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| [Liedermacher] Heckel & Steglitz - Gleismusik (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 01.10.2017, 20:03 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: gleismusik.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/gleismusik.jpg)
Tracklist:
01. Rendezvous am Bahnsteig
02. Weltenwanderer
03. Lieber im Bett geblieben
04. Willkommenskultur
05. Weiße Rosen
06. Mainstream oder genial
07. Kleinstädtischer Sommer
08. Farbwiedergabe
09. Gleis 4
10. Komm, gib mir deine Hand
Stefan Gliwitzki, Frontmann der Formation „Tone Fish“, und Max Heckel, Kopf der Band „Nobody Knows“, haben sich für ein solistisches Projekt in Duo-Form zusammengefunden. Mit ihrer CD „Gleismusik“ legen sie ein Debüt in zehn Titeln vor, bei dem sich die Liedermacher im steten Wechsel gegenseitig begleiten. Zu hören sind Alltäglichkeiten, die am Bahnsteig oder andernorts stattfinden, Kritikwürdiges von überall, aber auch Ironisches, das keinen Ortes bedarf. Unter dem Namen „Heckel & Stegliz“ präsentieren beide Musiker ungehörte Songs mit Gitarren, Mandoline, Geige und zweistimmigen Gesang. Die Kunst Wichtiges und Unwichtiges mit Wenigem Ausdruck zu verleihen, fokussiert die Musikalität zum Medium, Gehalte zu transportieren. Zwischen Fern- und Heimweh – eine Hommage an die Schönheit des Alltäglichen. (Quelle: Prosodia)
Heckel & Steglitz sind:
Stefan Gliwitzki: Gesang & Gitarre
Max Heckel: Gesang, Gitarre, Mandoline & Violine
sowie
B. Brudzge: E-Bass, Keys & Cajon
Max Heckel und Stefan Gliwitzki vereinen ihr musikalisches Schaffen, zu einem nicht alltäglichem Gesamtwerk. Entgegen des Mainstreams bietet "Gleismusik" eine Mischung aus Humor und sozialkritischen Tönen. Der stetige Wechsel im Gesang und die passende Untermalung durch die Instrumente lässt ein sehr abwechslungsreiches Klangbild entstehen, dass den Hörer bis zum Ende begeistert kann. Thematisch kann man sich in vielen Situationen hineinversetzen, wer wäre nicht selbst schon "Lieber im Bett geblieben" oder kennt nicht die "Willkommenskultur" aus der eigenen Nachbarschaft. Durch das Songwriting ist dieses Album aber nicht für jeden geeignet, denn es wurde nicht darauf geachtet ein Album zu erschaffen das sich den Massen anbietet. Vielmehr ist "Gleismusik" ein persönliches Album mit vielen Feinheiten und einem Stil, der an vielen Stellen an Größen wie Hannes Wader und Reinhard Mey erinnert, ohne diese kopieren zu wollen.
Mein Fazit: Es ist immer wieder faszinierend, wie vielseitig sich ein Künstler wie Max Heckel präsentieren kann. Obwohl man gerade seine Stimme bei vielen Projekten hört, klingt "Gleismusik" erneut überraschend anders. Dies gilt auch für Stefan Gliwitzki, der sich hier ebenfalls sehr persönlich zeigt und beweist, dass er sich in keine Schublade stecken lässt. Die Lieder sind abwechslungsreich und immer genau an die entsprechende Stimme angepasst. Die Mischung aus langsamen und schnellen Nummern ist genau richtig gewählt, so dass die Aufmerksamkeit des Hörers nicht abschweifen kann. Wer ein moderndes Liedermacher Album sucht, dass sich gleichzeitig nicht scheut auch mal klassisch geschriebene Lieder anzubieten, kommt an "Gleismusik" nicht vorbei. Meine Anspieltipps sind "Willkommenskultur", "Lieber im Bett geblieben" und "Weltenwanderer".
![[Bild: bewertung4_5.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung4_5.png)
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| 05: H. G. Francis - Der Angriff der Horrorameisen |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 29.09.2017, 20:35 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA *vollständig*
- Keine Antworten
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![[Bild: ameisen.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/ameisen.jpg)
Hörspiel von H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 35 Minuten Laufzeit
Seltsame Geräusche in der Nacht, zwei Tote vor einem zertrümmerten Haus. Mord oder Unfall..., eine unheimliche Macht..., Spätfolgen einer Atombombenexplosion... - was ist die Ursache für ihren Tod? Harry Marlow und seine Schwester Joanne werden Zeugen eines grausigen Geschehens in der Wüste von Nevada.
Sprecher:
Günther Flesh als Harry Marlow
Ursula Sieg als Joanne Marlow
Cordula Hubrich als Dr. Doris Barn
Wolfgang Völz als Sherrif
Joachim Wolff als Wirt
Günther Ungeheuer als Erzähler
Mit der fünften Folge gibt es nun endlich das erste wirklich neue Hörspiel in der Gruselserie. Während die Folgen 1 bis 4 Neuauflagen bzw. Remakes alter EUROPA Hörspiele waren, hat man nun Klassiker wie "Them!" (im deutschen Raum als "Formicula" bekannt) als Vorbild für diese Geschichte genutzt. Die Angst vor Atombomben war zur Zeit der Erstveröffentlichung sehr hoch, da der kalte Krieg noch im vollen Gang war und so auch Atombombentests noch viel häufiger durchgeführt worden sind. Die Spätfolgen, wie zum Beispiel Mutationen, sind Ängste die man auch heute noch kennt. Die Geschichte spielt in der Wüste von Nevada, die ja wirklich für Atombombentests genutzt worden ist und damit einen durchaus realistischen Ort für die Folgen solcher Tests bietet. Harry Marlow und seine Schwester Joanne geraten durch eine Autopanne in die Geschehnisse rund um den fiktiven Ort Dustville. Dieser ist weder groß, noch bedeutsam und bedient sich munter aller Klischees, die man von einer amerikanischen Kleinstadt erwartet. Der Sherrif ist ein Egozentriker, der die Warnungen und Ereignisse nicht ernst nimmt und erst zum Ende hin dafür sorgt, dass die Bewohner überhaupt etwas von der Gefahr mitbekommen. Vermutlich durch die Einwirkung von Atomtests sind in der Umgebung von Durstville riesige Ameisen entstanden, die sich auf den Weg machen um die Stadt anzugreifen. Nur Harry Marlow und Dr. Barn, die er im Lauf der Geschichte kennen lernt, versuchen mit allen Mitteln die drohende Katastrophe aufzuhalten.
