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  13: H. G. Francis: Dem Monster auf der blutigen Spur
Geschrieben von: Tommy2Rock - 08.04.2019, 16:23 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA *vollständig* - Keine Antworten

[Bild: hg13.jpg]



Hörspiel von H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 42 Minuten Laufzeit


Das Monster Salaün - schwachsinnig und gefährlich, von unheimlicher Kraft! Ständig gefesselt lebt es weit ab von jeglicher Zivilisation. Doch eines Tages bricht Salaün die Fesseln und macht sich auf den Weg. Schrecken und Tod verbreitend hinterlässt es eine blutige Spur. Kann der Mut eines Vierzehnjährigen Salaün stoppen?


Sprecher:
Rüdiger Schulzki: Horst Gallun
Renate Pichler: Silvie Gallun
Alexander Draeger: Martin Gallun
Marek Harloff: Jean
Michael Deffert: Paul
Peter Buchholz: Salaün
Hans Meinhardt: Pouliguen
Richard Lauffen: Polizist
Franz Enzinger: Jaques
Günther Ungeheuer: Erzähler


Familie Gallun aus Deutschland macht Urlaub an der Nordküste der Bretagne. Als Horst und Silvie Gallun einen Abend ohne ihren Sohn Martin verbringen, lernt dieser am Strand die beiden einheimischen Jungen Jean und Paul kennen. Die beiden erzählen ihm von einem mit Ketten gefesselten Monster, das sie gemeinsam von einem Felsvorsprung beobachten. Martin widerspricht der Ansicht, dass Salaün ein Monster ist und bezeichnet ihn als einen hässlichen Menschen. Als das Monster Martin greift, kann dieser sich befreien, verliert dabei aber seinen Schuh. Später am Abend wird ein Toter am Strand gefunden und die Anwohner befürchten, dass Salaün sich befreit hat. Als Martin seinen Elten von Salaün erzählt, glaubt sein Vater an ein Märchen und verpasst seinem Sohn fast eine Ohrfeige, weil er von dessen Geschichten genervt ist. Als die Galluns ihr Ferienhaus erreicht haben, werden die Eltern zuerst von Möwen und anschließend von Stechmücken attackiert, während Martin von den Tieren nicht beachtet wird. Nachdem Ruhe eingekehrt ist und Familie Gallun zu Bett gegangen ist, wird Martin durch Steine am Fenster geweckt. Salaün steht vor dem Haus und verlangt Martins Hilfe, oder er würde den Eltern etwas antun. Beide machen sich auf den Weg zum Wallfahrtsort Le Folgoet, von dem Salaün glaubt, dass er dort an der Fontaine de Salaün von seinem Wahnsinn und seinem entstellten Aussehen geheilt werden könnte. Während die Eltern Martins Abwesenheit bemerken, stellt die Polizei eine Verbindung zwischen dem Toten und Martins Verschwinden her. Während die groß angelegte Suche beginnt, kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen für Martin und anderen Menschen, denen die beiden begegnen. Als sie mitten in der Nacht in Le Folgoet ankommen, hat die Polizei den Platz um die Basilika Notre-Dame du Folgoet abgesperrt. Diese befürchtet, dass Salaün bei einer Heilung noch gefährlicher werden könnte. Als es zum Schusswechsel kommt, zeigen die Schüsse keine Wirkung. Martin stellt sich auf die Seite des Monsters und reicht ihm eine Schale mit Weihwasser. Mit entsetzten Blicken müssen die Anwesenden mit ansehen, wie Salaün die Schale leer trinkt. Ob die Wirkung des Weihwassers ein Fluch oder ein Segen sein wird, entscheidet sich in den darauf folgenden Minuten.

Mein Fazit: Auch wenn die Spur während der Verfolgung nicht ganz so blutig ist,  wie der Titel es andeutet, ist diese Folge durch Peter Buchholz als Salaün eine der spannendsten der gesamten Serie. Buchholz schafft es, die Mischung aus Wahnsinn und der Sehnsucht ein normaler Mensch zu werden, sehr glaubhaft zu spielen. Als Hörer hat man so nicht nur Angst um Martin, sondern entwickelt auch Mitleid mit dem Monster. Hinter den Attacken liegt eine nahezu kindliche Naivität, was Gerechtigkeit und Vergeltung angeht. So geschehen die Angriffe gegen Horst und Silvie Gallun aus dem Wunsch heraus, Martin zu beschützen. Ein späterer Angriff hat einen sehr ähnlichen Hintergrund und selbst beim Toten wird vermutet, er hätte Salaün angegriffen oder bedrängt. Trotz allem geht durch die Größe und der ungeheuren Stärke Salaüns eine stetige Gefahr für seine Umwelt aus und die geistigen Kräfte verstärken diese noch. Dass die Menschen am Ende Angst haben, sein Wunsch menschlicher zu werden könnte ihn noch gefährlicher machen, ist also auch sehr verständlich. Das tragische Ende Salaüns wirkt auf die Hörer dann entsprechend bedrückend und die Frage bleibt offen, wie er sich durch eine Heilung verändert hätte. Neben der hervorragenden Geschichte ist auch die Leistung der Sprecher zu loben. Rüdiger Schulzki und Renate Pichler wirken als Eltern glaubhaft besorgt und kämpfen entschlossen um das Leben ihres Sohnes. Ähnliches schafft Richard Lauffen in seiner Rolle, denn als Polizist muss er sich zwischen dem Schutz der Allgemeinheit und dem Schutz eines einzelnen Kindes entscheiden. Alexander Draeger werden viele als Sascha Draeger kennen, der Stimme von Tim/Tarzan bei TKKG. Als Martin beweist Draeger, dass er mehr zu bieten hat als den doch sehr zweidimensionalen Anführer der TKKG-Bande. Auch wenn Folge 13 nicht für jeden Fan der Gruselserie zu den Besten gehört, ist sie auch älteren Fans von Gruselhörspielen zu empfehlen.

