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  [Irish Speedfolk] Fiddler's Green - 25 Blarney Roses (2015)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:47 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: blarney_roses.jpg] 


Tracklist
1. Take Me Back
2. Rocky Road To Dublin
3. Victor And His Demons
4. Yindy
5. Old Dun Cow
6. Folk's Not Dead
7. Long Gone
8. We Don't Care
9. Greens And Fellows
10. A Night In Dublin
11. Never Hide
12. Another Spring Song
13. the Night Pat Murphy Died
14. A Bottle A Day
15. Bugger Off
16. Burning The Night
17. Blarney Roses


Seit 1990 sind Fiddler's Green schon unterwegs und zum 25 jährigem Bandjubiläum, haben sie zum 1. Mal ein "Best of" Album herausgebracht. Dabei sind nicht einfach nur Lieder gesammelt und auf eine CD gepackt worden. 2 neue Songs sind für das Album aufgenommen worden und auch die 2 beliebten Songs "Blarney Roses" und "Rocky Road to Dublin", wurden erstmals als Studioaufnahme auf CD gepresst.


Fiddler's Green sind:
Ralf 'Albi' Albers: Gesang, Akustikgitarre, Bouzouki, Mandoline, Banjo
Pat Prziwara: Gesang, Akustik- und E-Gitarren, Banjo
Tobias Heindl: Violine, Gesang
Stefan Klug: Akkordeon, Bodhran
Rainer Schulz: Bass
Frank Jooss: Schlagzeug, Percussion




Wieder einmal liegt ein Best of Album einer bekannten Band vor und auch hier stellt sich die Frage, ob es um schnelles Geld geht, oder ob hier ein Album vorliegt, dass die Fans überraschen kann und dabei auch qualitativ überzeugen kann. Beide Punkte werden bei "25 Blarney Roses" erfüllt. Neben den bekannten Versionen, die auf den vergangenen Studioalben vorliegen, gibt es auch beliebte Live-Stücke, die nun endlich eine Studioaufnahme bekommen haben. Die Mischung der Lieder ist sehr gut gewählt und vom Sound her gibt es überhaupt nichts zu meckern. 

Mein Fazit: Mit "25 Blarney Roses", liefern Fiddler's Green eine mehr als würdige Zusammenstellung der besten Songs, mit denen man 25 Jahre Fiddler's Green feiern kann. Das bei einem umfangreichen Gesamtwerk, wie Fiddler's Green es in den 25 Jahren aufgebaut haben, nicht jeder Fan seine persönlichen Lieblingsstücke findet, ist dabei selbstverständlich. Und selbst wenn man alle Alben schon besitzt, lohnt sich dieses Best of, denn die neuen Studioaufnahmen von bekannten Live-Stücken, runden das Ganze ab. Für Fans ein Muss, für Neueinsteiger die perfekte Gelegenheit die Band kennen zu lernen.

[Bild: bewertung5.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 07. Juni 2015 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Irish Speedfolk] Fiddler's Green - 25 Blarney Roses Live in Cologne (2015)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:35 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: roseslive.jpg]


Tracklist:
1. Take Me Back
2. Scolding Wife
3. A Bottle A Day
4. Walking High
5. The More The Merrier
6. Jump
7. Greens And Fellows
8. Down By The Hillside
9. Dublin Streets/Irish Washerwoman
10. A Night In Dublin
11. We Don't Care
12. Never Hide
13. Old Dun Cow
14. Folk's Not Dead
15. Burning The Night
16. Yindy
17. Victor And His Demons
18. Blarney Roses


Nachdem im Februar mit "25 Blarney Roses" ein gefeiertes Jubiläumsalbum erschienen ist , das wir selbst auch mit vollen 5 Drachen bewertet haben (Review), sind Fiddler's Green im Anschluss auf Jubiläumstour gegangen. Dabei wurde das Konzert in Köln nicht nur als Audiospur aufgezeichnet, sondern auch für die gleichnamige DVD gefilmt, auf der es zusätzlich noch viel Bonusmaterial zu sehen gibt. Das E-Werk war mit 1500 Fans gefüllt, die hörbar gute Stimmung mitgebracht haben und so ist das Konzert auch zu Hause ein Erlebnis.