Mein Fazit: "Der Angriff der Horrorameisen" ist unter Fans der Serie eine Kultfolge, da die Geschichte spannend und bedrückend zugleich ist. Die Frage, was wir durch die Atombombenexplosionen in unserer Atmosphäre erschaffen haben könnten, ist immer noch aktuell. In Fukushima fließt immer noch radioaktives Material ins Meer und wer weiß was in 50 Jahren dadurch im Meer passiert? In dieser Geschichte sind es Ameisen, die durch Strahlung mutiert sind und sich als Folge zu riesigen Monstern entwickelt haben, die nun auch Menschen als Nahrung ansehen. Die Ameisen werden aber nicht als reine Fressmaschinen dargestellt, sondern als durchaus Intelligent. So versuchen sie zum Beispiel ihre Opfer gezielt einzukreisen und buddeln sich auch aus dem Boden hoch um an ihr Ziel zu gelangen. Der große Angriff erfolgt gegen Ende und wird relativ harmlos erzählt. Es wird von Opfern gesprochen, aber anders als in anderen Folgen, bekommt man keinen Tod direkt mit. Zum Schluss retten sich die Menschen und zünden den Ameisenbau an. Dieser wird als einzelnes Loch in der Wüste dargestellt, dass mit Benzin geflutet und danach in Brand gesteckt wird. Dies ist einer der wenigen Logikfehler dieser Folge, denn es ist selbst bei Riesenameisen undenkbar, dass ein Bau aus einem Zugang und einen Hohlraum darunter bestehen würde. Zudem wird in der Folge erwähnt, das die Ameisen sich notfalls freibuddeln könnten. Da die Zielgruppe damlals bei 12 jährigen lag, die CD aus dem Re-Release hat die Empfehlung ab 14 bekommen, ist dies aber zu verzeihen. Dagegen ist die nervige und meckernde Art von Joanne Marlow sehr anstrengend und ein Punkt, den man sich hätte sparen können, da die Dialoge zwischen ihr und Harry nur bedingt unterhalten können. Alle anderen Rollen und ihre Sprecher, sorgen aber dafür das dieses Hörspiel auch heute noch begeistern kann. Ein Streitpunkt unter Kennern ist auch hier der Soundtrack, der im Re-Release wieder ausgetauscht und überspielt worden ist. Dies lässt viele immer noch zu den Kassetten der 80er Originalserie greifen, die man auf Sammlermärkten immer noch finden kann.
![[Bild: bewertung4.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung4.png)
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| [Mittelalter / Kinderlieder] In Aeterno - Für Kind und Kegel (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 25.09.2017, 19:00 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: in_aeterno.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/in_aeterno.jpg)
Tracklist:
01. Der Kuckuck und der Esel
02. Es klappert die Mühle am rauschenden Bach
03. Ich geh' mit meiner Laterne
04. Drei Chinesen mit dem Kontrabass
05. Vogelhochzeit
06. Auf der Mauer, auf der Lauer
07. Hejo, spann den Wagen an
08. Wer will fleißige Handwerker sehn'n
09. Grün, grün, grün sind alle meine Kleider
10. Laurentia, liebe Laurentia mein
11. Suse, liebe Suse
Kurz nach der Veröffentlichung des 2. Studioalbums "Vetus et Novum" hatten In Aeterno schon die nächste Überraschung für ihre Fans parat und in Form von "Für Kind und Kegel" ein drittes Studioalbum fertiggestellt. In diesem Fall handelt es sich aber nicht um ein traditionelles, mittelalterliches Album, sondern um ein Konzeptalbum, dass sich an die jüngsten Marktbesucher wendet und viele bekannte Stücke aus vergangenen Zeiten beinhaltet.
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Rezension zu "Vetus et Novum"
In Aeterno sind:
Frau Hölle: Cister, Gitarre & Gesang
Bassinator: Bass
Kloppernikus: Trommel
Phil I. Granus: Dudelsack & Flöte
Wenn man sich die Liste der Lieder so anschaut, fühlt man sich direkt in die eigene Kindheit zurückgesetzt, denn viele Stücke haben wir als Kinder selbst gesungen und geliebt. Wenn man heute in Kinderzimmer lauscht, stellt man leider fest, dass diese Lieder durch moderne Stücke verdrängt werden. Da Musiker wie zum Beispiel Volker Rosin durch Funk und Fernsehen regelrecht in die Ohren der Kinder eingepflanzt werden, damit sich diese Alben verkaufen. Deshalb ist es sehr erfreulich, wenn sich eine Band traut einen Schritt zurück zu gehen und traditionellere Kinderlieder neu zu vertonen. Wie schon bei "Vetus et Novum" haben sich In Aeterno mit Produzent Gary Nargy zusammengetan. Dabei ist erneut eine Mischung aus mittelalterlicher Marktmusik und modernen Effekten entstanden, die den Sound sehr viel weicher zusammenfügt als noch bei "Vetus et Novum", was aber bei der Zielgruppe sehr passen ist. Frau Hölle singt alle Lieder sehr gefühlvoll und man merkt ihr auch an, dass sie sich beim Einsinge sehr wohl gefühlt hat und Spaß hatte. Die Saiteninstrumente sind auf "Für Kind und Kegel" deutlich im Vordergrund. Der Dudelsack wird für Einleitungen und Zwischenstücken genutzt, während in Strophen dann leisere Flöten zum Einsatz kommen. Für Erwachsene bietet das Album nostalgischen Charme, während Kinder durch die bekannten Lieder an Marktmusik herangeführt werden. "Für Kind und Kegel" ist somit ein Album für die ganze Familie und sollten Mama und Papa mal Lust auf richtige Marktmusik bekommen, kann man das Album auch sehr gut mit "Vetus et Novum" kombinieren.