[Bild: bewertung4_5.png]

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  [Hip Hop/Metal/Rock] - Alles Mit Stil - Gegen jede Vernunft (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 05.04.2019, 08:49 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: amsgjv.jpg]


Tracklist:
01.Die Gang
02.Keine Zeit
03.Bipolar
04.A.M.S.
05.Verrat an der Wirklichkeit
06.Deine Entscheidung
07.Spiegelwelt
08.Untrennbar
09.1000 Zeichen
10.SchwarzWeiss
11.Ewigkeit
12.Schweigen ist Gold
13.Freier Fall


"Gegen jede Vernunft" - 3 Wörter, 2 Leerzeichen und eine gottverdammte Botschaft! Vergiss alles, was du gekannt hast, und bereite dich auf das vor, was du niemals erwartet hast. Das zweite Studioalbum von Alles mit Stil räumt auf mit falschen Tatsachen und zeigt, dass man einfach auch mal auf die Kacke hauen muss. Punkt. Ihr findet auf "Gegen jede Vernunft" 13 energiegeladene Songs, die euch zum ausrasten, nachdenken und feiern bringen. Die Themenvielfalt spricht dabei für sich.
Von der Abhängigkeit sozialer Medien, dem Aufstand gegen ein unterdrückendes Regime bis hin zum Kampf mit seiner eigenen Wahrnehmung, führt uns dieses Werk überall hin, nur nicht in Richtung Langeweile. Der Mix aus Heavy Metal, Hard Rock und Rap fügt dem Ganzen eine Moderne Note hinzu und zeigt nur eines: AMS ist gekommen um zu bleiben! (Pressetext)


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Alles mit Stil sind:
Obsitrice: Gesang
Sam: Gitarren
Jak: Gitarren
Dom: Schlagzeug


Wer das Debütalbum "Chaos" kennt, wird im ersten Moment viele Veränderungen im Sound von Alles mit Stil feststellen. Die Gitarren haben viel mehr Druck und einen typischeren Klang für Deutschrock, wodurch der Alternative Sound des Debütalbums nahezu verschwunden ist. Die andere große Änderung ist der Stilwechsel beim Gesang. Nachdem Alexander „Alexey“ Walder die Band verlassen hat, sorgt Obsitrice als einzige Leadstimme für mehr Härte im Sound. "Die Gang" eröffnet das Album mit einer deutlichen Ansage und mit der Single "Keine Zeit" haben die Jungs aus Österreich schon ein ordentliches Tempo vorgelegt, das in den meisten Liedern gehalten wird. Es gibt aber auch Atempausen wie "Bipolar", in denen Alles mit Stil beweisen, dass sie auch mit ruhigen Liedern überzeugen können. "Freier Fall" ist ein gutes Beispiel dafür, dass hinter dem harten Sound auch eine Botschaft steckt. Für Menschen mit Depressionen und Selbstzweifeln hat die Band hier eine Hymne erschaffen, mit der man gegen seine Ängste und Zweifel anschreien kann. Insgesamt ist "Gegen jede Vernunft" ein großer Schritt nach vorn, auch wenn nicht unbedingt jeder Fan den neuen Sound feiern wird. Die Handschrift des Labels Rookies & Kings ist auf jeden Fall zu hören, ohne das Alles mit Stil ihre eigene Identität eingebüßt haben. Songs wie "Untrennbar" und "A.M.S." schreien förmlich danach, live performt zu werden und wie gut das Album live wirkt, davon könnt ihr euch auf der aktuellen Tour überzeugen.

Mein Fazit: "Gegen jede Vernunft" ist ein Album mit vielen Facetten, die man nicht beim ersten Hören entdeckt und für die man auch genauer hinhören muss. Hinter der harten Schale vieler Songs verbergen sich nämlich Texte, die nicht nur unterhalten wollen. Natürlich sind Lieder wie "Die Gang" und "A.M.S." dafür da, sich selbst zu feiern. Wenn man kurz davor steht, ein wirklich gutes Album zu veröffentlichen, sind die besungene Selbstsicherheit und die Euphorie durchaus verständlich. Kritische Texte gibt es dann zum Beispiel bei "Keine Zeit" und "1000 Zeichen". In den meisten Liedern geben Alles mit Stil so viel Gas, dass man teilweise schon dankbar ist, wenn es in einem Song mal einen Downpart gibt. Diese werden aber kurz gehalten und dienen eigentlich nur dazu, noch einmal Schwung zu holen. Es gibt zwar auch ruhigere Lieder, aber kuschelige Balladen sollte hier niemand erwarten. Dass die Band sich vom größten Teil der Alternativeelemente getrennt hat, ist für Fans des ersten Albums sicherlich eine Umstellung. Insgesamt haben Alles mit Stil aber so viele Einflüsse in ihre Musik eingebunden, dass die Abwechslung fast schon erschlagend wirkt und den ein oder anderen Hörer durchaus überfordern könnte. Einzig die Gitarren hätten vielfältiger eingesetzt werden können. Der verzerrte Klang passt zwar zu den meisten Liedern, aber hier und da wären melodischere Parts wünschenswert gewesen. Diese Abwechselung wird dafür im Gesang geboten und obwohl dieser wirklich auf den Punkt gebracht worden ist, wird nicht jeder Fan zufrieden sein. Hört man sich das Debütalbum noch einmal an, wird der Grund dafür schnell klar. Die Stimmen hatten einen stärkeren Kontrast und haben sich so auch stärker vom üblichen Deutschrockklang abgesetzt. Dass man diese Unterschiede miteinander vergleicht, ist verständlich. Was besser gefällt ist natürlich Geschmackssache und da soll auch jeder für sich entscheiden, was er bevorzugt. Meine Anspieltipps für das Album sind "Keine Zeit", "Untrennbar", "SchwarzWeiss" und "Freier Fall", durch die man einen guten Eindruck vom Album bekommt.


[Bild: bewertung4_5.png]

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  April 2019
Geschrieben von: Tommy2Rock - 03.04.2019, 07:30 - Forum: Durchgehört Charts Vorschläge - Antworten (10)

Hallo Freunde,


das erste Quartal ist schon vorbei und die vierte Runde des Jahres steht an. Ihr habt nicht alle Bands in den letzten Top 30 gefunden, die euch am Besten gefallen? Dann heißt es ab jetzt wieder Vorschläge machen und fleißig abstimmen. Die Vorschläge können bis Samstag, den 06. April um 12 Uhr gemacht werden.

Folgende Dinge sind dabei wichtig:

- Jeder User darf einmalig im Monat von 5 verschiedenen Bands je einen Song vorschlagen. IPs und Sessions werden gespeichert und wer mehr als einmal wählt,  findet seine Vorschläge nicht in den Charts.
- Die Songs sind in folgender Weise zu machen: Band - Song (Beispiel: Modern Talking - Cherry, Cherry Lady). Sollte der Vorschlag nicht erkennbar sein, wird er ignoriert.
- Die Songs müssen bereits im Programm von Durchgehört gespielt werden. Neuvorstellungen werden von Durchgehört selbst gewählt. Falls euch etwas im Programm fehlt, könnt ihr dies über die Wunschbox ins Programm einbringen, solange die Bands nicht auf der internen Sperrliste stehen oder die Lieder nicht jugendfrei sind. 
- Songs, die es nur als Youtube Video usw. gibt, werden nicht ins Voting aufgenommen.
- Musiker und Bands die sich selbst vorschlagen werden nur aufgenommen, wenn von Hörerseite nicht genug Vorschläge gemacht werden, um die Liste zu füllen. Sollten diese Bands allerdings schon in den Charts sein, wird ein Songvorschlag natürlich gern angenommen.
- Wird kein neuer Song vorgeschlagen, wird die Songauswahl für das anstehende Voting von Durchgehört getroffen und kann im Folgemonat wieder durch Vorschläge verändert werden.
- Sollten deine Vorschläge nicht zu finden sein, werden sie mindestens in einem Punkt den genannten Regeln widersprechen, oder es wurden mehr Vorschläge gemacht, als aufgenommen werden können. Die Vorschläge werden in Reihenfolge der Posts aufgenommen, bis die Liste Voll ist. Letztendlich sind es aber eben nur Vorschläge und keine garantierten Aufnahmen und welche davon in die Charts aufgenommen werden, ist die Entscheidung von Durchgehört.


