Vorschläge verändert werden.

Sollten Vorschläge nicht aufgenommen werden, waren sie entweder gegen die genannten Regeln, oder sind von Durchgehört als unpassend eingestuft worden.

Die Bands der letzten Charts und die Neuvorschläge findet ihr hier: September Charts

Ich bin sehr gespannt, wer es diesen Monat in eure Liste schaffen wird.

- Tommy -

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  [Bettlerfolk] Die Habenichtse - Heckenpennerutopie (2020)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 01.10.2020, 17:24 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: dhhu.jpg]


Release: 17. Juni 2020
Label: Timezone


Tracklist:
01. Heckenpennerutopie
02. Freiheitstanz
03. Ode An Die Unterhose
04. Der Freiheit Poesie
05. Schon.Zeit
06. Überleben
07. Bierzeps
08. Humpenstielzchen
09. Katjusha
10. Lass Den Jung In Ruh


Mit ihrem dritten Album Heckenpennerutopie entwerfen die Habenichtse, die fröhlichen Heckenpenner von nebenan, mit viel Augenzwinkern, aber auch dem einen oder anderen ernsthaften Zwischenton, eine schöne neue Welt voller Schnorrerei, Freiheit und Betrunkenheit. 10 Lieder, exklusiv ausgewählt, entranzt, gebügelt und poliert, geben der Heckenpennerutopie Gesicht und Stimme. Das Ganze präsentiert in akkustischem Bettlerfolk nach Habenichtse-Art - mit Gitarre, Bass, Akkordeon und mehrstimmigem Gesang, erstmals erweitert um Schlagzeug und Saxophon. Tanzbar, trinkbar, absurd, nachdenklich, traurig-komisch, ganz so wie sich heckenpennerige Habenichtse die perfekte Welt vorstellen.
Die Heckenpennerutopie ist für jeden, der handgemachten deutschsprachigen Folk mit starkem komödiantischem Fokus mag. Für jeden, der im Mittelalter oder Fantasy unterwegs ist und gerne feiert und für jeden, der Musik mag, die vielleicht manchmal ein bisschen bekloppt, aber von Herzen ist. Eine schöne neue Welt für zu Hause! (Quelle: Pressetext)


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Die Habenichtse sind:
Uwe Höpner / Roderik: Gitarre & Gesang
Inka Napiwotzki / Die räudige Ronja: Akkordeon & Gesang
Jan Lumbeck / Diego Pappenheimer: Bass & Gesang
Nils Monschke / Rüpel Remus: Schlagzeug
Lisa Ertz / Läuse Lilly: Saxophon


Die Habenichtse haben mit "Heckenpennerutopie" ihr drittes Album veröffentlicht, das trotz einiger Veränderungen alles bietet, was ein Habenichtse Album ausmacht. Melodien und Texte gehen direkt ins Ohr und an Wortspielereien fehlt es ebenfalls nicht. Das Zusammenspiel der Stimmen klingt sehr harmonisch und egal, ob die natürliche Stimme zu hören ist, oder eine Rolle gespielt wird, wie zum Beispiel bei "Humpenstielzchen", überzeugt der Gesang jedes Mal. Dass die freundlichen Bettler nicht nur unterhalten wollen, sondern auch kritische Untertöne in die Lieder einbauen, ist nichts neues und diese Tradition setzt sich auch auf "Heckenpennerutopie" fort. "Schon.Zeit" spricht gleich mehrere Probleme an, die von vielen einfach ignoriert oder schöngeredet werden. Der Titel ist ein gelungenes Wortspiel, denn "die Schonzeit ist vorbei" und es ist schon Zeit etwas zu unternehmen. Auch wenn es ein paar langsamere Lieder wie "Überleben" gibt, ist das Album insgesamt sehr tanz- und feierbar. Der gute Sound des Albums liegt aber nicht nur am Talent der Musiker, sondern auch an der hervorragenden Arbeit des DocMaKlang Tonstudios in Osnabrück. Jedes Instrument und jede Stimme sind punktgenau abgemischt, so dass nichts im Zusammenspiel verloren geht. Diese Kombination macht "Heckenpennerutopie" zu einem Folkalbum, das jede Sammlung wunderbar ergänzt und für viele Stunden in den Playlisten bleiben dürfte. Das gelungene Artwort von HYGIN-GRAPHIX rundet das Ganze dann noch passend ab.


Mein Fazit: Auch mit ihrem dritten Album überzeugen Die Habenichtse mit Witz, Charme und guter Musik. Wenn man sich durch die bisherigen drei Alben durchhört, ist "Heckenpennerutopie" auf jeden Fall das temporeichste Album. Dies geht schon beim Titellied los, denn man bekommt direkt gute Laune und möchte tanzen und mitsingen. Bei "Ode an die Unterhose" ist das Verlangen groß, den Refrain laut mitzugröhlen und gerade hier wird die Sehnsucht nach Konzerten besonders spürbar. Wie schon in der Vergangenheit gibt es auch sozialkritische Texte, die zwar deutliche Ansagen machen, aber nie aufdringlich wirken oder den Spaß am Hören verringern. Es ist leider immer noch notwendig, hier und da klare Worte zu sprechen und Die Habenichtse hatten noch nie Angst davor, sich mit Liedern auch mal unbeliebt zu machen. Von ihren Fans werden Die Habenichtse dafür allerdings zurecht gefeiert. Ein kleines Stück Vergangenheit wird auch mit "Katjusha" zurückgeholt, denn die Melodie wurde früher für das Lied "Paganowo" verwendet, das allerdings nie auf einem Album erschienen ist. Zum Abschluss kann ich nur noch einmal zusammenfassen, dass "Heckenpennerutopie" ein rundum gelungenes Album ist, das mit Guterlaunemusik und tollen Texten absolut überzeugen kann. Meine Anspieltipps sind "Heckenpennerutopie", "Schon.Zeit" und "Ode an die Unterhose".

[Bild: bewertung5.png]

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