Mein Fazit: Kinderlieder die ich aus dem eigenem Kinderzimmer kenne und das in Verbindung mit mittelalterlich Instrumenten? Das klingt nicht nur nach einer interessanten Idee, es hört sich auch genau so an. Die Umsetzung der Lieder ist durchweg gut gelungen und auch wenn ich altersbedingt nicht unbedingt zur Zielgruppe gehöre, macht das Anhören des Albums sehr viel Spaß und man stelle sich mal einen Abend am Lagerfeuer vor, bei dem es guten Met gibt und dann ertönt "Drei Chinesen mit dem Kontrabass". Wer keine Kinder hat und sich eher für reine Marktmusik begeistert, wird mit "Vetus et Novum" sicherlich besser fahren. Wer aber Kinder und gleichzeitig Freude an alten Kinderliedern hat, der wird an "Für Kind und Kegel" nicht vorbeigehen können. Wie ich es schon bei Nobody Knows geschrieben habe, würde ich es sehr schön finden, wenn dieses Album seinen Weg in den Musikunterricht finden würde, damit Kinder nicht nur die angestaubten Versionen kennen lernen, sondern gleichzeitig auch noch an historische Instrumente herangeführt werden. Meine Anspieltipps sind hier "Auf der Mauer, auf der Lauer", "Es klappert die Mühle am rauschenden Bach" und passend zur Jahreszeit "Ich geh' mit meiner Laterne".
![[Bild: bewertung4_5.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung4_5.png)
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| [Fantasy / Folk] PurPur - MaidenWerk (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 22.09.2017, 17:26 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: maidenwerk.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/maidenwerk.jpg)
Tracklist:
01. The Fisherman and the Selkie
02. Die Last der Krone
03. Feed the Raven
04. Der schwere Traum
05. Der Schwur
06. Wahre Helden
07. The Verdant Braes of Skreen
08. Furienfluch
09. Westwind
10. Lenore
11. Culloden’s Harvest
12. Die Ballade der Loreley
13. Drachenlied
Seit 10 Jahren begeistern PurPur schon ihre Fans und reisen dabei über große und kleine Mittelaltermärkte, wobei sie nicht nur die typischen Mittelalterlieder spielen, sondern auch Einflüsse aus dem Fantasy-Bereich einbauen und dabei sehr viel Herz und Humor beweisen. Nun haben sie ihr viertes Studioalben "MaidenWerk" veröffentlicht. "MaidenWerk" wurde durch eine Startnext-Kampagne ermöglicht, in der auch die Neuaufnahme des Debütalbums "Gabria & Leonora" mitfinanziert wurde. Tini und Judith oder auch Gabria und Leonora, haben für beide Aufnahmen einige Gastmusiker eingeladen, die den Klang um ihre Stärken und Instrumente erweitern. Gemeinsam wurde so ein ganz eigenes PurPur-Gefühl erschaffen, mit dem man alte und neue Fans gleichermaßen fesseln möchte.
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PurPur sind:
Christine "Tini" Rauscher: Gesang, Gitarre, Irish Bouzouki, Cister, Bodráhn & Percussion
Judith Rauscher: Gesang, Low-Whistle, Davul, Psalter, Shruti-Box & PurPurella
Gastmusiker:
Sandra Elflein: Geige
Sibylle Fritz: Cello
Michael Höfer: Gesang
Sarah Krause: Gesang
Christian Reiter: Gesang & Trommeln
Maria Straub: Harfe
Obwohl schon 10 Jahre voll sind, in denen PurPur die Herzen des Publikums mehr und mehr erobert haben, gibt es immer noch sehr viele Szenegänger, die mit dem Namen PurPur wenig bis gar nichts anfangen können. Vielleicht liegt es daran, dass die beiden Bardinnen nicht laut und mit viel Tamdaradei die Bühnen stürmen. PurPur wirken im Vergleich zu vielen anderen Bands in der Mittelalterszene eher ruhig und zierlich, doch der Schein trügt. Wenn die Beiden einmal loslegen, bleibt kein Auge trocken und die Mischung aus Humor und Balladen, fesselt das Publikum jedes Mal aufs Neue. Auch "MaidenWerk" bietet genau diese Mischung und neben PurPur selbst sind noch andere bekannte Musiker zu hören. An der Geige ist zum Beispiel Sandra Elflein, die man unter anderem von Faey kennt. Christian Reiter ist ein guter Freund und Bekannter von PurPur, der bei Heiter bis Folkig dabei ist und auch sonst kein Unbekannter in der Mittelalterszene ist. Doch das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf PurPur selbst, die mit ihrem Gesang und ihren Instrumenten bezaubern. Die Lieder sind sehr abwechslungsreich und jeder, der die 3 Vorgänger kennt, wird "MaidenWerk" lieben. Oskar Schrems vom Tonstudio Success hat dabei das Beste aus allem herausgekitzelt, um auch von technischer Seite einen uneingeschränkten Hörgenuss zu garantieren.