Die Bands der März Charts und die Neuvorschläge findet ihr hier: März Charts

Bitte beachtet, dass ihr die Lieder bei den Vorschlägen nicht ändern könnt, die Songs für die Top 30 Bands aber nach euren Ideen verändert werden können.


Jetzt ran an die Tasten und eifrig Vorschläge für die April Charts machen.

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  [Folk / Singer-Songwriter] George Major - Porch Songs (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 31.03.2019, 14:05 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: gmps.jpg]



Tracklist:
01. Love Is The Key
02. One Of A Kind
03. Without You
04. Boy To Man
05. Little Mining Town
06. Time
07. No Turning Back
08. But For The Grace Of God
09. Goodnight


Nach über 30 Jahren auf der Bühne, währenddessen er verschiedene Songs sämtlicher bekannter Songwriter performt hat, fasste sich George Major ein Herz und fing an, seine Gefühle und Gedanken in eigenen Songs festzuhalten. Mit „Porch Songs“ veröffentlicht er nun seine erste CD unter dem Label Prosodias. Herausgekommen ist ein Album, welches sehr persönliche Eindrücke des Lebens zeigt – von nachdenklichen politischen Songs bis hin zu gefühlvollen Balladen. Inspiriert von seinen Vorbildern – u. a. John Prine, Blaze Foley und Guy Clark – bewegt sich George Major in der Welt des Folks und der Americana-Musikszene. Nur mit seiner Gitarre und Stimme präsentiert er Songs zum Träumen und Reflektieren. George Major verzichtet auf überflüssige Effekte – frei nach dem Motto „What you hear is what you get“. (Quelle: Prosodia)


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Mit "Porch Songs" hat George Major ein Album erschaffen, das musikalisch zwischen Country, Americana und Folk liegt. In Liedern wie "One of a Kind" und "Goodnight" erklingt eine countryübliche Melancholie in seiner Stimme. Bei "Love Is The Key" und "Time" ist die Leichtigkeit des Americanastils zu hören und mit diesem Kontrast gewinnt George Major schnell die Herzen seiner Hörer. Seine markante Stimme hat eine sehr angenehme Tiefe, die das Gefühl jedes einzelnen Liedes perfekt rüber bringt. Neben seiner Stimme braucht er nur seine Gitarre, was seiner Musik ein pures und natürliches Klangbild verschafft. Wo andere auf Effekte setzen, verlässt sich George Major allein auf sein Talent und das Gespür für die richtige Verbindung von Text und Melodie. Selbst mit der angesprochenen Melancholie in einigen Liedern macht das Album dennoch durchweg gute Laune. Das Album richtet sich an alle, die handgemachte Musik mögen und dabei auf unnötige Effekte verzichten können.    

Mein Fazit: Wenn George Major auf "Porch Songs" auf die countryübliche Weise Melancholie zelebriert, macht er dies mit einem schelmischen Augenzwinkern. Liebe und Erinnerungen an Orte und Menschen bieten zwar die Hauptmotive seiner Lieder, doch er schaut auch auf Dinge, die ihn aktuell beschäftigen. "Time" kritisiert zum Beispiel unsere Lebensart und die damit verbundenen Gewohnheiten, die einem das Leben zwar erleichtern, aber keine Zeit für die wichtigen Dinge im Leben übrig lassen. "Love Is The Key" handelt von der Erkenntnis, dass Liebe für die meisten Probleme die Lösung ist. Mit knapp 27 Minuten ist das Album leider relativ kurz geraten, was aber auch an der Schnörkellosigkeit der Lieder liegt. Meine Anspieltipps sind "Time", "Love Is the Key" und "Little Mining Town".

[Bild: bewertung4.png]

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  März
Geschrieben von: Tommy2Rock - 30.03.2019, 06:36 - Forum: 2019 - Keine Antworten

Für alle die gestern nicht zuhören konnten, hier die Top 30 des Monats März in der Übersicht. Auch hier noch einmal ein Danke an alle, die fleißig abgestimmt haben.


01. SDP feat. 257ers - Merkste selber, wa?!
02. ASP - Zaubererbruder (Live & Extended)
03. dArtagnan – Sing mir ein Lied (feat. The Dark Tenor)

04. Schandmaul - Froschkönig
05. Joachim Witt – Die Flut (Refugium live feat. Peter Heppner)
06. Krayenzeit – Babylon
07. Tommy Krappweis - #Entdummdich
08. Fiddler's Green – One Fine Day
09. Alles mit Stil – Keine Zeit
10. Duivelspack - Mann sein

11. BRDIGUNG - Ikarus oder Peter Pan
12. Fuchsteufelswild - Dorian Gray
13. Haggefugg – Katzenjammer
14. Kilkenny Band – The mad Lady and me
15. Rapalje -Flatlands
16. Five Finger Death Punch - Trouble
17. Oomph - Tausend Mann und ein Befehl
18. Mark Morton feat. Chester Bennington – Cross off
19. Kärbholz – Tabula Rasa
20. Damn Nation - Apocalypse

21. Artefuckt – Alles was zählt
22. Within Temptation feat. Jacoby Shaddix – The Reckoning
23. I Prevail – Bow Down
24. Mainfeuer - Mehr Bier
25. Skillet - Sick of it
26. Amaranthe - Dream
27. Onlap – Turn Around
28. Totus Gaudeo – Schachmatt
29. The Kilkennys - Highland Paddy
30. Linkin Park - Talking to myself

Neuvorstellungen:
Popstar Killers - Shut up and leave
SMELTZ - Schöne neue Welt
Russkaja - No One Is Illegal
Rammstein  -DEUTSCHLAND
Vroudenspil - Kaleidoskop
Tanzwut & Kärbholz - Gib mir noch ein Glas
Übersicht mit allen Stimmen

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  [Mittelalter- / Folkrock] Krayenzeit - Saitentänzer (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 27.03.2019, 13:16 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: kzst.jpg]



Tracklist:
01. Schattenkabarett
02. Babylon
03. Regen und Sturm
04. Saitentänzer
05. 1000 Küsse
06. Hart am Wind
07. Eiskalte Sterne
08. Agnus Dei
09. Nur ein Lied
10. Dornröschen
11. Aurora
12. Wunder