Fiddler's Green sind:
Ralf 'Albi' Albers: Gesang, Akustikgitarre, Bouzouki, Mandoline, Banjo
Pat Prziwara: Gesang, Akustik- und E-Gitarren, Banjo
Tobias Heindl: Violine, Gesang
Stefan Klug: Akkordeon, Bodhran
Rainer Schulz: Bass
Frank Jooss: Schlagzeug, Percussion


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Genau wie beim Best of Album ist die Mischung der Lieder wunderbar gelungen und jeder Fan fühlt sich sofort heimisch. Wer die Band bisher nicht kennt, bekommt zum musikalischem Überblick auch noch direkt präsentiert, was Fiddler's Green ausmacht, nämlich die Power und die Spielfreude bei Liveauftritten. Zusammen mit den Fans feiern Fiddler's Green 25 Jahre Bandgeschichte und das kommt bei dieser Aufnahme wunderbar rüber. Die Band spielt nicht für, sondern mit dem Publikum, fordert zum Feiern auf und es macht ihnen hörbar Freude, wie diese Verbindung funktioniert und das Konzert zu einem Genuss macht, auch für die Fans, die nicht dabei sein konnten. Technisch gibt es auch nichts zu bemängeln, denn die Band klingt wunderbar und auch die Fans kommen laut, aber nicht nervig rüber.

[Bild: bewertung5.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 02. November 2015 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Mittelalter Folk Comedy Rock] Feuerschwanz - Sex Is Muss (2016)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:32 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: sexismuss.jpg]


Tracklist:
01. Ketzerei
02. Krieger des Mets
03. Sex is Muss
04. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt
05. Taugenix
06. Hexenjagd
07. Ringelpietz
08. Nachtlied
09. Moralisch (höchst verwerflich)
10. Teufel
11. Es wollt ein Bauer früh aufstehn
12. Ruderboot


Unter dem Motto "Sex Is Muss" veröffentlichen Feuerschwanz ihr nunmehr siebtes Studioalbum. Nachdem "Auf's Leben" wiederholt dafür kritisiert worden ist, einfach zu brav zu sein, gehen Feuerschwanz nun zum Angriff über und machen mit dem Titelsong des Albums eine klare Ansage. Allerdings ist Sex trotz des Titels nicht im Übermaß zu finden, denn die Thematik der Songs geht auch in andere Richtungen. "Krieger des Mets" ist, wie der Name schon sagt, eine erneute Hymne an das Getränk der Götter und deren Verteidiger. "Ein Bauer wollte früh aufstehen" ist ein bekanntes, traditionelles Stück, das ein wenig im Feuerschwanz Stil aufpoliert worden ist und auch die Melodie von "Ein Schelm, wer böses dabei denkt", wird Kennern der Mittelalterszene sofort bekannt vorkommen. Musikalisch wird auf die bekannte Mischung aus rockigen Klängen, in Verbindung mit Folk und Mittelalter gesetzt, was Fans begeistern wird. 


Feuerschwanz sind: 
Hauptmann Feuerschwanz: Gesang, Akustikgitarre, Irish Bouzouki
Johanna von der Vögelweide: Geige. Drehleier
Sir Lanzeflott: Schlagzeug
Felix Taugenix: Bass
Prinz Richard Hodenherz III.: Gesang, Dudelsack, Uilleann Pipe, Schalmei, Tinwhistle, Akustikgitarre, Irish Bouzouki
Hans der Aufrechte: E-Gitarre
Sowie die Metmiezen:
Mieze Musch-Musch
Mieze Myu


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Musikalisch gesehen, ist das Album eines der Besten, das man von Feuerschwanz bisher gehört hat. Die Gitarren sind genau in der richtigen Härte abgemischt, um den Mittelaltersound nicht zu verdrängen und die Stimmen vom Hauptmann und Hodi in Kombination ergeben den gewohnten und beliebten Feuerschwanz-Sound, den die Fans mögen. Etwas problematisch ist das Album für mich von seiner kreativen Seite, denn einige Melodien sind schon so oft in der Szene genutzt worden, dass es weniger aus der Menge der mittelalterlich angelehnten Bands herausragen wird als die Vorgänger. Dafür liegt die Stärke aber in den Texten und "Sex Is Muss" als Lied sticht dabei für mich hervor, denn dort sind die Wortspiele und Verknüpfungen wunderbar gelungen. Aufpassen müssen Feuerschwanz noch an anderer Stelle, denn der Unterschied zu dArtagnan liegt an einigen Stellen nur noch in der Feuerschwanz-typischen Zweideutigkeit, nicht aber am Sound, was durch die Besetzung beider Bands bedingt ist.