Mein Fazit: PurPur schaffen es auch beim vierten Studioalbum eine gute Mischung aus bekannten und neuen Elementen zu bilden und haben sich auch dieses Mal hörbar weiterentwickelt. "MaidenWerk" kommt mit glasklarem Klang daher, der durch ein sehr gutes Mastering noch gesteigert wird. Der Gesang und die Instrumente sind punktgenau abgemischt und auch jeder Gastmusiker wird so perfekt eingesetzt. Die Lieder sind liebevoll eingespielt und bieten sowohl ernste Texte als auch eine Menge Humor. Mit dem "Drachenlied" führen PurPur ihren Liedermythos fort, der nicht nur unter Fans einen Kultstatus erreicht hat. "Wahre Helden" erzählt davon, dass eben diese auch im Urlaub keine Ruhe finden, "The Fisherman and the Selkie" handelt von einer unerfüllbaren Liebe und beim "Furienfluch" geht es um Gerechtigkeit, aber auch um unerbittliche Rache. Einen Anspieltipp zu geben ist mir an dieser Stelle nicht möglich, da "MaidenWerk" bisher PurPurs Meisterwerk ist. Man sollte das Album im Ganzen hören, um für sich selbst zu entdecken, welche Lieder man am Liebsten hört.
![[Bild: bewertung5.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung5.png)
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| [Drama / Katastrophe] Gudrun Pausewang - Die Wolke (2012) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 20.09.2017, 19:45 - Forum: Einzelhörspiele
- Keine Antworten
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![[Bild: diewolke.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/diewolke.jpg)
Hörspiel von Sven Stricker
Nach dem gleichnamigen Roman von Gudrun Pausewang
CD mit ca. 48 Minuten Spielzeit
ISBN: 9783862311309
Was niemand glauben wollte, passiert: In einem deutschen Atomreaktor kommt es zum Super-GAU. Die Behörden versuchen zu beschwichtigen, doch auf den Straßen herrscht Chaos. Über allem schwebt die Bedrohung der radioaktiven Wolke. Die 14-jährige Janna-Berta macht sich mit ihrem Bruder auf den Weg, um ihre Eltern zu suchen. Fassungslos muss sie mit ansehen, wie die Erwachsenen die Katastrophe verdrängen und Politiker sich hinter Lügen und Ausflüchten verstecken. Das authentische und bewegende Hörspiel ist ein wertvoller Beitrag zum Thema Atomenergie.
Sprecher:
Wolf Frass als Erzähler
Céline Fontanges als Janna-Berta
Laura Ketzer als Uli
Marion von Stengel als Tante Helga
Marianne Kehlau als Oma
Wolf Rathjen als Opa
Samira Chanfir als Ayse
Frank Thomé als Tünnes
Björn Gebauer als Lars
Leonhard Mahlich als Elmar
Rasmus Borowski als Student
in weiteren Rollen:
Melanie Dahms
Isabella Grothe
Eberhard Haar
Stefanie Kindermann
Thomas Kröger
Christian Stark
Der Roman von Gudrun Pausewang erschien im Februar 1987, weniger als ein Jahr nach der Nuklearkatastrophe von Tschernobyl. Ohne den eigentlichen Super-GAU im fiktiven Kernkraftwerk Grafenrheinfeld zu beschreiben, startet die Geschichte unmittelbar vor dem Auslösen des ABC-Alarms, der die Menschen und somit auch die Hauptfigur Janna-Berta völlig unvorbereitet trifft. Pausewang beschreibt das Verhalten nach dem Super-Gau und nutzt ein drohendes Unwetter als Symbol für die radioaktive Wolke, wodurch diese als sichtbare Bedrohung wahrgenommen werden kann. Nicht nur die Folgen der Katastrophe werden beschrieben, sondern auch die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren. Das Buch will nicht nur verstören, sondern aufwecken und auf die Gefahren der Kernkraft hinzuweisen. 2011 erreicht das Buch durch die Katastrophe in Fukushima erneut die Bestsellerlisten und mit dem Blick auf die Probleme in den belgischen Kernkraftwerken Tihange und Doel, hat dieses Buch nichts an Aktualität verloren. Bereits 4 Jahre zuvor, erschien mit "Die letzten Kinder von Schewenborn" ein ähnliches Jugendbuch, dass den Einsatz von Kernwaffen thematisiert hat. Beide Geschichten verwenden Pausewangs Wohnort Schlitz als reales Vorbild
Mein Fazit: Das atmosphärische Hörspiel erfasst den Schrecken und die Hilflosigkeit nach dem Super-GAU sehr gut. Der Erzählfluss befindet sich gefühlt allerdings im Schnellvorlauf und viele wichtige Dinge aus dem Buch fehlen. Die Traumatisierung Janna-Bertas nach dem Tod ihres Bruders ist ein gutes Beispiel dafür. Während das Thema im Hörspiel nach wenigen Minuten nahezu abgeschlossen ist und nur noch stellenweise in die Handlung einfließt, wird im Buch deutlich wie der Tod des Bruders ein Loch reißt und wie sie von Schuld und Trauer innerlich zerrissen wird. Eine ausführlichere Umsetzung auf 2 CDs wäre hier eine bessere Wahl gewesen. Ein zum Thema passender Soundtrack hätte der Atmosphäre ebenfalls sehr gut getan, aus irgendeinem Grund wurde dieses übliche Stilmittel nahezu ignoriert. Eine weitere Schwäche ist auch die fehlende Datierung der Handlung im Hörspiel, so das fehlende Technologie wie Smartphones merkwürdig erscheinen, die zum Erscheinungstermin des Hörspiels durchaus verbreitet waren. Die Sprecher, allen voran Céline Fontanges sorgen aber dafür, dass das Hörspiel trotzdem überzeugt und wenn man die Buchvorlage nicht kennt werden einige der Schwächen auch nicht besonders auffallen.