„Saitentänzer“ ist ein Musikstück, wie es packender, verwunschener und intensiver nicht sein könnte. Statt einfach Märchen und Sagen zu erzählen, verwenden Krayenzeit die Erzähltechniken aus altvorderer Zeit, um einen entlarvenden Blick auf unsere Gesellschaft zu werfen. Darin ähneln sie den Barden von einst, klingen dabei aber keineswegs antiquiert. Im Gegenteil: So modern und zeitgeistig, so eingängig und knackig hart tönte Folk Rock bislang nur sehr selten. Sieben Mitglieder, jedes für sich eine Kapazität an Stimme, Instrument oder Arrangement, entfesseln ein musikalisches Babylon, ein folkloristisches Drama zwischen Metal, Rock, mittelalterlichen Melodien und elektronischen Ornamenten. Und plötzlich ergibt auch die rapide Sukzession der bisherigen Studioalben einen Sinn: In wenigen Jahren haben sich Krayenzeit das Rüstzeug für den Durchmarsch angeeignet, das Arsenal, das sie brauchen, um den Folk Rock endlich mal entscheidend voranzubringen. Mit „Saitentänzer“ spielen sie sich, ihre Kollegen und natürlich ihre Hörerschaft spielend schwindelig - und fangen doch gerade erst an. (Pressetext)


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Krayenzeit sind:
Markus Engel: Gesang, Cister, Rauschpfeife
Micki Richter: Gitarre
Alex Reichert: Gitarre, Cister, Laute, Chor
Jessi Kondermann: Drehleier, Flöten Chor
Shir-Ran Yinon: Geige, Chor
Joachim Lappel: Bass
Martin Daniel: Schlagzeug


Seit 2011 sind Krayenzeit nun schon aktiv und haben sich dabei von einem Geheimtipp zu einer Band entwickelt, die bereit ist, aus dem Schatten der Szenegrößen zu treten. "Saitentänzer" ist das vierte Album der Band und ist ein Weckruf, den man in der Mittelalter- und Folkszene hören wird. Seit dem ersten Album "Auf dunklen Schwingen" ist Beobachtern klar, dass die Band keine Kompromisse eingehen möchte.  Krayenzeit setzen dabei auf ihre Stärken und verbinden diese immer wieder mit neuen Elementen. Ihre Begabung als Geschichtenerzähler ist eine dieser Stärken und so entführen sie die Hörer immer wieder in verschiedene Welten und Zeitalter. Wer die Texte genau betrachtet, wird feststellen, dass die Band damit nicht nur Vergangenes betrachtet, sondern auch Kritik an der modernen Gesellschaft ausdrückt. Auch wenn die meisten Lieder durch harte Gitarrenriffs und treibende Drumbeats bestimmt werden, zeigen Krayenzeit auch wieder ihre romantische Seite. Abwechslung zeigt sich aber nicht nur im Tempo und in den besungenen Themen. Innerhalb der Lieder selbst gibt es viele unerwartete Momente, die durch das Hervorheben bestimmter Instrumente, oder einer Änderung des Gesangstils für Gänsehautmomente sorgen. Das Herzblut, dass in jeder Sekunde des Albums steckt, ist diesem auch anzuhören. Dies zeigt sich auch darin, dass "Saitentänzer" zwölf neue und vollwertige Songs präsentiert, ohne Zeit für ein unnötiges Intro oder Outro zu verschwenden. Da es technisch ebenfalls nichts auszusetzen gibt, wird das Album viele begeisterte Hörer finden.

Mein Fazit: Auch wenn ich es nicht für möglich gehalten habe, aber Krayenzeit schaffen es immer noch sich selbst zu übertreffen. "Saitentänzer" zeigt alle Stärken der Band und beweist, wie hoch der Anspruch an sich selbst ist. Markus Engel singt besser als je zuvor. Was Jessi Kondermann aus ihrer Drehleier rausholt, sorgt für einige Highlights auf dem Album, wie zum Beispiel ihr Solo im Downpart von "Schattenkabarett". Der Sound von "Saitentänzer" wird aber durch die Leistung aller Bandmitglieder erreicht und jeder bekommt die Gelegenheit sein Können zu zeigen. Wirklich detailliert möchte ich auf die Lieder gar nicht eingehen, weil ich keine Überraschungen vorweg nehmen möchte, die das Album so hörenswert machen. Lieblingslieder zu nennen ist mir aktuell auch nicht möglich, da ich das Album immer am Stück höre und bisher kein Lied weggedrückt habe. Mein Anspieltipp heißt deshalb "Saitentänzer", denn das Album ist rundum gelungen und ein starker Anwärter für das Album des Jahres in den Bereichen Mittelalter- und Folkrock. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und ich hoffe, dass Krayenzeit mit "Saitentänzer" die Beachtung erhalten, die sie für das Album und auch als Band an sich verdienen.

[Bild: bewertung5.png]

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  [Klassik/Live] Saltatio Mortis - Brot & Spiele - Klassik & Krawall
Geschrieben von: Tommy2Rock - 22.03.2019, 07:39 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: smbuskuk.jpg]



Tracklist CD 1 - Klassik:
01. Brunhild
02. Dorn im Ohr
03. Besorgter Bürger
04. Sie tanzt allein
05. Ich werde Wind
06. Heimdall
07. Brot und Spiele
08. Nie wieder Alkohol
09. Spur des Lebens
10. Europa
11. Träume aus Eis
12. Große Träume
Tracklist CD 2 - Krawall Live:
01. Ein Stück Unsterblichkeit
02. Grosse Träume
03. Dorn im Ohr
04. Wo sind die Clowns
05. Brot und Spiele
06. Wachstum über Alles
07. Europa
08. Besorgter Bürger
09. Spur des Lebens
10. Heimdall
11. Brunhild
12. Ich werde Wind
13. Träume aus Eis
14. Nie wieder Alkohol
15. Sie tanzt allein
16. Mittelalter
17. Eulenspiegel
18. Spielmannsschwur


Auf der „Brot und Spiele – Klassik & Krawall“-Edition sorgen Alea, Falk, Elsi, Frank, Jean, Luzi, Till und Lasterbalk für völlig neue Impulse innerhalb ihres Musikgenres: So hat man die ursprüngliche Punkrock-Hymne „Sie tanzt allein“ mit vereinten Kräften zur berührenden Piano-Ballade umgebaut, während die Dudelsäcke auf dem Uptempo-Party-Kracher „Nie wieder Alkohol“ gegen an osteuropäische Klezmer-Musik erinnernde Violinen eingetauscht wurden. Die dramatisch-treibende „Brunhild“ präsentiert sich nach einem bombastischen Klassik-Make Over mit jeder Menge kopfkinohaftem Hollywood-Flair und die verzerrten Punkrock-Gitarren im gesellschaftskritischen „Europa“ wurden entstöpselt und in akustischer Form mit reduzierter Streicherbegleitung re-arrangiert. „Ich finde, durch diesen melodramatischen Ansatz bekommt der Text eine völlig neue Aussage“, so Lasterbalk weiter. „Wir sind bei den neuen Arrangements immer unserem Bauchgefühl gefolgt. Es ging darum, die Stücke in neuem Licht zu präsentieren, ohne ihnen dabei ihren ursprünglichen Charakter zu rauben. Es war wahnsinnig spannend zu beobachten, wie ein professionelles Klassikorchester arbeitet und unsere Lieder interpretiert. Hier treffen buchstäblich zwei völlig unterschiedliche Welten aufeinander!“ (Pressetext)