Mein Fazit: "Sex Is Muss" als Single hat die Erwartungen an das Album sehr hoch angesetzt. Ob die Erwartungen erfüllt werden, wird jeder für sich selbst entscheiden müssen, für mich ist die Single aber der stärkste Song aus dem Album. Dazu kommt, dass "Ein Schelm, wer Böses dabei denkt" sogar sehr nach dArtagnan klingt, was zu einem Abzug in der Gesamtnote bei mir führt, da ich erhofft hatte, dass die Trennung der beiden Bands besser funktionieren würde. Das Ergebnis ist aber auf jeden Fall ein gutes Album, das aber die Frage aufwirft, wo der kreative Weg hinführen wird. Ich bin mir aber sicher, dass Feuerschwanz noch viele Ideen im Gepäck haben und hoffe, dass sie diese frisch und mit eigenen Melodien umsetzen werden. Und solange Feuerschwanz trinkfreudig, zweideutig und mit viel Spielfreude antreten, werden die Fans jede Entwicklungsphase der Band weiter begleiten und feiern. Meine Anspieltipps sind "Sex Is Muss", "Krieger des Mets" und "Hexenjagd". 

[Bild: bewertung4.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 18. August 2016 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Celtic / Folk / Folk Rock] Ferocious Dog - From Without (2015)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:29 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: ferociousdog.jpg]


Tracklist:
01. Gallows Justice
02. Poor Angry And Young
03. Living On Thin Air
04. Ruby Bridges
05. Crime And Punishment
06. Slow Motion Suicide
07. I Stand
08. Marikana Massacre
09. Unconditional
10. Raggle Taggle Gypsy
11. Maris Wedding Part III


Ferocious Dog aus England ist eine Band, die man schwer in eine Schublade packen kann. Die Einflüsse von traditionellen Folksongs sind natürlich deutlich zu hören und auch dass die Band Vorbilder wie The Pogues, Flogging Molly und The Levellers angibt, wundert beim Klang der Songs wohl niemanden. Dennoch fließen noch viel mehr Stile in die Musik ein und Ferocious Dog lassen sich nicht von Genregrenzen einengen, wodurch sie einen eigenen Sound entwickelt haben. Das von den Fans vorab finanzierte Album "From Without" erschien im Oktober 2015 und wurde von Matt Terry und Al Scott produziert. Bei der Tour zum Album wurden Les Carter und Scott Walters als neue feste Bandmitglieder vorgestellt. 2016 gab es eine UK und Europa Tour, bei dem Ferocious Dog als Support für The Levellers dabei waren und dabei auch in Deutschland gespielt haben. 2017 gab es unter anderem einen Auftritt in den Niederlanden, beim Rapalje Zomerfolk Festival in Groningen. 

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Ferocious Dog sind: 
Ken Bonsall: Gesang & Akustikgitarre
Dan Booth: Geige & Co-Songwriter
Les Carter: Lead Gitarre
Ellis Waring: Mandoline & Banjo
John Alexander: Bass Gitarre
Scott Walters: Schlagzeug


Schon beim Opener "Gallows Justice" geben Ferocious Dog Gas und zeigen, was den Hörer in den nächsten 12 Liedern erwartet. Harte Gitarren und treibende Beats an den Drums vermischen sich mit den melodischen Klängen von Geige und Banjo. Dazu die Stimme von Sänger Ken Bonsall, die einen hohen Wiederkennungswert hat und die jede Stimmung der Lieder authentisch rüberbringt. Neben eigenen Liedern sind auch ein paar Klassiker auf dem Album zu hören, doch meistens werden die traditionellen Melodien in die Lieder eingebaut, um die Folkeinflüsse zu untermalen. Technisch bietet das Album keinen Grund zum Meckern, der Sound ist klar und beim Mastering wurde viel Wert darauf gelegt, jedes Bandmitglied so einzubringen, dass alle Stärken der Band deutlich hörbar sind. 

Mein Fazit: Ferocious Dog haben mich beim Zomerfolk schon live überzeugt und begeistert und ich war sehr gespannt, wie sie die Energie ihrer Lieder in Studioversionen verpacken können. Das Ergebnis liegt mit "From Without" vor und die Jungs überzeugen auf ganzer Linie. Dan Booth fesselt an mehreren Stellen mit Solos und gerade bei "Slow Motion Suicide" ist der Solopart der Geige ein Highlight. Aber auch der Rest der Band spielt auf höchstem Niveau und klingt dabei trotzdem locker und verspielt. Das hinter diesem verspieltem Klang nicht immer fröhliche Themen stecken, wird dem Hörer erst bewusst, wenn er genauer auf die Texte achtet, die teils sehr sozialkritisch sind. Dennoch ist "From Without" ein Album, das gute Laune macht und zum Tanzen und Mitsingen auffordert. Und wenn man nun noch bedenkt, dass die Band schon seit Mitte der Achtziger aktiv ist, muss man sich fragen, weshalb Ferocious Dog in Deutschland noch so unbekannt sind. Meine Anspieltipps sind das vorab genannte "Slow Motion Suicide" und "Gallows Justice", die Fans von Folkrock auf jeden Fall begeistern werden. 