![[Bild: bewertung3.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung3.png)
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| [Mittelalter] In Aeterno - Vetus et Novum (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.09.2017, 18:20 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: inaeterno.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/inaeterno.jpg)
Tracklist:
01. Palästinalied
02. Rabenballade
03. Tourdion
04. Welscher Weibertanz
05. Varulven
06. Douce Dame Jolie
07. Ai vis lo lop
08. Herr Mannelig
09. Tempus est iocundum
10. Krummavisur
Fast genau 4 Jahre nach ihrem Debütalbum "Die Grüne", melden sich In Aeterno mit "Vetus et Novum" zurück und zeigen sich nicht nur musikalisch in neuem Gewand. Mit Frau Hölle hat die Band nun auch eine Stimme gefunden und kommt nicht mehr nur instrumental daher. Die Lieder klingen ruhiger, der Dudelsack steht nicht mehr in erster Reihe und mit der, für ein mittelalterliches Album ungewöhnlichen Abmischung, stechen In Aeterno aus der Masse heraus und bieten mit 10 bekannten Stücken ein Album, dass sich so auch sehr gut für Neueinsteiger der Mittelalter-Szene anbietet.
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In Aeterno sind:
Frau Hölle: Cister, Gitarre & Gesang
Bassinator: Bass
Kloppernikus: Trommel
Phil I. Granus: Dudelsack & Flöte
In 4 Jahren kann sich vieles verändern und In Aeterno zeigen dies auf "Vetus et Novum" auf beeindruckende Weise. Vorbei sind die Zeiten der rein instrumentalen Stücke, die noch mit lauten Dudelsäcken und Trommeln gespielt wurden. Dies wurde durch Wechsel in der Besetzung verursacht, die sowohl Saitenintrumente ins Repertoire gebracht haben, als auch eine Gesangsstimme in Form von Frau Hölle. Mit dem nun zweiten Album haben In Aeterno mit STF-Records auch noch ein Label gefunden, dass bereits Erfahrungen mit Mittelalterbands sammeln konnte und mit Gary Nagy war ein Produzent beteiligt, der immer für Überraschungen sorgen kann. Der Sound auf "Vetus et Novum" ist deutlich runder als beim Vorgänger und hat nicht mehr den Marktklang, den man auf "Die Grüne" noch hören konnte. Dennoch richtet sich die Auswahl der Lieder genau an dieses Publikum, dass sich bei Szene-Klassikern wie "Douce Dame Jolie" und "Ai vis lo lop" sofort heimisch fühlen wird.
Mein Fazit: In Aeterno klingen deutlich melodischer und nicht mehr so brachial, wie noch auf dem Erstling "Die Grüne". Der Einfluss von Gary Nagy ist in der Abmischung deutlich bemerkbar, wie man es auch schon bei Saltatio Draconum hören konnte. Frau Hölle als Stimme der Band klingt erfrischend, hört sich aber an einigen Stellen so an, als wenn sie nicht ganz aus sich heraus gehen würde, was sie sich bei ihrer Stimme durchaus trauen sollte. Bei einigen Liedern könnte die Aussprache noch etwas glatter klingen, gerade bei den französischen Stücken klingt es hier und da etwas holprig. Die Instrumente sind sehr gut aufeinander abgestimmt und verdrängen sich nicht gegenseitig, was beim Einsatz von Dudelsäcken schnell der Fall sein kann. Alles in allem liegt hier ein schönes mittelalterliches Album vor, dass zwar Ecken und Kanten hat, aber durch Spielfreude und ungewöhnliche Ideen im Sound sehr viel Spaß macht. Meine Anspieltipps sind "Palästinalied", "Welscher Weibertanz", "Tempus est iocundum" und "Herr Mannelig".
![[Bild: bewertung4.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung4.png)
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| [Musketier-Rock] dArtagnan - Verehrt & Verdammt (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 16.09.2017, 18:17 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: dartagnan.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/dartagnan.jpg)
Tracklist:
01. Neue Helden
02. Jubel
03. Ich blick' nicht zurück
04. Ich steh' dir bei
05. Die Nacht gehört dem Tanze
06. Auf dein Wohl
07. Wir schmieden das Eisen
08. Das Mühlrad
09. Was wollen wir trinken
10. Legenden
11. Schinderhannes
12. Wer weiß
13. Das letzte Glas
Im Februar 2016 erschien mit "Seit an Seit" das erste Album von dArtagnan und seit dem geht es für Ben Metzner, Tim Bernhard und Felix Fischer steil nach oben. Das Album stieg sofort in die Top 10 der Alben-Charts ein, es folgten eine Menge Auszeichnungen und Auftritte in diversen Fernsehshows und eigene Konzerte, bei denen dArtagnan ihre Fans auch live überzeugen konnten. Gleichzeitig mussten sich die Jungs viel Kritik anhören, da der Stil und die Nutzung von traditionellen Melodien gerade im der Mittelalterszene wenig Zuspruch erhalten hat und man die Musik als Schlager abgetan hat. Nun steht "Verehrt & Verdammt" in den Läden und der Titel hätte nicht besser gewählt sein können. Dem Stil des Vorgängers ist man treu geblieben und man baut die Stärken der Band weiter aus, wie die Single "Jubel" schon eindrucksvoll bewiesen hat.