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Saltatio Mortis sind:
Alea der Bescheidene: Gesang
Lasterbalk der Lästerliche: Drums
Falk Irmenfried von Hasen-Mümmelstein: Drehleier
El Silbador: Dudelsäcke, Schalmeien
Bruder Frank: Bass
Jean Méchant, genannt der Tambour: Gitarren, Piano, Percussion, Backing Vocals
Luzi das L: Dudelsäcke, Schalmeien, Whistles
Till Promill: Gitarren, Bouzouki, Backing Vocals
Klassik-Gäste:
Dietmar Mensinger: Streicher Arrangement und Dirigat
Alexei Silbert: Violine
Constanze Sannemüller: Violine
Adrian Bleyer: Violine
Valentin Alexandru: Violine, Bratsche
Iryna Bayeva-Pollack: Bratsche
Thomas Schmitz: Cello



Mit "Brot und Spiele" haben Saltatio Mortis im Sommer 2018 ein Album veröffentlicht, das weit über die Fangemeinde hinaus Beachtung gefunden hat. Mit Liedern wie "Dorn im Ohr", "Besorgter Bürger" und "Europa" haben sie für viel Gesprächsstoff gesorgt. Musikalisch konnte das Album ebenfalls überzeugen und hat der Band viele neue Hörer beschert. Jetzt ist mit "Brot & Spiele - Klassik & Krawall" eine neue Variante des Albums am Start, das zumindest auf der Klassik-CD nicht mehr viel mit dem ursprünglichen Klang von "Brot und Spiele" gemeinsam hat. Die Dudelsäcke und E-Gitarren wurden im Schrank verstaut, dafür gibt es jetzt Streichinstrumente und Klavierklänge. Von Saltatio Mortis bemerkt man eigentlich nur Alea auf der Klassik-CD, mit Ausnahme einiger Hintergrundchöre, bei denen auch die Kollegen mal zu hören sind. Der Rest vermischt sich so unauffällig mit dem Orchester, dass man schon genau hinhören muss, um Gitarre oder Drehleier herauszuhören. Am auffälligsten ist da noch das Piano an einigen Stellen. Die Wandlung ins Klassische gelingt aber nur bedingt. Bei  Liedern wie "Europa", "Brot und Spiele" und "Spur des Lebens" funktioniert es gut, aber besonders "Brunhild", "Dorn im Ohr" und "Sie tanzt allein" haben doch sehr von der ursprünglichen Energie verloren. Die Krawall-CD klingt da schon weitaus vertrauter. Mitgeschnitten wurde hier das ausverkaufte Konzert in Oberhausen vom 3. November 2018. Die Mischung aus neuen und älteren Stücken ist gut gelungen, die Fanchöre klingen allerdings merkwürdig, und man hat das Gefühl, es liegt ein gewollter Stadioneffekt auf der Aufnahme. Wenn man die Fans für sich ausblenden kann, hat man eine gewohnt energievolle Liveaufnahme, die qualitativ aber etwas hinter den bereits veröffentlichten Live-CDs liegt. Wer sich die Deluxe Edition gönnt, der bekommt neben der Klassik-CD auch noch alle darauf vorhandenen Lieder in einer instrumentalen Version und das Konzert wird um eine CD und 6 Lieder erweitert. Auch die Aufmachung und das Booklet sind in der Deluxe Edition natürlich noch aufwändiger, wodurch das Gesamtkonzept des Albums noch edler wirkt.

Mein Fazit: Eins muss man Saltatio Mortis lassen. Sie versuchen immer wieder etwas Neues und riskieren dabei, dass der Geschmack der Fans nicht immer getroffen wird. Bei "Brot & Spiele - Klassik & Krawall" werden die Meinungen weit auseinander gehen. Welche Edition man sich gekauft hat, wird dabei eine große Rolle spielen. Wer die Standard Edition hat und dann feststellt, dass vom Konzert eine Menge eingespart worden ist, wird mit dieser nicht zufrieden sein. Die Tatsache, dass das Konzert unvollständig ist, wird durch einige Anbieter wie Amazon auch noch verschleiert. Da Amazon lieber die Deluxe Edition anzeigt und auch bei der mp3 Version die Tracklist der Deluxe Edition aufführt, bleibt dieser Unterschied von 18 zu 24 Livetracks oft unbemerkt. Vom Umfang her gewinnt also ganz klar die Limited Deluxe Edition und verdient sich damit schon eine bessere Wertung. Musikalisch gesehen ist "Brot & Spiele - Klassik & Krawall" solide, aber nicht das erhoffte Highlight. Die klassischen Versionen sind gut umgesetzt, doch Aleas Stimme ist für diese Art Musik nur bedingt geeignet. Bei einigen Liedern hat man außerdem das Gefühl, dass einfach die Gesangsspur von "Brot und Spiele" auf das Orchester gelegt worden ist, was sich dann durch unpassende Hektik negativ auf die Stimmung der Lieder auswirkt. In den Fällen, in denen Alea ruhiger und gefühlvoll singt, wirkt das Ganze schon viel besser und man kann die neuen Versionen dann auch genießen. Für mich fehlt in den Klassikversionen aber das Saltatio Mortis-Gefühl. Zum Orchester hätte man Whistles und Uilleann Pipe hinzufügen können, damit es nicht nur nach Orchester und Alea klingt, sondern wirklich nach Saltatio Mortis. Dass diese Chance versäumt worden ist, ist wirklich schade. Gerade die ruhigeren Blasinstrumente der Band hätten sich im Gesamtklang sehr gut eingefügt. Die Liveaufnahme ist in Ordnung und hat die Stimmung in Oberhausen sehr gut eingefangen. Man muss aber sagen, dass es vom Klang her nicht optimal ist. Da die letzte Live-CD noch relativ frisch ist, lohnt sich diese Aufnahme im Prinzip nur für die neuen Lieder, denn die älteren Stücke bekommt man durch "10 Jahre - Wild und frei" und "Zirkus Zeitgeist - Live aus der großen Freiheit" in besserer Qualität. "Brot & Spiele - Klassik & Krawall" hat gute Seiten und die Idee der Klassikversionen ist an sich auch nicht schlecht. Durch Schwächen in der Umsetzung dieser Ideen und die Tonqualität der Liveaufnahme erfüllt das Album die Erwartungen aber nur bedingt und ich empfehle auf jeden Fall vorher hineinzuhören, damit man für sich entscheiden kann, ob das Album den eigenen Geschmack trifft. Meine Anspieltipps für die Klassikversionen sind "Brot und Spiele", "Spur des Lebens" und "Europa". Um sich von der Live-CD einen Vorgeschmack zu holen reichen die Videos auf YouTube, da die Lieder bekannt sind und die Videos einen guten Eindruck vom Klang vermitteln.