[Bild: bewertung4_5.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 20. Juli 2017 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Traditional Powerfolk & Liedermacherei] Saitenstreich - Fremdenfreunde (2016)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:24 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: fremdenfreunde.jpg]


Tracklist:
01. Affe
02. Fremdenfreunde
03. Der Henker
04. Mademoiselle Hanna
05. The Highwayman
06. Werwölfe
07. Fizz
08. Sieben
09. Chanson poir Papi
10. Dachterasse
11. Dieser eine Weg


Saitenstreich sind die kleine Geigengallierin Louise Gillman und der lebenslustige Liedermacher und Gitarrist Michael Schwiening. Ihre flinke Fiddlerei und seine schwungvollen Powerakkorde machen einen Sound den die beiden “traditional Powerfolk” nennen, der von fantasievollen und humorvollen Lieder begleitet wird. Saitenstreich sind auf diversen mittelalterlichen Veranstaltungen, wie auch internationalen Folk Festivals unterwegs, aber am liebsten machen sie die Straßen unsicher, indem sie jeden zum Lachen und tanzen bringen.* Mit "Fremdenfreunde" präsentieren sie schon ihr 2. Album, auf dem sie erneut ihre musikalische Vielfalt beweisen.(*Quelle )


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Saitenstreich sind:
Louise Gillman: Fiddle, Knopfakkordeon, Gesang
Michael Schwiening: Gitarre, Gesang, Mandoline


Schon beim ersten Lied hört man die Weiterentwicklung im Klang, wenn man das Album mit seinem Vorgänger "Spielleute" vergleicht. Die Abmischung klingt voller und klarer und auch die Abstimmung von Instrumenten und den Stimmen ist mit mehr Feingefühl vorgenommen worden. Die Lieder wechseln zwischen ruhigen Stücken und tanzbaren Nummern, die zum Teil instrumental sind. In den instrumentalen Stücken liegt auch die Stärke des Albums, denn während in der Musik als solche ein Steigerung zu merken ist, ist der Gesang eindeutig Geschmackssache und wird nicht jeden zu überzeugen wissen. Auch fehlen mir die Elemente, die den Powerfolk ausmachen sollen, den die Band selbst als Genre angibt. 


Mein Fazit: "Fremdenfreunde" ist ein Schritt nach vorn, aber nicht auf jeder Ebene und dem Powerfolk fehlt eindeutig die Power. Wer diese Genre-Bezeichnung selbst wählt, sollte sich nicht scheuen, auch mal Gas zu geben und nicht nur mit angezogener Handbremse zu fahren. Leider gibt es beim Gesang keine Steigerung, denn dieser war schon beim Album "Spielleute" ein großer Kritikpunkt. So sind meine Anspieltipps auch die instrumentalen Stücke "Mademoiselle Hannah" und "Fizz", die mir persönlich am besten gefallen haben.

[Bild: bewertung2_5.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 31. Oktober 2016 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Mittelalter/ Pagan-, Celtic- & Nordic Folk] FAUN - Midgard (2016)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:12 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: midgard.jpg]


Tracklist:
01 Midgard Prolog
02 Federkleid
03 Sonnenreigen (Lughnasad)
04 Alba II
05 Nacht des Nordens
06 MacBeth
07 Gold & Seide
08 Brandan
09 Odin
10 Rabenballade
11 Lange Schatten