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Rezension zu "Seit an Seit"
dArtagnan sind:
Ben Metzner : Leadgsang, Dudelsack & Flöten
Tim Bernard : Gesang & Gitarre
Felix Fischer: Gesang, Gitarre & Bass
Ben, Tim und Felix melden sich zum zweiten Abenteuer zurück und besingen erneut das Leben als Musketier. Die Mischung besteht erneut aus Liedern, die zum Feiern und gemeinsamen trinken einladen und Balladen über Helden, Frauen und natürlich der Liebe handeln. Wie schon bei "Seit an Seit" werden bekannte Melodien der Mittelalter- und Folkszene genutzt und in neue Lieder eingearbeitet. Einige Stücke wurden auch einfach mit deutschem Text versehen, wie zum Beispiel "The parting Glass" (Das letzte Glas) und "Auld lang syne" (Wer weiß). Für den dritten Streich, der mit Sicherheit folgen wird, wäre es nicht schlecht wenn Sony Music auf die Songwriting-Stärke des Trios setzen würde und gerade Ben Metzner ist in der Lage neue Lieder zu schreiben, ohne auf bekanntes zurückgreifen zu müssen. Technisch wurde hier wieder einwandfrei gearbeitet und wer sich nicht mit der unnötigen Diskussion der Genre-Zugehörigkeit beschäftigt, wird mit "Verehrt & Verdammt" viel Spaß haben.
Mein Fazit: "Verehrt & Verdammt" setzt nahtlos da an, wo "Seit an Seit" aufgehört hat. Die drei musikalischen Musketiere bleiben ihrem Stil treu und bieten 13 neue Lieder, die sowohl zum Feiern einladen, als auch wieder die romantische Seite des Helden Daseins zeigen. Die große Frage ob dArtagnan nun Schlager oder Mittelaltermusik machen spielt beim Hören keine Rolle, denn das Album soll vor allem unterhalten und das schafft es sehr gut. Wer so an die CD ran geht, sollte sich vielleicht lieber Dudelsackkapelle XY anhören, die mit der 1000. Umsetzung der gleichen Lieder daherkommt. Sicherlich sind diese Melodien auch hier verbaut, aber eben nicht als reines nachtröten, sondern oft im neuen Gewand und sehr viele andere Bands machen dies auch und merkwürdigerweise meckert da niemand. Meine Anspieltipps sind "Jubel", "Die Nacht gehört dem Tanze" und "Wir schmieden das Eisen".
![[Bild: bewertung4_5.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung4_5.png)
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| 12: H. G. Francis - Die Nacht der Todes-Rratte |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 13.09.2017, 07:20 - Forum: Die Gruselserie - EUROPA *vollständig*
- Keine Antworten
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![[Bild: todesratte.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/todesratte.jpg)
Hörspiel von H. G. Francis
Regie: Heikedine Körting
CD mit ca. 43 Minuten Laufzeit
Professor Hasquet will nicht sterben! Er, ein leidenschaftlicher Forscher, findet sich nicht damit ab, dass er alt ist. Als sein Ende naht, lässt er sich auf ein gefährliches Experiment ein und plötzlich in der Nacht, verbreitet sich Grauen über die Stadt Brest...
Sprecher:
Richard Lauffen als Professor Hasquet
Donata Höfer als Claudine
Alexander Bischoff ald Pascal
Christian Mey als Henri Clement
Henry Kielmann als Komissar
Wolfgang Rossi als Dr. Mireaux
Günther Ungeheuer als Erzähler
Das die Gruselserie sich nicht nur mit klassischen Monstern und Mythen befasst, zeigt sie auch in dieser Folge wieder. Hier wird mit der Angst gespielt, die gerade zu Zeiten des kalten Krieges noch von Wissenschaftlern ausging, die mit Experimenten ein Unheil heraufbeschwören. In der französischen Hafenstadt Brest betreibt Professor Hasquet neben seiner eigentlichen Forschung auch noch eigene Experimente, die mit dem menschlichen Gehirn und der Persönlichkeit des Menschen zu tun haben. Sein Ziel, sein Leben zu verlängern zu können, scheint dabei greifbar nah zu sein. Als er seine Assistentin Claudine einweiht und zusammen mit ihr an Tieren experimentiert, ist diese geschockt, doch lässt sie sich überzeugen, dass ein gemeinnütziger Zweck hinter allem liegt. Als sich nur wenig später die Chance bietet, das Experiment an einem Menschen zu wiederholen, zögert Professor Hasquet nicht und setzt seine Pläne in die Tat um. Dabei unterläuft ihm ein Fehler, bei dem eine Ratte eine wichtige Rolle spielt und die den Persönlichkeitstausch zu einer schrecklichen Gefahrt für Claudine und ganz Brest macht.