Bewertung Standard Edition (2 CDs):

[Bild: bewertung3_5.png]
Bewertung Limited Deluxe Edition (4 CDs):
[Bild: bewertung4.png]

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  [Gothic Novel Rock] ASP - Zaubererbruder Der Krabat-Liederzyklus LIVE & EXTENDED
Geschrieben von: Tommy2Rock - 15.03.2019, 19:52 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: asplue.jpg]


Tracklist CD 1:
01 Betteljunge
02 Krabat
03 Die Teufelsmühle
04 Denn ich bin dein Meister
05 Fluchtversuch
06 Osternacht
07 Elf und einer
08 Geh und heb dein Grab aus, mein Freund
09 Mein Herz erkennt dich immer
10 Verwandlungen I-III (Das Duell, Die List, Der Tod)
Tracklist CD 2:
01. Ansage zu Abschied
02. Abschied
03. Der Schnitter Tod
04. Spottlied auf die harten Wanderjahre
05. Zaubererbruder
06. Der geheimnisvolle Fremde
07. Der Letzte (Krabat Reprise)
08. Am Ende
09. Zwei Schwäne
10. Lesung: Das andere Ende
11. Die Untiefen
12. Nehmt Abschied/Auld Lang Syne


Die Gothic-Novel-Rocker ASP gingen 2018 auf eine ganz besondere Konzertreise. Zum 10. Jubiläum ihres Werkes ‚Zaubererbruder - Der Krabat-Liederzyklus‘ führten sie das gesamte Doppelalbum live und in voller Länge auf. Rückblende. 2008. ASP veröffentlichen ein außergewöhnliches Werk: Auf zwei CDs erzählt Sänger und Mastermind Asp Spreng seine Interpretation der sorbischen Sage um den Zauberlehrling Krabat, deutlich inspiriert, aber doch klar abgrenzbar von Otfried Preußlers gleichnamigen Roman. Das Album entpuppt sich als großer Erfolg und erweitert den Kreis der begeisterten Fangemeinde, die von nun an das Wirken der Band verfolgen wird. Die Mischung aus poetischem Sog und musikalischer Vielseitigkeit schlägt viele in ihren Bann – und lässt sie seither nicht mehr los. Nicht die Hörer. Und nicht die Musiker. Mit den neuen atemberaubenden Stücken ‚Osternacht‘, ‚Geh und heb dein Grab aus, mein Freund‘, ‚Der Letzte (Krabat-Reprise)‘ und der Lesung ‚Das andere Ende‘. Die volle Power der Rock-Band sowie der drei Gastmusiker wurde von Star-Produzent Vincent Sorg (Die Toten Hosen, In Extremo) mit viel Gespür für die Geschichte gemischt, sodass der Hörer nicht nur den Konzertgenuss erlebt, sondern sich mitten in der fesselnden Geschichte befindet, durch die Asp Spreng als sympathischer Conférencier und Storyteller führt.  (Pressettext)


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ASP sind:
Alexander „Asp“ Spreng - Gesang, Programming
Tossi Gross - E-Bass
Lutz Demmler - Gitarre, Keyboard, E-Bass, Mandoline
Sören Jordan - Lead-Gitarre
Stefan Günther - Schlagzeug
weitere Musiker:
Nikos Mavridis: Violine
Patty Gurdy: Drehleier, Gesang
Thomas Zöller: Great Highland Bagpipe, Scottish Smallpipes in A und D, Borderpipe, Low und Tin Whistel, Concertina


Der Krabat-Liederzyklus hat schon vor vielen Jahren Kultstatus erreicht und dies weit über die Fangemeinde der Band hinaus. Fast jeder, der sich in der Gothic- und Mittelalterszene bewegt, kennt Lieder aus diesem Album. Es erscheint schon fast wahnwitzig, ein solches Werk nach 10 Jahren zu verändern und zu erweitern, denn die Erwartungshaltung ist dementsprechend hoch. ASP wären aber nicht ASP, wenn sich sich dieser Herausforderung nicht mutig stellen würden. Herausgekommen ist eine Aufnahme, die deutlich zeigt, wie viel Leidenschaft und Liebe von ASP in diesem Projekt stecken. Neue Stücke, wie zum Beispiel "Osternacht", fügen sich nahtlos in den Liederzyklus ein und fühlen sich an, als wären sie schon immer da gewesen. Durchaus keine Selbstverständlichkeit, wenn man sich noch einmal vor Augen hält, dass das ursprüngliche Songwriting eben schon weit über 10 Jahre in der Vergangenheit liegt. Auch die Auswahl der Musiker für die Liveaufführung wurde sehr sorgfältig getroffen. Patty Gurdy spielt nicht nur hervorragend Drehleier, sondern ergänzt die Lieder auch mit ihrem Gesang, wodurch sie der Kantorka in "Osternacht" auch noch eine Stimme verleiht. Thomas Zöller ist kein Unbekannter für ASP Fans, denn sein Dudelsackspiel war unter anderem auch schon bei "Das Kollektiv" zu hören und Nikos Mavridis bringt durch sein Violinenspiel sehr viel Gefühl in die Lieder hinein. Bei der Abmischung des Konzertes hat man einen guten Mittelweg gefunden, was die Lautstärke der Zuschauer angeht. Sie sind ganz deutlich ein Teil des Auftritts, dennoch sind sie noch dezent genug eingemischt worden, um die Atmosphäre der Lieder nicht zu stören. Alexander „Asp“ Spreng spielt gleiche mehrere Rollen in der Aufnahme. Er ist Sänger, Erzähler und durch persönliche Anmerkungen auch das Bindeglied zwischen dem Liederzyklus und der ursprünglichen Geschichte. Durch das hochwertige Booklet in Verbindung mit dem Artwork des Albums im Allgemeinen bildet sich zusammen mit der Musik ein Gesamtkunstwerk, das den Kauf des Albums in physischer Form fast schon zur Pflicht für jeden Fan macht