FAUN sind seit über zehn Jahren ein wichtiger Bestandteil der internationalen Mittelalterszene und haben mit ihrer Musik ein eigenes Tor zu den Gefühls- und Gedankenwelten jener Zeit geöffnet. Die sechs Musiker Oliver s. Tyr, Fiona Frewert, Niel Mitra, Stephan Groth, Rüdiger Maul und Katja Moslehner besetzen in der Mittelalterszene mit ihrem Pagan Folk ein eigenes musikalisches Feld. Die Band kombiniert romantische und mythische mittelalterliche Musikzitate mit musikalischen Einflüssen der Gegenwart zu modernem deutschsprachigem Mittelalter-Folk. Das neue Album „Midgard“ beleuchtet die Mythologie der Germanen und Wikinger. FAUN haben hierfür Sonnen- und Mittsommertänze geschrieben, besingen den keltischen Gott Lugh, als auch den Meeresgott Manannan Mac Lir für eine unbeschadete Seefahrt. Sie entführen in zauberhafte Birkenhaine und berichten von Alswinn dem Himmelsross als auch vom Göttervater Odin. Dies alles wird von der einzigartigen Klangwelt der Band umrahmt, die wie gewohnt aus einer gekonnten Mischung aus Folk, Mittelalterklängen, Pop und experimentellen elektronischen Soundsäulen entsteht. Eine spannungsgeladene Mischung, die die Musik von FAUN in der Mittelalterszene seit jeher so einzigartig macht. Es sind vor allem Lieder wie das beschwingte „Federkleid“, die dieses neue Album prägen. Melodisches Flötenspiel und tänzerische Rhythmik eröffnen den fröhlichen Reigen, der dynamisch fortschreitend seinen Höhepunkt in einem virtuosen Drehleier-Solo findet. Nach einem nicht enden wollenden Winter ist der Sommer endlich da und die glockengleichen Stimmen von Fiona und Katja lassen uns dieses muntere Bild sofort in aller Lieblichkeit vor den Augen erstehen.


FAUN sind:
Oliver S. Tyr: Vocals, Irish bouzouki, Nyckelharpa, Mandocello, Celtic Harp, Saz, Tar, Guitar & various Lutes
Fiona Rüggeberg: Vocals, Bagpipes, Flutes, Rebab, Recorder, Fujara, Seljefloit, Harmonium, Chalumeaux & Pommer 
Katja Moslehner: Vocals, Percussion
Stephan Groth: Vocals, Hurdy-Gurdy, Cistern, Whistles 
Rüdiger Maul: Darabouka, Davul, Bendir, Tamborello, Riq, Berimbao & other percussion instruments
Niel Mitra: Computer Sampler & Synthesizer


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Mit Midgard haben FAUN ein Album geschaffen, das mystisch und verträumt klingt, ohne zu sehr in Klischees zu verfallen. Allerdings lädt Midgard nicht nur zum Träumen, sondern auch zum Tanzen ein. So ergibt der Rhythmus von "Federkleid", zusammen mit dem virtuosen Drehleierspiel, ein Lied, bei dem man nicht still sitzen bleiben kann. Überhaupt zeigen FAUN wieder verstärkt, welch gute Musiker hinter dem Namen stehen, was sowohl für den Gesang, als auch die Beherrschung der Instrumente gilt. War das Vorgängeralbum Luna meiner Meinung nach gut, aber ein Schritt zurück im Bezug auf Songwriting und Tiefe der Songs, geht Midgard gleich zwei Schritte nach vorn. Merkwürdig erscheint allerdings die Auswahl der Songs für die Deluxe Edition. So enthält diese als Zusatz ein Intro für "Alba II", sowie 3 zusätzliche Songs, die aufgrund der Gesamtspieldauer durchaus auch auf die Standard Edition gepasst hätten. 

Mein Fazit: FAUN liefern hier eines der stärksten Alben der letzten Jahre ab. Stimmungsvoll, abwechlungsreich und mit viel Gefühl. Fans werden sich sofort wohl fühlen und auch wer mit FAUN noch nicht viel zu tun hatte, aber mittelalterliche Klänge, sowie keltische und nordische Klänge mag, wird auf diesem Album Stücke finden, die ihm gefallen werden. "Federkleid", "Alba II" und die "Rabenballade" sind meine Anspieltipps, da man so einen guten Überblick über den Stil des Albums bekommt. Fans empfehle ich die Deluxe Edition, da diese in die Sammlung echter Fans gehört. Alle anderen werden auch mit der Standard Edition Freude haben, zumal man die Bonussongs auf den üblichen Plattformen als mp3 kaufen kann.

[Bild: bewertung4_5.png]
*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 18. August 2016 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Femal Fronted Metal] Envinya - The Harvester (2016)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:07 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: envinya.jpg]


Tracklist:
01. Prelude
02. Bewitched
03. Nightdweller
04. The harvester
05. Stormchaser
06. Valiant
07. Outsider
08. Widespread Pandemy
09. Amphibian life
10. The tower & the frog
11. Heads or tails