Mein Fazit: "Die Nacht der Todesratte" ist ein Schience-Fiction Thriller, der sich durch seinen Aufbau einige Chancen selbst wegnimmt. In meiner Beschreibung habe ich selbst nicht erwähnt, wer beim Experiment vom Professor missbraucht wird und das hätte man im Hörspiel auch machen sollen und dafür lieber Hinweise geben können, wer das Opfer ist. So geht die Spannung davon aus, dass Professor Hasquet bewusst auf Claudine zielt um seine Identität zu verheimlichen. Der Hörer kennt diese aber von Anfang an und so ist der Moment, wo für Claudine die Wahrheit aufgedeckt wird, zwar sehr gut gespielt, für den Hörer selbst aber nichts besonderes mehr. Es ist dennoch spannend mitzuerleben, wie Claudine und ihr Verlobter Henri Clement versuchen hinter das Geheimnis zu kommen und gleichzeitig eine Spur aufnehmen, von der sie nicht ahnen, dass diese die schreckliche Wahrheit offenbaren kann. Zum Showdown passiert dann ein Logikfehler, den viele wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen. Claudine wird von Professor Hasquet in seiner neuen Gestalt angegriffen, wird aber weiter von Richard Lauffen gesprochen, was nach der Übertragung seiner Persönlichkeit in einen neuen Körper nicht der Fall sein kann. Vielmehr müsste die Stimme des Opfers zu hören sein, die den Grundton von Richard Lauffen imitiert. Trotz dieser Schwächen, ist "Die Nacht der Todesratte" ein sehr gutes Hörspiel aus der Gruselserie. Ich selbst bevorzuge die Erstveröffentlichung auf Kassette, weil dort die Musik von Carsten Bohn (hier unter dem Pseudonym Bert Brac angegeben) zu hören ist. In der neuen Variante auf CD, die unter "Die Rückkehr der Klassiker" eine Re-Release hatte, sind die alten Stücke ersetzt oder hörbar überspielt worden.
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| [Folk / Country / Lyrik] Nobody Knows - Folkslieder (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 11.09.2017, 16:42 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: folkslieder.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/folkslieder.jpg)
Tracklist:
01. Intro – Sommerhitze
02. Es waren drei Gesellen
03. Nun will der Lenz uns grüßen
04. Es dunkelt schon in der Heide
05. Es wollt’ ein Bauer früh aufstehn
06. In kummervollen Tagen
07. Der Mond ist aufgegangen
08. Wenn alle Brünnlein fließen
09. Zogen einst fünf wilde Schwäne
10. Die Gedanken sind frei
11. Lustig, lustig
12. Heidenröslein
13. Nobody Knows the Trouble I’ve Seen
Mit „Folkslieder“ präsentieren Nobody Knows ihr 13. Album in 13 Titeln. 2016 räumte das Quintett sechs der begehrten Preise beim „Deutschen Rock- und Pop-Preis“ ab, u. a. die ersten Preise der Hauptkategorien „Deutscher Country & Folk Preis“ und „Publikumsliebling“. Nun unterstreichen Nobody Knows ihre Fähigkeit, Altehrwürdiges mit Eigenem zu versehen. Sogenannte Schulklassiker wie „Der Mond ist aufgegangen“ oder „Die Gedanken sind frei“ erfahren durch Folk, Polka und Weltmusik eine Neuinterpretation, was den Titel des Albums erklärt: „Folkslieder“. So gedeihen die verstaubten und eigentlich bekannten Volkslieder zu schubladenlosen Stilbrüchen mit dem Bisherigen. Dies jedoch nie als Selbstzweck, sondern textorientiert und kompromisslos. Zudem geben die vier Herren um ihre Dame ihrem Album Eigenkompositionen hinzu, die sich nahtlos in die folksliedhafte Manier der bekannten Stücke einfügen. Auf dass es auch weiterhin heiße: Interpretation ist die Rache des Intellekts. (Quelle: Prosodia)
Nobody Knows sind:
Max Heckel: Gesang, Gitarre, Mandoline & Violine
Marcel Storjohann: E-Bass, Gesang
Ronny Heckel: Gitarre, Mandoline, Lead-Gitarre, Mundharmonika & Gesang
Aron Thalis: Schlagzeug
Tabiha Harzer: Piano, Keys, Querflöte & Gesang
Einen treffenderen Titel als "Folkslieder" hätten Nobody Knows für ihr 13. Album nicht aussuchen können. Mit viel Liebe zum Detail hat die Band alte Stücke neu umgesetzt und zum Teil mit traditionellen Melodien aus der Folk-Szene sowohl ergänzt, als auch verfeinert. Einige Lieder wurden auch komplett umgestaltet und kommen so im neuen Gewand daher. Max Heckel und Tabiha Harzer ergänzen sich dabei wunderbar im Gesang und mit dem geschickt ausgewähltem Einsatz der verschiedenen Instrumenten wurde hier ein besonderer Klang erzeugt. Während politische Gruppen alte Volkslieder dazu nutzen oder missbrauchen, ihre Wurzeln und ihre Ansichten zu untermalen, zeigen Nobody Knows wozu diese wirklich gedacht sind. Die Musik bringt die Menschen zusammen ohne die Frage nach Herkunft oder Religion zu stellen, sondern allein zum gemeinsamen musizieren und Spaß haben. Das die Band selbst Spaß hatte, hört man den Liedern sehr gut an und das überträgt sich auf den Hörer. Technisch wurde hier auch auf hohen Niveau gearbeitet und so steht dem Hörgenuss nichts im Wege.
Mein Fazit: Beim ersten Blick auf die Songliste war ich mir nicht sicher, was mich erwarten würde. Die meisten Lieder habe ich als Kind im Musikunterricht totgesungen und das auf eine sehr konservative und langweilige Art und Weise. Beide Eigenschaften treffen auf "Folkslieder" absolut nicht zu. Nobody Knows haben mit viel Fingerspitzengefühl, dem ungewöhnlichen Einsatz von traditionellen Melodien, die in den bekannten Stücken sehr erfrischend wirken und eigenen Ideen dazu, neue Versionen geschaffen. Diese hören sich nicht nur sehr gut an, sondern bringen auch den Spaß zurück, den man früher an den Liedern verloren hat. Es wäre wünschenswert, dass diese CD Einzug in den Musikunterricht halten würde. Schüler könnten so schon früh lernen, dass Musik ein kreativer Prozess ist und traditionelle Eigenschaften eines Liedes nicht zwanghaft eingehalten werden müssen. Meine Anspieltipps sind "Die Gedanken sind frei", "Lustig, Lustig" und "Nobody Knows the Trouble I’ve Seen".