Mein Fazit: Veränderungen an etwas lieb gewonnenem sorgen im ersten Moment für Ablehnung und Misstrauen. Daher war es ein mutiges Vorhaben den Krabat-Liederzyklus zu verändern und noch einmal Live mitzuschneiden. Die 2013 erschienene "Live & Unplugged" DVD ist bei Fans sehr beliebt und setzte die Erwartungen entsprechend hoch. Das Vorhaben wurde von ASP mehr als nur hervorragend gemeistert und alle Erwartungen wurden erfüllt. Im Zusammenspiel mit dem Publikum ist eine lebendige Erzählung entstanden, die durch neue Lieder und der Lesung "Das andere Ende" ergänzt wird. Beim Hören der Liveaufnahme wünscht man sich automatisch, dass man diese neuen Stücke auch in einer Studiovariante hören könnte, um sie mit dem ursprünglichen Album zu verbinden. Ein Wunsch, der für "Osternacht" und "Geh und heb dein Grab aus, mein Freund" bald erfüllt wird. Da die Geschichte auch mit den Änderungen wie aus einem Guss wirkt, fallen diese nur auf, weil es in den Ansagen angesprochen wird.  Durch die hohen Ansprüche, die ASP an sich selbst stellen und die alle Erwartungen übertroffen haben, müsste ich eigentlich 5 Punkte mit Sternchen geben, da ASP hier ein wahres Meisterwerk vorgelegt haben. Meine Empfehlung ist schlicht und ergreifend sich Zeit zu nehmen und das Konzert in voller Länge auf sich wirken zu lassen.

[Bild: bewertung5.png]

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  [Musketier- / Folkrock] dArtagnan - In jener Nacht (2019)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 14.03.2019, 08:31 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: dijn.jpg]


Tracklist:
01. In jener Nacht
02. Flucht nach vorn
03. Chanson de Roland
04. Einer für alle alle für ein'
05. Pech oder Glück
06. Endlich frei
07. Entfache mein Feuer
08. Wir haben nichts
09. Drei Nymphen
10. Sprengt die Ketten
11. Strafe muss sein
12. Sing mir ein Lied (Skye Boat Song Theme from Outlander) featuring The Dark Tenor
13. Die Welt in der wir leben
14. Wallenstein



Einer für alle, alle für einen – das berühmte Motto aus Alexandre Dumas‘ mehrfach verfilmten Roman gilt auch für dArtagnan, die Nürnberger Band, die sich dem Musketier-Rock mit Leib und Seele verschrieben hat. Die drei Musiker stehen bereit, um mit ihrem dritten Streich “In jener Nacht” und ihrer eigenen Mischung aus Pop, Rock, Folk und Schlager erneut die Gunst ihrer zahlreichen Anhänger zu erobern.  “In jener Nacht” steht bereit die Herzen der Fans im Galopp zu erobern. Das Album zeichnet sich durch die scheinbare Leichtigkeit aus, mit der dArtagnan nicht nur Brücken über Genregrenzen bauen, sondern auch ihrer Erfolgsgeschichte neue Facetten hinzufügen. „Für mich ist "In jener Nacht" ein Befreiungsschlag“, verrät Bandkopf, Sänger und Multiinstrumentalist Ben Metzner. „Nach dem Gold-Award lastete beim Schreiben ein riesiger Erfolgsdruck auf mir. Ich dachte, ich müsste es allen recht machen. Das neue Album ist dagegen eher aus dem Bauchgefühl entstanden und mit Gustavo Strauss an der Geige haben sich uns Welten an neuen Möglichkeiten eröffnet.“ Für die exzellente Produktion von “In jener Nacht” zeichnet Thomas Heimann-Trosien verantwortlich, der bereits mit seinen Arbeiten für Mittelalter-Rocker wie Schandmaul oder Saltatio Mortis erste Plätze in den Charts und Goldene Schallplatten einheimsen konnte. (Pressetext)



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dArtagnan sind:
Ben Metzner: Leadvocals, Dudelsack, Flöten
Tim Bernard: Vocals, Gitarre
Gustavo Strauss: Geige, Vocals
Matthias Böhm: Schlagzeug
Sebastian Baumann: Bass
Haiko Heinz: Gitarre


dArtagnan haben eine wilde und aufregende Zeit hinter sich. Seit dem ersten Album gibt es zwei Lager, die dArtagnan und ihre Musik entweder feiern, oder mit dem Schlagerstempel abwerten und die Nase rümpfen. Mittlerweile erscheint mit "In jener Nacht" das dritte Album der Band und die besungene "Flucht nach vorn" gelingt hier perfekt. Mit bester Laune, eingängigen Melodien und tollen Texten beschreiten die Jungs ihren Weg, der sie mit Sicherheit wieder in die Albencharts führen wird. Thematisch geht es weiterhin um Kameradschaft, Liebe und den Abenteuern der Musketiere. Wenn man sich das Songwriting genau anhört, wird schnell klar, dass die Lieder für Konzerte geschrieben worden sind. Überall gibt es Stellen, bei denen man die Fanchöre schon im Kopf hören kann und genau das ist eine Stärke des Albums. Es ist nicht einfach nur eine sterile Studioaufnahme, sondern wirkt lebendig und es ist dArtagnan anzuhören, dass sie selbst viel Spaß bei der Aufnahme hatten. Die Sorge, dass die Singleauskopplungen das Beste am Album schon vorweg genommen haben, wird zum Glück nicht bestätigt. Lieder wie "Pech oder Glück", "Chanson de Roland" und "Wallenstein" halten locker mit und auch sonst gibt es keine wirklich schwachen Lieder. Für Abwechslung ist gesorgt und die Reihenfolge der Lieder ist so gewählt worden, dass es auch ruhigere Passagen gibt, in denen man vom Feiern ein wenig ausruhen kann. Produzent Thomas Heimann-Trosien holt aus allen Liedern das Beste heraus und sorgt für uneingeschränktes Hörvergnügen. Wer nach soviel Lob auf das "aber..." wartet, den muss ich enttäuschen. "In jener Nacht" bietet technisch und musikalisch keinen Grund zum Meckern und so entscheidet letztendlich nur der Geschmack des Einzelnen, ob er das Album mag oder nicht.  

Mein Fazit: "In jener Nacht" schafft es vom ersten Ton an für gute Laune zu sorgen. Das Titellied lädt direkt am Anfang zum Mitsingen ein und diese Lust am Feiern bleibt bis zum Schluss erhalten. dArtagnan haben sich musikalisch weiterentwickelt und nutzen bekannte Melodien immer mehr zur Verzierung ihrer Lieder, anstatt diese komplett darauf aufzubauen. Dies steht den Jungs sehr gut und zum Teil wäre es sogar wünschenswert, wenn sie sich ganz auf ihr Songwriting verlassen würden. Sehr gutes Beispiel dafür ist "Pech oder Glück", dass auch ohne die Melodie von "The last Unicorn" auskommen würde und nichts von seinem Charme dadurch einbüßen würde. Dennoch gibt es natürlich Lieder, die man in anderer Form schon gehört hat, wie es bei "Sing mir ein Lied (Skye Boat Song)" der Fall ist. Daran stören wird sich aber maximal die Szenepolizei, die auch bei anderen Bands herumnörgelt, wenn bekannte Stücke ein neues Gesicht bekommen. Für mich persönlich ist "In jener Nacht" das bisher beste Album der Band. Die Vorgänger waren schon sehr gut, aber mit dem dritten Streich haben sie mich nun endgültig überzeugt. Die Singleauskopplungen kommen auch bei meinen Hörern sehr gut an und haben es in die Top 5 der Durchgehört Charts geschafft. Meine Anspieltipps sind "In jener Nacht", "Flucht nach vorn", "Pech oder Glück" und "Sprengt die Ketten".