Magisch, spannend und sexy - so präsentieren sich Envinya auf ihrem neuen Longplayer „The Harvester“. Das Sextett aus München um Ausnahmesängerin Mery Diaz Serrano passt nur bedingt in das Genre der anderen unzähligen „female fronted Metalbands“. Musikalisch sind die Songs klar im klassischem Melodic Metal zuhause, doch wildern die Gitarristen Thomas und Mike oft deutlich in härteren Gestaden, was den Sound völlig eigenständig und innovativ macht. 2006 gegründet, brachten sie nach einigen Umstrukturierungen 2013 ihr Debut „Inner Silence“ heraus, das weltweit schon beachtlichen Anklang fand. Live zeigten sie ihr Können bereits bestens vor Bands wie z. B. Fiddlers Green, Tanzwut und Pro Pain. Mit „The Harvester“ zeigen sie, für was Envinya heute steht: Innovation, Charisma und Explosivität. ( Quelle: STF-Records ) 


Envinya sind:
Monika Strobl: Keyboard 
Mery Diaz Serrano: Vocals 
Mike Gerstner: Lead Guitar 
Thomas Knauer: Rhythm Guitar & Growls
Lorenz Henger: Bass 
Enrico Jung: Schlagzeug


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Wenn man Female Fronted Metal Band liest, werden viele erst einmal denken "Wie, noch eine?". Dass es seit Jahren einen Boom in dem Bereich gibt, kann man nicht abstreiten und so startet man mit der Frage, kann Envinya sich aus der Masse dieser Bands abheben? Die Antwort ist eindeutig, denn auf "The Harvester" zeigen Envinya, dass sie sich nicht nur auf Metal beschränken, sondern viele Einflüsse auf ihre Musik wirken lassen. Die Stimme von Sängerin Mery Diaz Serrano ist ebenfalls sehr vielseitig und braucht die Konkurrenz nicht fürchten. Neben der Stimme beherrschen harte Gitarrenriffs den Sound, die oft im klassischen Metalbereich angesiedelt sind. Durch den Kontrast, den dieser harte Sound im Vergleich zu Mery Diaz Serranos Stimme bietet, wird die Klangbreite noch vielseitiger. Thomas Krauer untermalt dieses Klangbild noch an einigen Stellen durch seinen harten Gesang, der als Konterpart ebenfalls für Abwechslung sorgt.

Mein Fazit: Envinya erschaffen den Female Fronted Metal nicht neu, bringen aber viele eigene Ideen ein und heben sich so aus der Masse ab. Fans dieses Genres werden sofort Gefallen finden und selbst wenn man bisher nicht viel damit anfangen konnte, sollte man sich "The Harvester" anhören und sich von den Stärken der Band überzeugen. Hier und da gab es einige Stellen, die vom Mastering her vielleicht etwas mehr Feinschliff gebraucht hätten, doch das ist Jammern auf höchstem Niveau, lässt aber für folgende Alben noch Luft nach oben, was den Blick auf die Entwicklung der Band natürlich spannend hält. Genrefans kann ich das Album bedenkenlos empfehlen und allen anderen bietet sich ja unter anderem in unseren Sendungen die Möglichkeit, sich von Envinya zu überzeugen. Anspieltipps sind von mir "Bewitched", "Nightdweller" und "Valiant", durch die man sehr gut einen Eindruck vom Klang und der Vielseitigkeit von Envinya bekommt.

[Bild: bewertung4.png]
*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 13. Juli 2016 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Rock] e.d.e.n. - Fäuste hoch (2016)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 07:03 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: faeustehoch.jpg]


Tracklist:
01. Fäuste hoch
02. Kotzende Pferde
03. Traumtänzer
04. +/+
05. Oppenheimer Revival Party
06. Freundschaft
07. Totgeglaubte leben länger
08. Schwarz auf Weiß
09. Zurück
10. Hoch die Gläser


Deutsche Texte, Punk n Roll, laut und unverfälscht - das ist e.d.e.n aus der Eifel. Druckvoller, direkter Sound, gepaart mit eingängigen Melodien und gelegentlichen kurzen Ausreißern ins Progressive; mit bedeutungsvollen Texten, die mal kryptisch, mal geradeaus sind und den Zuhörer zum Nachdenken bewegen. Seit ihrer Gründung 2011 spielen die fünf Musiker/innen in der bis heute bestehenden Besetzung. (Quelle: STF-Records ) 


e.d.e.n. sind:
Thomas Brengmann: Gesang und Gitarre
Laura Brengmann: Keyboard und Gesang
Stephan Waldorf: Gitarre und Gesang
Daniel Hetzel: Bass
Thomas Spies: Drums

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e.d.e.n. bringen laut und auf ihre ganz eigene Weise frischen Wind in die Deutschrock Szene und überzeugen auf "Fäuste hoch" in ganzer Linie. Die Melodien sind sehr eingängig und die Texte laden geradezu zum Mitsingen ein. Dabei geht es thematisch in die verschiedensten Bereiche und neben Liedern, die man auf der nächsten Party spielen kann, gibt es auch sehr nachdenkliche und sozialkritische Stücke, die auch erst beim wiederholten Anhören alles offenbaren, was den Reiz "Fäuste hoch" mehrfach anzuhören, enorm steigert. Der Gesang von Frontmann Thomas erinnert hier und da an Sammy Amara von den Broilers, verliert dabei aber nie den Eigenklang und so ergibt sich im Mix mit dem Backgroundgesang und den Instrumenten ein Stil, durch den man e.d.e.n. sofort erkennt.