![[Bild: bewertung4_5.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung4_5.png)
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| [Grog'n'Roll] Mr. Hurley & Die Pulveraffen - Tortuga (2017) |
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Geschrieben von: Tommy2Rock - 08.09.2017, 16:36 - Forum: Musik
- Keine Antworten
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![[Bild: tortuga.jpg]](http://durchgehoert.de/images/reviews/tortuga.jpg)
Tracklist:
01. Totgelacht
02. Achtung, Fertig, Prost
03. Blakes Landgang (Pt. 1)
04. Tortuga
05. Ich Kanone Dich nicht leben
06. Trau keinem Piraten
07. Schlechtes Vorbild
08. Blakes Landgang (Pt. 2)
09. Gib dem Affen Zucker
10. Das Letzte
11. Wär' ich Gouverneur
12. Blakes Landgang (Pt. 3)
13. Mit'n Schwert
14. Was Du kriegen kannst
15. Der Haifisch
16. Blakes Landgang (Pt. 4)
17. Gute Nacht Tortuga
18. Blau wie das Meer - Version 2017
Tortuga! Das bedeutet salzige Seeluft, scharfe Getränke, bittere Sehnsucht und süße Freiheit. Und wenn Mr. Hurley & Die Pulveraffen auf die Bühne treten, ist damit für jeden Geschmack etwas dabei. Auf ihrem nunmehr vierten Studioalbum Tortuga verbinden sie wie noch nie zuvor tanzbare Folk-Kompositionen mit den wortwitzigen, selbstironischen Texten, die ihren „Grog'n'Roll“-Stil seit 2009 ausmachen. Also wetzt die Entermesser, rückt den Papagei auf der Schulter zurecht und packt genug Grog ein, denn wie das Sprichwort schon sagt: „Was auf Tortuga passiert bleibt auf Tortuga!“ (Quelle: pulveraffen.de)
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Mr. Hurley & Die Pulveraffen sind:
Mr. Hurley: Gesang, Gitarre, Ukulele
Buckteeth Bannock: Akkordeon, Flöten, Gesang
Der einäugige Morgan: Cajon, Bodhran, Percussion, Gesang
Pegleg Peggy: Merchandise-Verkauf, Animation, Holzbein
Mr. Hurley & Die Pulveraffen melden sich zurück und bieten auf "Tortuga" 13 neue Lieder, eine Neuaufnahme und ein vierteiliges Hörspiel an. Auf den ersten Blick gar nicht schlecht, doch recyclen sich die Osnabrücker Piraten zu sehr selbst. Einige Ideen und Wortspiele sind durchaus gelungen und die Melodien krallen sich im Gehörgang fest. Trotzdem scheint sich die Lightning festgefahren zu haben, denn wirklich viel Neues entdeckt man nicht mehr. Davon abgesehen liegt hier erneut ein Partyalbum vor, dass für gute Laune sorgt und sämtliche Klischees des Piratenlebens bedient. Das Hinzunehmen von neuen Instrumenten hat dem Sound sehr gut getan und auch das Mastering ist makellos. Mit "Der Haifisch" ist ein politisches Statement auf dem Album, dass einige vielleicht nicht sofort so verstehen werden, denn nur beim genauen Hinhören fallen die Zitate und Anspielungen richtig auf. Bei "Achtung, Fertig, Prost" ist mir dann etwas aufgefallen. Ein Ballermann Musiker hatte vor Jahren einen Song, der stark an "Blau wie das Meer" erinnert hat und die Fans und auch die Band, haben da nicht besonders positiv drauf reagiert. Der gleiche Musiker hat nun vor längerer Zeit einen Song veröffentlicht, der den Titel "Auf die Plätze, Fertig, Prost" trägt und die Frage ob es Zufall oder ein Seitenhieb ist, kann hier durchaus gestellt werden.
Mein Fazit: "Beim nächsten Mal dann bitte eine wirklich frische Scheibe..." Das war mein Abschluss in der Rezension zu "Voodoo" und ich kann diesen Satz hier wieder verwenden. Ich höre Mr. Hurley & Die Pulveraffen seit dem ersten Album und mittlerweile möchte ich keine erneute Version von "Blau wie das Meer" mehr hören, die dann auch noch als "die neue Single" verkauft wird, nachdem das Lied auf Alben und EP's bereits mehrfach ausgeschlachtet worden ist. Doch kommen wir zum Rest. Erneut ein Hörspiel, dass einmal angehört ganz nett ist, aber dann in Playlisten und beim weiteren Durchhören schnell verschwindet. Die Lieder bieten Abwechslung und mit "Achtung, Fertig, Prost" und "Mit'n Schwert" sind auch wieder ordentliche Partynummern drauf, die gerade bei Konzerten für Stimmung sorgen werden. Dennoch überrascht auf dem Album nicht mehr viel und man weiß vorher schon was man erwarten kann. Der Humor ist unverändert und auch die Arrangements der Lieder wirken von Album zu Album vertrauter. Fans werden das Album trotzdem feiern, wie Platz 5 in den deutschen Album-Charts beweist und wer neu in die Piraten-Szene gerät, wird sich an aufgewärmten Treibgut auch nicht stören. "Tortuga" ist damit vielleicht kein Album für die Ewigkeit, aber es erfüllt seinen Zweck und reiht sich nahtlos ins Gesamtwerk der Band ein.
![[Bild: bewertung3_5.png]](http://durchgehoert.de/images/bewertung/bewertung3_5.png)
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