[Bild: bewertung5.png]

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  10: H. G. Francis - Draculas Insel, Kerker des Grauens
Geschrieben von: Tommy2Rock - 09.03.2019, 15:28 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA *vollständig* - Keine Antworten

[Bild: hgf10.jpg]



Hörspiel von H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 36 Minuten Laufzeit


Die Schiffbrüchigen der "Santa Maria" landen auf einer Insel. Einer von ihnen wird ermordet. Er taucht wieder auf, ist aber seltsam verändert. Ist er wirklich tot? Ihm dürstet nach dem Blut der anderen. Er ist nicht der einzige, denn aus der Gruft steigen Dutzende von Vampiren. Sie alle gieren nach Blut! Gibt es eine Rettung für die Gestrandeten, auf der Insel des Grauens?


Sprecher:
Friedrich Schütter: Professor Dark
Heidi Schaffrath: Elenor
Gernot Endemann: Griest
Gottfried Kramer: Hammad
Hannes Messemer: Kapitän Humunk
Michael von Rospatt: Matrose Jim
Ernst von Klippstein: Doran
Charles Regnier: Dracula
Günther Ungeheuer: Erzähler


Die "Santa Maria" gerät in Seenot und geht kurz vor einer Insel unter, die aus dem Nichts erschienen ist. In der Hoffnung auf Rettung betreten die Schiffbrüchigen eine alte Hütte, deren Bewohner nicht anwesend ist. Schnell wird klar, dass der Kaufmann Hammad vermisst wird. Leider kann er nur noch tot aufgefunden werden. An seinem Hals sind 2 Einstiche und der Körper scheint blutleer zu sein. Auf die Frage, wo man gestrandet sein könnte, vermutet Kapitän Hummunk, dass sie sich auf einer Insel vor Transsylvanien befinden, was den Vampirforscher Professor Dark aufhorchen lässt. Er vermutet Dracula hinter den Geschehnissen und ist überzeugt, dass Hammad sein Opfer geworden ist. Der alte Doran kommt später zur Hütte und bestätigt den Verdacht, dass Vampire auf der Insel sind. Er allein wäre geschützt, weil er die Särge anfertigen würde und sich mit Knoblauch schützt, den er nicht zu teilen bereit ist. Ein provisorisch zusammengehämmertes Kreuz wird von Kapitän Hummunk verbrannt und es stellt sich heraus, dass er ein Androide ist, der von Dracula erschaffen wurde, um Menschen auf die Insel zu bringen. In der Nacht ereignen sich weitere Angriffe durch Dracula und durch den mittlerweile untoten Hammad, die keine weiteren Todesopfer zur Folge haben. Doran schickt die Schiffbrüchigen hinauf auf das Schloss Draculas, weil es dort geschützte Räume geben würde. Dies erwiest sich als Lüge und im Schloss kommt es zum Kampf gegen Dracula und gegen die Zeit, denn der Sonnenuntergang rückt gnadenlos näher. Den Schiffbrüchigen bleibt nur die Flucht von der Insel hinaus aufs Meer, denn im Keller des Schlosses stehen Hunderte Särge, in denen die Vampire liegen, die nur auf die Nacht warten.

Mein Fazit: Draculas Insel hat mich als Kind das Fürchten gelehrt. Eine Insel voll mit Vampiren und von der Welt abgeschnitten. Wer hätte da keine Angst? Doch wenn man sich das Hörspiel genauer anhört, fallen einige Dinge auf, die Fragen aufwerfen. Die mehrfach erwähnten Vampire hört man kein einziges Mal, wenn man von Dracula und seinen Opfern aus der Gruppe der Schiffbrüchigen einmal absieht. Die Gruppe der Überlebenden an sich ist viel zu klein. Das Schiff geht 20 Meter vor der Küste unter und während des Untergangs hört man viele Menschen im Hintergrund. Es ist wohl kaum davon auszugehen, dass die Mannschaft bis auf den Kapitän und einen Matrosen ertrinkt. Dorans Rolle als Helfer Draculas hätte man sich auch sparen können, indem man das Schloss des Grafen einfach direkt als Schauplatz gewählt hätte. Wahrscheinlich hat man dies unterlassen, weil die ohnehin große Ähnlichkeit zwischen dieser Folge und "Gräfin Dracula, Tochter des Bösen" schon so ins Auge sticht. Die Erklärung, Doran würde die Särge für die Vampire bauen, klingt auch an den Haaren herbeigezogen. Schließlich ist Dracula sogar in der Lage, einen Androiden zu bauen, der als Kapitän eines Schiffes einsetzbar ist. Wenn man über diese Dinge hinweg sieht, bleibt ein sehr gut erzähltes und an ein junges Publikum gerichtetes Hörspiel übrig, das eine bedrohliche Atmosphäre aufbaut und bis zum Ende spannend bleibt. Wer das Hörspiel in den 80ern gehört hat, wird sich durch den Kultfaktor sowieso an nichts stören. Genau genommen ist diese Folge die direkte Fortsetzung von "Dracula, König der Vampire", die erklärt, was sich nach dem vermeintlichen Tod Draculas ereignet hat. Gleichzeitig ist diese Folge die letzte überhaupt, in der es in der Gruselserie um Vampire geht. Nachdem Vampirgeschichten bis zu diesem Zeitpunkt immerhin 50% ausgemacht haben, ist dies eine große Veränderung für die Gruselserie.  Die Musik ist gut ausgewählt, klingt an einigen Stellen jedoch zu fröhlich und zu entspannt. Die Sprecher verdienen ein großes Lob. Jeder von ihnen gibt sein Bestes und es ist schön, Charles Regnier noch einmal in der Rolle des Grafen Dracula zu hören. Bei Dreamland Grusel ist 2015 mit Folge 19 "Draculas Todesinsel" eine Fortsetzung der Geschichte erschienen. Die meisten der Hauptrollen sind von den gleichen Sprechern gespielt worden. Qualitativ reicht die Fortsetzung aber nicht an die Vorgeschichte heran.

[Bild: bewertung3_5.png]

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