Mein Fazit: e.d.e.n. werden ihren Weg gehen und mit "Fäuste hoch" schon viele neue Fans an sich binden, denn das Album klingt nach mehr. Ich bin sehr gespannt, was wir noch von der Band erwarten dürfen. Wer etwas Neues und Eigenes hören möchte und Deutschrock mag, sollte sich das Album holen und die Band auch weiterhin im Auge behalten. Als Anspiel Tipps kann ich hier "Kotzende Pferde", "Hoch die Gläser" und "Freundschaft" empfehlen. 

[Bild: bewertung5.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 10. Juli 2016 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Modern Metal] Diztord - I Am (2014)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 06:59 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: diztord.jpg]


Tracklist:
01. I'm Gone (feat. Henrik Englund & Linda Varg)
02. Unrepentant (feat. Thomas Vikström & Stefan Jernståhl)
03. Wish You Were Here (feat. Olle Ekman & Susie Päivärinta)
04. Walk Away (feat. Ellinor Asp)
05. Said and Done (feat. Anthony Mills & Jake E)
06. Some Things (feat. Jan Johansen)
07. Não Volto Atrás (No Saving Grace) [feat. Chris Goldsmith & Gérman Pascual]
08. I Kiss the Night (feat. Sofia "Effie" Olsson & Stefan Lindholm)
09. Anything Goes (feat. Frost)
10. I Am


Diztord ist ein schwedisches Team, bestehend aus Musikern und Produzenten, die Musik außerhalb der Norm machen möchten und dabei immer wieder unkonventionelle Wege gehen. Den Stil dabei in Schubladen zu stecken ist kaum möglich, da die verschiedenen Elemente und musikalischen Gäste jedes Lied zu etwas besonderem machen und jeder bringt dabei seine eigenen Stärken ein. Gemeinsamkeiten sind dabei oft harte Gitarren, die für einen ordentlichen Metalsound sorgen. Die Liste der Gäste ist dabei einem Who is Who der schwedischen Musikszene gleichzusetzen. So sind Jake E (ehemals Amaranthe / CyHra), Jan Johansen (1995 für Schweden beim Eurovision Song Contest in Dublin angetreten), Thomas Vikström (Therion) und Linda Varg nur einige der Namen, die auch international bekannt sind. Diztord veröffentlichen ihre Lieder nicht wie andere Bands als Alben, sondern nummeriert und jedes Lied für sich. "I Am" bildet die erste Ausnahme, die Fans die Möglichkeit bietet Vol. 1 - 10 als Sammlung zu kaufen und so einen Einstieg ins mittlerweile schon gewachsene Werk von Diztord zu finden.


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Diztord sind:
Chris Goldsmith: Guitars, growl
Conny Goldsmith: Bass
Diztord: Vocals, Producer
William Prado: Producer


Diztord zu beschreiben ist gar nicht so einfach und auch ich habe mehrfach angefangen, bis ich die richtigen Worte gefunden habe, aber genau das macht Diztord aus. Das Projekt aus Schweden ist keine Band im eigentlichen Sinn und kann so ohne Grenzen und Vorgaben arbeiten. Dazu kommt, dass "I Am" nicht als Album konzipiert worden ist, sondern das jedes Lied ein eigenes Werk ist, in das viel Zeit und Herzblut investiert wurde. Dies dokumentieren Diztord sowohl in Videos, als auch mit zahlreichen Fotos, die sie immer wieder mit ihren Fans teilen. Ein wichtiger Teil der Musik sind auf jeden Fall E-Gitarren, die immer zum Einsatz kommen und meist harte Riffs, aber auch sehr gute Soloparts bieten. Der Gesang wechselt von Lied zu Lied durch die eingeladenen Gaststimmen, die immer passend zum Stil des Liedes ausgewählt worden sind. Harter Gesang und Growls wechseln sich mit klaren Stimmen ab und so wird für jeden Geschmack etwas geboten. Auch Elektrosounds sind immer wieder zu hören, wobei diese nur bei wenigen Ausnahmen im Vordergrund zu hören sind, wie zum Beispiel im Titellied "I Am". Im Gesamtbild ergibt sich hier moderner Metal mit Einflüssen und Ideen aus allen Bereichen der Musik und so werden auch Hörer, die mit dem Genre sonst weniger anfangen können, Gefallen an Diztord finden.

Mein Fazit: Wenn man als Radiomoderator tätig ist, setzt man sich zur Aufgabe, seinen Hörern immer wieder etwas neues zu bieten und hofft, dass dies Gefallen findet. Bei Diztord war es mal andersrum, denn durch einen Hörerwunsch habe ich Diztord mit "Vol. 5 - Said and done" kennengelernt. Die Mischung der verschiedenen Elemente, Stimmen und die außergewöhnlichen Ideen begeistern seitdem nicht nur mich, wie unsere Charts jeden Monat beweisen. Wer also ein spannendes Album jenseits von Mainstream und Eintönigkeit sucht, sollte hier mindestes einmal auf dem Diztord YouTube Kanal zur Probe reinhören, wenn nicht sogar direkt zuschlagen. Mittlerweile steuern Diztord auf den Release von Vol. 14 zu und ein Ende der kreativen Arbeit ist dabei noch lange nicht in Sicht.

[Bild: bewertung5.png]

*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 24. März 2017 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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  [Mittelalter / Folk] Die Irrlichter - Zaubergarten (2015)
Geschrieben von: Tommy2Rock - 18.08.2017, 06:55 - Forum: Musik - Keine Antworten

[Bild: irrlichter_cover.jpg]


Tracklist
01. Sator arepo tenet opera rotas
02. Lorscher Bienensegen
03. Merseburger Zauberspruch
04. Die Nixen
05. Skebergslåten
06. Zaubergarten
07. Elfenflug
08. Thora und der Lindwurm
09. Bergtrollets frieri (Herr Mannelig)
10. Bourré Abière
11. Die Fee
12. Mittsommerreigen


5 Jahre nach "Rauhnächte" legen Die Irrlichter ihr nunmehr siebtes Album nach. "Zaubergarten" kommt dabei mit einem hochwertigen Artwork und Booklet an, die das Album nicht nur zu einem Hörerlebnis machen. Das Album hüllt Zaubersprüche in neue Klänge, die durch eine Vielzahl von Instrumenten ein abwechslungsreiches Gewand erhalten. Dabei kommen Harfe, Oboe, Nyckelharpa zum Einsatz, sowie Cister, Dudelsack und Davul, die je nach Lied eine eigene Stimmung erzeugen. Zu Gast im Zaubergarten sind "Die Streuner", die beim Titel "Die Fee" mitwirken. Stimmungsvolle Instrumentalstücke und die Umsetzung von zum Teil jahrhundertealten Textvorlagen runden das Album ab und erschaffen so einen musikalischen Zaubergarten, der zum Träumen und Tanzen einlädt.


Die Irrlichter sind:
Brigitta Jaroscheck: Gesang, Harfe, Cister, Gitarre, Laute
Stephanie Keup-Büser: Gesang, Nyckelharpa, Sopranino, Davul, Percussion
Jutta Simon-Alt: Gesang, Schäferpfeife, Oboe, Rauschpfeife, Sopranino, Altflöte


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In den Zeiten, in denen die Mittelalterszene von Musik überschwemmt wird, die mit Effekten gestreckt wird, damit die breite Masse sie kauft, ist es wirklich sehr erfrischend ein Album zu hören, das handgemacht klingt und trotzdem hochwertig produziert wurde. Die Irrlichter schaffen es vom ersten Lied an den Hörer zu fesseln und in den Zaubergarten zu ziehen. Der elfengleiche Gesang mischt sich dabei perfekt mit den Instrumenten, die ebenfalls wunderschön eingespielt sind und zum Träumen einladen. Selbst Klassiker, die bei anderen Bands totgespielt wirken, haben hier eine persönliche Note bekommen, so das man auch diese wieder gerne hört. "Zaubergarten" ist somit ein Album, an dem man als Folk- und Mittelalterfan nicht vorbeigehen sollte, ohne es einmal anzuhören und sich selbst vom Klang verzaubern zu lassen.

[Bild: bewertung5.png]
*Diese Rezension wurde aus dem Archiv des MFG Radios übernommen und wurde ursprünglich am 25. Juni 2015 von Tommy2Rock veröffentlicht.

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